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August 04 2013

Errata zur Rezension “Club-Mate Granat”

Errata zur Rezension “Club-Mate Granat”

Es war doch ein bisschen zu heiß in der holländischen Gluthitze auf der OHM2013. In dem Artikel zum neusten Loscher-Produkt “Club-Mate Granat” sind so viele Fehler, dass sich ein eigener Errata-Artikel lohnt:

  • Für mich persönlich am peinlichsten: die New 52 sind von DC, nicht von Marvel. Was mich getrieben hat, das Gegenteil zu schreiben, weiß ich nicht. Überhitzung? Kalte Lötstelle im Gehirn?
  • “Kräftig erhöht” wurde der Mate-Extrakt-Gehalt gegenüber der klassischen Club-Mate nicht. Mit 0,4g/100ml oder 4g auf 1l ist der Gehalt genau gleich.
  • Ob der Kick nur aus der Mate kommt, ohne Zusatz von künstlichem Koffein, darüber lässt sich eventuell streiten. Laut Loscher ist das der große Unterschied zur bisherigen Herstellung. Die Angabe von “Koffein-Aroma” spricht allerdings möglicherweise eine andere Sprache, wie in den Kommentaren zum Artikel angemerkt.
  • alkoholfrei, laktosefrei, glutenfrei, vegetarisch, vegan. Hergestellt mit erneuerbaren Energien.” steht schon seit einiger Zeit auch auf den Club-Mate-Flaschen. Es war mir bisher nicht aufgefallen, peinlicherweise. Meine Einschätzung, dass sich hier die stärker werdende Konkurrenz aus der alternativen Brauseökonomie bemerkbar gemacht hat, scheint mir aber trotzdem ganz schlüssig.

Gar nicht erwähnt im Artikel wurde das Model, das sich im Hintergrund des Flaschen-Fotos hinter dem eigenen Notebook versteckt. Es war der zufällig gerade in der Nähe sitzende Simon Klose.

Der Plan für die Zukunft ist, vor dem Posten alles nochmal nachzuprüfen. Bitte entschuldigt die Fehler im Artikel. Bleibt wach!

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August 02 2013

Club-Mate Granat

Club-Mate Granat

Freudig erwartet seit den ersten Anzeichen auf der Webseite wurde im Sympathisantensumpf der Hackerbrause das neuste Produkt aus dem Hause Loscher: CLUB-MATE Granat, Mate und Granatapfel. Zum Glück gehört das just in diesem Moment stattfindende Hackersommercamp OHM2013 zu den ersten Orten, die mit Club-Mate Granat beliefert wurden und so ist es uns gelungen, eine Flasche zur Verkostung zu ergattern. Naja, eher 10 oder 20 Flaschen.

Club-Mate Granat stellt in mehrfacher Hinsicht einen Paradigmenwechsel im Club-Mate-Universum dar, ich würde sogar so weit gehen analog zu den New 52 bei Marvel DC jetzt von New Loscher zu sprechen.

Der Geschmack ist erstaunlich und viel besser als erwartet. Die rote Farbe ließ mich an die Referenzimplementierung von pappsüssem Zuckerwasser, Fanta Erdbeer, denken. Damit ist Club-Mate Granat nicht zu vergleichen. Der Geschmack ist fruchtig und nicht zu süss, mit einem angenehmen Hauch von Granatapfel, der im Abgang durch einen kräftigen Mate-Geschmack abgelöst wird. Club-Mate Granat ist erstaunlich fruchtig-kräftig und gefällt ganz außerordentlich.

Schnell erklärt sich der Mate-Geschmack beim Blick auf das Etikett: Club-Mate Granat enthält im Gegensatz zur klassischen Club-Mate eine kräftig erhöhte Menge an Mate-Extrakt, nämlich 4g pro Liter und liegt damit deutlich vor Indie-Brausen wie Kolle Mate (3g).

Die zweite Überraschung: Club-Mate Granat enthält kein künstliches Koffein mehr, sondern nur noch Koffein-Aroma, der Kick kommt allein aus der erhöhten Mate-Dosis.

Richtig faszinierend wird es aber, wenn man sich den Schluss des Etiketts durchliest: “alkoholfrei, laktosefrei, glutenfrei, vegetarisch, vegan. Hergestellt mit erneuerbaren Energien.” Holla die Waldfee, Loscher! Hat sich hier die stärker werdende Konkurrenz aus der alternativen Brauseökonomie bemerkbar gemacht?

Club-Mate Granat überzeugt geschmacklich und läutet ausgerechnet beim größten und bisher unbeweglich erscheinenden Mate-Limo-Produzenten ein neues Zeitalter ein. Jetzt muss es nur noch beim Späti um die Ecke auftauchen und unser Glück ist komplett.

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July 06 2013

Ein kleines Gespräch mit Klaus Dörrenhaus von VOLT Cola

Ein kleines Gespräch mit Klaus Dörrenhaus von VOLT Cola

Über den Nachfolger der JOLT Cola, die namensähnliche VOLT Cola, schrieben wir bereits. Zufälligerweise traf ich bei der in Köln stattfindenden SIGINT den Geschäftsführer der für den Vertrieb zuständigen Firma, Klaus Dörrenhaus. In einem gemütlichen Gespräch bei einer kalten VOLT in der Kölner Abendsonne unterhielt ich mich mit ihm über VOLT und die JOLT, die er vorher vertrieb.

Am stärksten bewegte mich die Frage, ob er den Vertrieb von JOLT in Deutschland und Europa inspiriert durch den Film Hackers aufnahm. In dem Film “Hackers” von 1995 wurde JOLT von den beiden “Master-Hackern” Razor und Blade als das Getränk der Hacker-Szene angepriesen: “Jolt Cola: The soft drink of the elite hacker.” Ich erinnere mich an Hacker, die mit großen Augen eine JOLT tranken und sich an den Film erinnerten. Die Story wäre zu schön, um wahr zu sein, aber die Realität ist viel langweiliger. Klaus lernte die Hersteller von JOLT auf der Kölner Genusswarenmesse Anuga (eigentlich Allgemeine Nahrungs- und Genussmittel-Ausstellung) bereits 1993 kennen und hatte dann 1995 die Lizenz zum Vertrieb in Europa. Somit kam die JOLT jahrelang aus der alten Cola-Stadt Köln, in der bereits 60 Jahre vorher die afri Cola hergestellt wurde. Mehr zur Hintergrundstory von jolt gibt es übrigens im Buch zum Blog Hackerbrause: kurz & geek (Link dorthin rechts in der Box).

In der zweiten Hälfte der 0er-Jahre wurde es nach Geschmacksexperiementen in diversen Farben immer ruhiger um JOLT. Das hing damit zusammen, dass das Unternehmen in den USA verkauft wurde und dann später pleite ging. 2010 war es dann ganz aus für JOLT. Aber Klaus wollte weiterhin eine Cola vertreiben, die vom Geschmack her gleich ist. Für die Erfinder aus den USA war dieses kein Problem – schließlich begleitete beide bereits eine jahrelange geschäftliche Freundschaft. Nur der Markenname war vergeben. Doch Klaus registrierte schon vor Jahren die Marke VOLT für Getränke. Somit wurde die JOLT Cola als geschmacklich gleiche VOLT Cola neu aufgelegt – nur der Koffeinanteil (aus natürlichem Koffein) wurde auf den Maximalwert von 32mg/100ml erhöht.

Wir unterhielten uns noch über die Darreichungsform. Derzeit gibt es die VOLT nur in 0,5l Dosen. Persönlich mag ich wiederverschließbare Glasflaschen lieber, damit bei einer unkontrollierten Bewegung am Rechner nicht direkt die Tastatur (oder das Mainboard) gebadet wird. Glasflasche deshalb, da sie sich einfach besser anfühlt als eine Plasteflasche.

Inzwischen ist die VOLT in diversen Einzelhandesgeschäften im Rhein-Ruhr-Gebiet zu haben. Deutschlandweit kann über die Webseite geordert werden.

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July 01 2013

TeaMMate

TeaMMate

Gastbeitrag von @leitmedium

Etwas verloren stand auf dem Tresen des Berliner Cafés A.Horn eine Flasche »TeaMMate«. Das an eine mexikanische Lucha-Libre-Wrestler-Maske erinnernde Etikett sticht optisch durchaus hervor. Gekauft.

Die Rückseite der Flasche und die Facebook-Seite erklären, dass TeaMMate einen sozialen Fokus hat. Im Gegensatz zur gerade erst erschienenen Fair-Trade-Produkt ChariTea Mate kann bei TeaMMate jedoch vorgeschlagen und abgestimmt werden, für welches reagionale soziale Projekt gespendet wird:

TeaMMate sammelt für soziale Projekte in deiner Region und du kannst mitbestimmen, wo das Geld hingeht.

Wenn du eine Idee hast, wer in deinem Kiez am dringensten Unterstützung braucht, dann schicke uns einfach hier eine Nachricht.

Bis zum 31.12.2013 werdet ihr dann per Abstimmung entscheiden, welches Projekt die ersten 50 % des bis dahin erwirtschafteten Gewinns bekommt.

Die 0.5er Glasflasche schäumte beim Öffnen recht stark, obwohl sie seit mehreren Stunden ruhig im Kühlschrank stand. Der erste Schluck wirkt erst fruchtig mit relativ viel Kohlensäure. Dann kommt jedoch ein überraschend herber Geschmack, der an eine Mischung aus Lakritz, verbranntem Zucker und Zigarette erinnert. Es fällt mir schwer, nicht das Wort "eklig" zu verwenden und ich würde mich nicht wundern, wenn es sich gar um eine Fehlproduktion handelt. Mehr als die drei für diese Rezension notwendige Schlucke waren nicht möglich – das erste mal bei einer Flasche Mate.

Die Inhaltsstoffe von TeaMMate sind mit Wasser, Kohlensäure, Glucose-Fructose-Sirup, Zucker, Mate-Extrakt, Aroma Koffein, Zitronensäure und weiteren Aromastoffen durchschnittlich. Einen großen Abzug in der B-Note gibt es für den Zusatz vom zweifelhaften Zusatzstoff E150d.

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June 11 2013

Gekko Mate

Gekko Mate

Gastbeitrag von ilf
In einem Kreuzberger Späti habe ich eher zufällig ein neues Mategetränk entdeckt: Gekko Mate. Scheint’s erst seit wenigen Wochen zu geben.

Entwickelt wurde die Brause in Berlin von einem brasilianisch-deutschen Pärchen. Sie werben mit dem Slogan “a cultura do mate” und beanspruchen, die beste grüne Mate Brasiliens zu verwenden:

Diese auch Taragin genannte Mate der Extraklasse wird vorzugsweise im südamerikanischen Winter (Mai bis September) geerntet und im Gegensatz zur landläufigen gerösteten Mate besonders schonend weiterverarbeitet.

Die behutsam zerkleinerte grüne Mate wird für Monate bei 50 bis 60°C schonend fermentiert und ganz zum Schluß, sehr kurz auf 400°C erhitzt. Das sorgt für ihr urtypisches Aroma. Abhängig von der Region werden verschiedene Granularitäten verarbeitet und konsumiert. In Brasilien vor allem feine Mate mit stark aromatischem Geschmack.

Tatsächlich ist der Mate-Geschmack sehr deutlich, fast fruchtig. Neben Zucker wird außerdem Agavendicksaft verwendet, was das ganze sehr süß macht und zu einem Zuckergehalt von 32 Gramm pro Flasche führt. Der Koffeingehalt ist mit 28mg/100ml fast ein Drittel höher als bei Club Mate (20mg/100ml).

Nette kleine Mate. Neben der Süße, die manchen zu viel sein könnte, schmerzt nur die Zugabe des Farbstoffs Ammoniumsulfit-Zuckercouleur (E 150d).

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April 23 2013

MATE LEAKS: ChariTea Mate

MATE LEAKS: ChariTea Mate

Zusammen mit Krithika von Meta-Mate konnten wir eine neue Mate-Sorte probieren. Von ihr stammt auch diese Rezension. Danke!

Im Sortiment von ChariTea findet sich seit neuestem auch ein Getränk auf Mate-Basis. Wir hatten exklusiv die Möglichkeit noch vor dem offiziellem Verkaufsstart eine Flasche zu probieren.

Die unetikettierte Flasche, die wir in die Finger bekommen haben, führt leider weder Zutaten noch Koffeingehalt auf. Jemand aus dem Verkauf gab uns allerdings zu verstehen, dass der Koffeingehalt etwa dem von Club-Mate entsprechen soll und dass wie bei anderen ChariTeas leicht mit Fruchtsäften und Agave gesüßt wird. Sobald das Produkt auf dem Markt ist checken wir diese Angaben noch mal.

Passend zur ChariTea-Philosophie wird Bio-Fair-Trade-Mate aus Argentinien verwendet und auf all die guten Taten hingewiesen, die mit diesem Tee möglich werden. Die genaue Herkunft (Anbaugebiet, Kooperative) ihrer Mate konnte auf Anfrage allerdings doch nicht genannt werden. Da Mate in Argentinien fast ausschliesslich industriell in Plantagen produziert wird, vermuten wir eine ähnliche Herkunft wie bei Kraus, eine erfolgreiche Bio-Fair-Trade-Marke auf dem dortigen Markt.

Der erste Schluck der ChariTea Mate ist vergleichsweise süß, dann folgt aber im Nachgang ein zitroniger Geschmack, der die Süße sehr harmonisch ausbalanciert. Ganz am Ende schmeckten wir auch die Mate deutlich heraus.  ChariTea Mate schmeckt lecker erfrischend und ist eine sommerliche Mate-Alternative für alle, die weniger Zucker mögen und eine schmackhaftere, aber weniger sprudelige Bio-Mate als etwa BioZisch bevorzugen.

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March 15 2013

Bionade Cola

Bionade Cola

Lassen wir die Brausepolitik ausnahmsweise mal bei Seite und fassen uns kurz: Bionade, der Bio-Softdrink-Veteran aus Franken, der seit einiger Zeit zu Radeberger/Dr. Oetker gehört, hat jetzt auch eine Cola im Sortiment. Das “biologische Erfrischungsgetränk mit natürlichem Koffein” wird, wie bei Bionade üblich, durch Fermentation hergestellt. Die Bionade Cola enthält entsprechend Malz, außerdem einen grünen Kaffeebohnen-Kräuterextrakt und Holunderblütensaftkonzentrat. Das Aroma ist natürlich “natürlich”, aber nicht weiter deklariert. Schade.

Im Geschmackstest hinterlässt die Bionade Cola ein zwispältigen Eindruck: Positiv fällt auf, dass es sich hier nicht um jet another Cola-Gummibärchen-Cola handelt. Das mit der Fermentation schmeckt schon anders. Wie Bionade eben. Darüber hinaus bleibt aber nicht viel hängen. Die Cola ist nicht wirklich süß, die Säure aber auch nicht wirklich fruchtig. Die Cola schmeckt ein bisschen herb, aber nicht auf eine interessante Art. Wer den typischen Bionadegeschmack mag, macht hier aber nichts falsch. Über den Koffeingehalt erfahren wir übrigens nichts: Etikett und Internet hüllen sich diesbezüglich in Schweigen, betont wird lediglich der vergleichsweise niedrigere Zuckergehalt. Weil Gesund und so. Viel Koffein wird’s wohl nicht sein. Ich bin unbeeindruckt.

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Tags: Cola Bio

March 09 2013

Baola Baobab & Guarana

Baola Baobab & Guarana

Der Glanz, den die Cebit einst ausgestrahlt hat, ist in den letzen Jahren verblasst. Umso überraschter waren wir, dass es in diesem Jahr in Halle 17 zwischen dem neusten Handyhüllen, iPad-Klons und Lüftern und der Lounge des German Mittelstands eine neue Hackerbrause zu entdecken gab. Wir nutzten die Gelegenheit für ein Hintergrundgespräch mit Andreas Triebel über den Baobab-Baum und eine Kostprobe einer brandneuen Baola-Abfüllung.

Seit 2010 versuchen sich Baola am Getränkemarkt. Ihre Limonaden in den Geschmacksrichtungen Baobab-Pur, Baobab-Mango und Baobab-Kirsche sind in Städten wie München, Berlin, Hannover und Hamburg erhältlich und erfreuen sich vor allem bei Anhänger_innen von fairen Produkten wachsender Beliebtheit. Nachhaltigkeit und faires Wirtschaften sind wichtige Stichworte: Als “Social Business” verschreibt sich die in München ansässige gemeinnützige GmbH der Aufgabe, fair gehandeltes und bio-zertifiziertes Baobab-Pulver aus Ländern wie Äthiopien und Kenia zu beziehen. Aber auch die südamerikanischen Mangos, der Rohrzucker und die Kirschen aus der Rhön erfüllen diese Standards. Darüber hinaus sind die trüben Wässerchen auch für Veganer_innen geeignet, da keine Gelatine zur Klärung eingesetzt wird.

Der Baobab, auch als afrikanischer Affenbrotbaum bekannt, übernimmt als Wasserspeicher eine wichtige Funktion im Ökosystem. In Trockenzeiten kann ein Baum seine Umgebung im wahrsten Sinne des Wortes über Wasser halten. Elefanten schlagen mit ihren Stoßzähnen Löcher in den Stamm, um an den im Baum gespeicherten Saft zu kommen. Das Fruchtfleisch, die Samen und die Blätter des Baobab dienen in seinem Verbreitungsgebiet, das von der Sahelzone bis in den Transvaal reicht, als Nahrungsmittel. Die Blätter kann man als Gemüse nutzen, die Samen werden zu Öl verarbeitet und das Fruchtfleisch ist besonders reich an Vitamin C, B und Kalzium. Das Fruchtfleisch, zu einem Pulver verarbeitet, ist die Grundlage der Baola-Limonaden. Die Vermarktung von Baobab-Produkten soll jetzt auch in Europa eine gesunde Nachfrage nach den Früchten erzeugen, so dass mehr dieser langsam wachsenden, aber für das Ökosystem so wichtigen Bäume angepflanzt werden.

Für 2013 hat man sich vorgenommen, auch in der Produktsparte Wachheit etwas anzubieten. Baobab & Guarana wurde rechtzeitig zur Cebit erstmalig abgefüllt. Angepeilt sind Energydrink-würdige 32 mg/100 ml Koffein. Was genau in der ersten Abfüllung der Guarana-Baola steckt, muss noch von einem Forschungsinstitut analysiert werden. Die Süße ist mit 4,3 g Zucker auf 100 ml angenehm gering. Der erste Schluck löst entsprechend keine Geschmacksexplosion aus, macht aber neugierig auf mehr. Herber als Mate, aber nicht so herb wie Skull. Am Ende erinnert mich das Ganze vage an eine nicht so süße Apfelsaftschorle mit dem gewissen Extra. Der Guarana-Extrakt entfaltet seine Wirkung langsam, aber deutlich merkbar. Hackerbrause-Enthusiast_innen, die mit der knallsüßen Gummibärchenbrause nichts anfangen können und etwa stärkeres als Mate suchen, sollten mit der Baobab & Guarana genau das richtige finden.

Außer der Limonade vertreibt Baloa noch weitere Baobab-Produkte, darunter das Pulver aus den Früchten direkt in der Tüte, das dann als Bindemittel verwendet werden kann oder einfach in Joghurt eingerührt oder auf Gemüse gestreut wird. Das könnte ein guter Hack sein, um die Frühstückspizza mit Vitaminen und Kalzium anzureichern.

Beziehen kann man Baola-Limonade im innvationsfreudigen Fachhandel, aber auch über den Onlinestore für 18,90 Euro + Versand für zwölf 0,33l-Mehrwegglasflaschen einer Sorte. Wer auch die koffeinfreien Sorten ausprobieren möchte, kann zum Probiermix greifen. Noch ein bisschen Pulver, Creme und Öl mitbestellen lohnt sich, denn ab 50 Euro ist der Versand frei.

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February 16 2013

Kolle Mate

Kolle Mate

Noch vor zwei Jahren gab es sie nur unter der Ladentheke und neue Informationen waren rar. In den letzten Monaten hörten wir dann so einiges und mittlerweile ist es raus, dass die berüchtigte Zickzack-Mate, der legendäre Super-Joker aus dem Hackerbrausen-Quartett, es nun unter dem neuen Namen Kolle-Mate ganz offiziell in den Getränkehandel geschafft hat. Einige Flaschen aus der ersten Abfüllung haben ihren Weg zu uns gefunden und warten nur darauf, gekostet zu werden.

An dieser Stelle müssen wir allerdings die durchaus angebrachte Begeisterung zügeln und mit wissenschaftlicher Methodik vorgehen. Aus diesem Grund haben wir zwei Probandinnenengruppen gebildet; Eine Gruppe die das Getränk zum ersten mal probieren darf und eine Kontrollgruppe, die bereits mit dem sagenumwobenen Geschmack von Zickzack-Mate vertraut ist. Erstere besteht aus johl, letztere aus yetzt.

yetzt: Als Teil der Kontrollgruppe sticht sofort in den Gaumen, dass Kolle mehr Kohlensäure enthält als Zickzack, was vermutlich auf die professionellere Abfüllung zurückzuführen ist. Davon abgesehen ist der Geschmack der Ur-Zickzack ziemlich gut getroffen, wenn auch das Remake eine Note zitroniger und den Hauch eines Hauches weniger süß ist. Kolle scheint mir eine Mate für den Sommer zu sein, Experimente mit Sirup oder Früchten scheinen sich geradezu von selbst auf die Ideenliste zu setzen. Auf jeden Fall schließt die neue Mate eine geschmackliche Lücke in der Riege der Yerbalimonaden und dürfte baldigen Anklang nicht nur in der koffeinenthusiastischen Brausenkultur finden.

Bleibt zu erwähnen, dass Kolle-Mate nicht nur einen Koffeingehalt von 20mg/100ml aufweist, sondern auch ein Biosiegel hat. Ein gutes Gefühl für kollektive Organisation, fair gehandelte Mate direkt aus brasilianischen Kooperativen und durchweg sympathische Macherinnen ist sowieso inklusive, und der Hack-Appeal einer Brause, die es von der DIY-Küchenmixtur auf die Ladentheke geschafft hat ist unbestreitbar hoch.

johl: Für den Erstbenutzer von Kolle-Mate ohne Zickzack-Hintergrund kommt die Brause leicht und angenehm daher, ein bisschen wie ein in Flaschen abgefüllter Sommermorgen. Spritzig, mit angenehmer Zitrusnote und genau dem richtigen Kohlesäuregehalt. Der Geschmack ist fein, was mir gerade sehr zusagt — an anderen Tagen könnte es durchaus intensiver nach Mate schmecken, aber dafür gibt es auch andere Brausen.

Das Flaschendesign mit dem “Alerta, Alerta!” rufenden Igel (wie es sich für Igel aus Dresden gehört) bringt eine angenehme Mischung aus Niedlichkeit und Aktivismus mit, die sich auch mit etwas Phantasie im Geschmack wiederfindet. Ich bin rundum zufrieden und denke, ich habe ein neues Lieblingsgetränk für die eher kollektiven Momente im Leben gefunden. Kolle Sache.

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February 12 2013

23 Bilder und einige Worte zu Mate und Club-Mate

23 Bilder und einige Worte zu Mate und Club-Mate

Ole Reißmann hat eine hübsche Bildergeschichte zusammengestellt. Schaut sie euch doch mal an!

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December 20 2012

Kurzkritik: Club-Molke

Kurzkritik: Club-Molke

Hier wollen wir uns nicht lange aufhalten: Das Getränk aus der Hackerbrausehochburg Hamburg (kurz: HH) hält, was der Werbespruch “Mate und Molke – flockt kaum und hält wach” verspricht. Das Gefühl von Wachheit stellt sich schlagartig ein, wenn auch verbunden mit einer leichten Übelkeit.

Gerüchte, dass es sich bei Club-Molke lediglich um einen ersponnenen Mediencoup handelt, können an dieser Stelle nicht bestätigt werden.

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Tags: Unpassend

December 16 2012

Zickzack heißt jetzt Kolle

Zickzack heißt jetzt Kolle

Erinnert ihr euch and die mysteriöseste aller Maten, Zickzack Mate, die es nur in Dresden und dort auch nur unter ganz bestimmten Ladentheken für Eingeweihte gab? Von diesem Getränk gibt es neues zu berichten.

Zickzack hat den Untergund verlassen und ist ab sofort ein echtes Getränk mit echtem Biosiegel und wird künftig sogar über der Ladentheke verkauft. Auch wenn die Macherinnen der Brause ihre Haltung bewahren wollen und das Getränk im Kollektiv hergestellt wird, hat der Kapitalismus eine nicht ungravierende Auswirkung: Zickzack-Mate kann das Getränk nicht mehr heißen, weil dieser Begriff bereits von Markengrabbern gesquattet wurde als brach liegende Marke registriert ist und der Markeninhaber auf Anfragen nichtmal reagiert. Schäm Dich, Rudolf Wild GmbH & Co. KG!

So kommt es, dass statt Zickzack die Brause nun Kolle-Mate heißt, was einerseits der Name des Menschen ist, der sich das Rezept ausgedacht hat, andererseits eine Referenz auf die Kollektive Organisationsform der Matemachenden. Denn fair, verantwortungsbewusst und fair produziert will die Mate auch weiterhin bleiben. Wenn da mal nicht Uwe Lübbermann die Finger im Spiel hatte.

Übrigens ist wohl ein Buchhändler schuld an der Existenz dieses Getränks, der sich auf der Suche nach einer Brause befand und Kolle dazu angestiftet hat, selbst Mate zu machen.

Noch hatten wir leider nicht die Möglichkeit, Kolle-Mate zu probieren. Vom zitronigen Geschmack scheint die Rezeptur laut Zutatenliste nicht abgerückt zu sein, wenn sie auch weiterhin so grandios schmeckt wie die untergrundige Zickzack wird Kolle Mate wohl der neue Stern am Hackerbrausenhimmel. Eine ausführliche Rezension werden wir jedenfalls nachreichen.

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December 15 2012

Latin Biorhythm Mate

Latin Biorhythm Mate

Bei Krithika von Meta-Mate haben wir uns ganz herzlich für die folgende Rezension einer ausgefallenen Mate aus Japan zu bedanken. Dankeschön!

“Play! Eat! Drink Mate!” Das ist mal ein Slogan, den Marketingexpertinnen und -experten auch gern mal zum Slogan des Jahres ernennen können, mit dem Coca-Cola sich seit der Markteinführung von Latin Biorythm Mate 2011 in Japan auf dem Mate-Sektor tummelt! Wir hatten das Glück, zwei Flaschen in die Finger zu bekommen und wurden positiv davon überrascht, wie wenig diese Mate nach Coca-Cola schmeckt.

Leider ist die Plastikflasche, die im formschönen Regenbogen-Batik-Hippie-Design daherkommt und das Logo der “Japanese Mate Association” trägt, fast durchgehend auf japanisch beschriftet, so dass wir nicht ausmachen konnten, wieviel Koffein das Getränk enthält. Als wir uns ein Glas davon einschütteten waren wir jedenfalls fest davon überzeugt, gleich den un-mate-haftesten Geschmack voll typischer Coca-Cola-Chemikalien auf der Zunge zu spüren und wurden dann eines besseren belehrt: Es schmeckt genau wie ein Tee aus gerösteter Mate!

Keine Zuckerzusätze, keine Kohlensäure, keine Zusatzstoffe, einfach geröstete, stark rauchige Mate in einer Flasche. Coca Cola versucht hier ganz offensichtlich mit der riesigen Matcha- und Grüntee-Industrie in Japan (wo der Markt von Grüntee-Eisteegetränlen in Flaschen geradezu üerschwemmt wird) mitzuhalten, indem sie einfach mal was neues einführen. Es lohnt sich auch mal nach den Werbespots für dieses Produkt zu googlen, denn irgendwie wird hier eine Verbindung zu der Strandpartykultur Rio de Janeieros mit Bikinis, Fleischgelagen und Sambatanz hergestellt, was nicht so recht zu Mate passen will.

Coca-Cola: Mate Cha – Latin Biorhythm from We Are We Are on Vimeo.

Fazit: Pluspunkte dafür, dass wir es hier mit einem authentischen Mate-Drink zu tun haben und das Regenbogendesign mögen wir auch. Auch wenn es von Coca Cola ist.

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December 03 2012

Karzinogene in Mate? Forschungsvorhaben unterstützen!

Karzinogene in Mate? Forschungsvorhaben unterstützen!

Fabricio do Canto ist ein Freund dieses Blogs, der in Berlin die wunderbare Meta Mate Bar betreibt. Im Moment läuft ein hochspannendes und wichtiges Projekt von ihm auf der Crowdfunding-Plattform Inkubato, bei dem er dringend eure Hilfe braucht. Die Zeit läuft ab, es sind nur noch vier Tage übrig, um das Crowdfunding-Ziel zu schaffen.

Worum geht es? Lassen wir Fabricio selbst erklären:

Was mir sehr am Herzen liegt ist die Aufklärung der Mate-Krebs-Geschichte. Ich verkaufe Mate und kann es nicht guten Gewissens tun, wenn ich nicht alles dafür mache, um bestmöglich beraten zu können. Kurz gesagt gibt es immer mehr Studien, die darüber berichten, dass Mate die gefährliche krebserregenden Substanz Benzoapiren enthält. Aber welche Mate-Sorten untersucht wurden wird in solchen Studien nie erwähnt und die Industrie schweigt sich ebenfalls aus. Daher fände ich sehr wichtig, dass Meta Mate ihre selbst hergestellten und anderen Produkte, die wir verkaufen, prüfen lässt und auch untersucht, ob man mit unterschiedlichen Erntemethoden andere Ergebnisse erzielen kann.

Leider bemühen wir uns schon seit zwei Jahren erfolglos bei einer Hochschule in Berlin eine Untersuchung vornehmen zu lassen. Zum Glück haben wir eine sehr engagierte Studentin gefunden, die trotz aller Rückschläge das Projekt dickköpfig weiterverfolgt und auch in Brasilien haben wir eine Möglichkeit zur Untersuchung gefunden. Die Universität in Brasilien hatte am Ende doch nicht die Mittel dafür und auch die Beuth-Hochschule in Berlin konnten die krebserregenden Substanzen nicht untersuchen. Wir müssen uns nun an ein Privatlabor wenden. Leider kostet das was und die Studentin bat mich um Hilfe. Da ich dafür kein Budget hatte, bin ich auf die die Idee gekommen, dafür Crowdfunding zu nutzen.

Fabricio und Krithika von Meta Mate erklären ihr Projekt auch noch in einem kleinen Video:

Das Forschungsprojekt finden wir auch sehr wichtig. Mate-Tee ist dafür bekannt, gesund zu sein und wir trinken ihn gern. Eine Untersuchung dazu, ob Mate eventuell krebserregende Stoffe enthält, wenn sie in bestimmter Weise geerntet oder verarbeitet wird, liegt in unserem Interesse. Bitte helft!

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November 09 2012

Demnächst: Premium-Skull

Demnächst: Premium-Skull

Was war eigentlich mit Skull? Wir erinnern uns, diese Brause auf Schwarzteebasis, die alles andere ist als süß und von der wir, nunja, seit einiger Zeit nichts mehr gehört haben und die in den Späti-Regalen rar geworden ist? Es gib neues zu vermelden: Uwe Lübermann, der uns als Wirtschafts-Hacker und Hackerbrausen-Inkubator bestens bekannt ist, übernimmt nicht das Ruder, sondern lässt es sich übergeben. Wir sind gespannt!

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October 01 2012

Meta Mate Bar Invasion

Meta Mate Bar Invasion

Johl wurde für eine Mateverkostung in die Meta Mate Bar eingeladen. Da wir (ands und amethyst) zu Besuch in Berlin waren und Hackerbrausen mögen, haben wir uns interessiert angeschlossen. Dort angekommen, bekamen wir die Gelegenheit, neben neuer Mateschokolade :3, unter anderem die folgenden Mategetränke zu probieren:

Die neue 1337Mate

Die 1337Mate hat mit ihrem, wie immer, auffälligen Etikett (ein Einhorn!), sofort unsere Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Johl berichtete bereits darüber. Wir empfanden sie als erfrischend und gut über den Abend trinkbar. Sie ist etwas milder, als vor ihrem Neustart und kam in einer 0,5L-Flasche zu uns.

The Maté Factor Fresh Green Lemonade

Diese Mate stach im Geschmack sofort zwischen den anderen Mategetränken hervor. Sie ist weniger ein klassisches Mateerfrischungsgetränk, als ein matiger Zitronensaft. Sie schmeckte sehr intensiv und fruchtig. Ist daher auch etwas dickflüssiger und enthält kaum oder keine Kohlensäure. Das Etikett auf der 0,33L-Flasche zeigt eine Zitrone, Mateblätter und ein Mategefäß. Der Hersteller verkauft in seinem Online-Shop bisher nur verschiedene Mate-Tees. Dies ist also möglicherweise ein Versuch, in Zukunft auch ein Erfrischungsgetränk anzubieten.

Selbstgebraute Mate der Meta Mate Bar

Zum Schluss bekamen wir ein sehr matiges Mategetränk angeboten, das noch in der Entwicklungsphase steckt. Es wurde von der Meta Mate Bar in Eigenproduktion aus frischen Blättern und ohne Zusatz von Zucker gebraut. Stattdessen verwendeten sie Stevia, welches einen deutlichen Eigengeschmack hat, den man von anderen Hackerbrausen nicht unbedingt kennt. Wir sind gespannt, was daraus wird.

Wir bedanken uns bei der Meta Mate Bar für diesen wachen Tag.

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September 03 2012

Hell just froze over: Leetmate ist zurück

Hell just froze over: Leetmate ist zurück

Das Duke Nukem Forever der Hackerbrausen hat es tatsächlich geschafft: Nach einer regelrechten Durststrecke von fast einem Jahr ist die Hamburger Indie-Mate wieder da, diesmal mit Venture Capital von “Deutsche Microinvest” und (demnächst) auch mit Crowd-Funding (Krautfunding?) finanziert:

Wir machen 1337MATE jetzt zu unserem Hauptprojekt. Wir müssen das tun, um der Nachfrage gerecht zu werden und in die Größenordnung vorzudringen, in der sich das Projekt trotz unserer spürbaren Zeit- und Geldaufwände selbst trägt und langfristig funktioniert. Und wir müssen zu euch – mit palettenweise 1337MATE im Gepäck. Hierfür brauchte es intensive Vorplanung und ein ausreichend großes Budget. Damit werdem wir die nächsten fünf Jahre planen und kalkulieren. Gerade zu Beginn stehen notwendige größere Investitionen (bspw. für Leergut) an. Somit wird die erste Finanzierungsrunde im Crowdfunding 100.000 Euro einspielen. Innerhalb des nächsten Jahres werden parallel über Mischmodelle weitere 150-200.000 Euro eingeworben. Und parallel versorgen wir unsere bestehenden Händler und all die in der Warteschleife endlich wieder mit Mate.

Schmeckt immer noch toll, hat immer noch ein schwarz-grünes Label (in der uns vorliegenden Probe mit Einhörnchen) und endlich kann es wieder losgehen mit der Leetmate, auch ausserhalb ausgesuchter Getränkehändler in Hamburg.

Für die Testmate bedanken wir uns artig bei der Meta Mate Bar im Prenzlauer Berg, die vor einigen Tagen zu einer kleinen Verkostung luden. Dazu sehr bald mehr an dieser Stelle.

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August 19 2012

Buenos Mate

Buenos Mate

Wie im vergangenen Sommer herrscht in Berlin wieder ein Notstand an Club-Mate. Umso begeisterter war ich, im Getränkemarkt am Platz der Club-Mate zwei Stapel Kisten eines bisher mir unbekannten Mate-Getränks zu entdecken: Buenos Mate. Die blassgelbe Sonne auf pastellblauem Grund im Logo verspricht in der Kombination mit dem Namen eine Erfrischung an warmen Sommertagen. Zwei Flaschen landeten im Einkaufswagen und eine wurde direkt vor der Tür geöffnet.

Im warmen Zustand schmeckt die Buenos Mate wie ein Icetea aus dem Supermarkt. Nicht übersüßt und nach ausgekühltem Tee. Nach einem Tag im Kühlschrank wurde die zweite Flasche getestet. Allein durch das Kühlen ist der Geschmack eher zum gewohnten Mate-Kaltgetränk gewandert, einzuordnen zwischen Club-Mate und Flora Power. Es ist etwas herber als Club-Mate. Von den bisher gekosteten Mategetränke-Ablegern gehört sie nach meinem Geschmack in die Sorte der gut trinkbaren.

Hersteller ist die Buenos GmbH & Co. KG aus dem hessischen Bad Homburg vor der Höhe. Laut Handelsregister wurde die Firma erst am 28.06.2012 gegründet. Die Buenos Mate wird derzeit laut Webseite hauptsächlich in Mittel- und Norddeutschland vertrieben – umso erstaunter bin ich, dass sie den Weg nach Berlin gefunden hat.

In der Buenos Mate ist ein Koffeingehalt von 20mg/100ml. Das Koffein stammt jedoch nicht aus der Mate, sondern aus grünen Kaffeebohnen. Zur Abrundung des Geschmacks kommen Zitronensaft und Rohrzucker hinzu. Ich könnte mir diese Mate durchaus gut als Mixgetränk für Tschunk vorstellen.

Interessant ist auch das Schwestergetränk Lapacho, das ich bisher nicht gefunden habe. Über Hinweise zu Bezugsquellen oder Einsendungen zum Testen freuen wir uns!

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July 06 2012

Nuka Cola

Nuka Cola

WAR, War never changes.
Mit diesen Worten beginnt die Geschichte von Fallout, die den Spieler in eine postapokalyptische Dystopie unserer eigenen Welt entführt. Nahezu die komplette Erde wurde durch einen Atomkrieg im Jahre 2077 verwüstet und die wenigen, die nicht sofort verbrannten oder den Strahlentod starben, mussten in einer lebensfeindlichen und todbringenden Welt überleben. Weite Teile des Planeten wandelten sich in Ödland, und der (namensgebende) Fallout verteilte die Radioaktivität in jeden Winkel der Erde. Doch jene, die all die Widrigkeiten überlebten, begannen irgendwann den Versuch eine neue Zivilisation aufzubauen. Bald schon erhoben sich die ersten kleinen Siedlungen aus der atomaren Asche.

Fallout (Computerspiel) – Wikipedia

Wenn eine Hackerbrause gleichzeitig ein Item in einem Computerspiel ist und die Kronkorken in der postapokalyptischen Welt der Hintergrundstory als Zahlungsmittel eingesetzt werden, dann kann man das Getränk mit Fug und Recht als dreifach nerdig bezeichnen.

Dankenswerterweise hat uns die gar nicht fiktionale Nuka Cola Company aus den Weiten des Internets drei Flaschen zur Probe zugesendet, weswegen wir in den Überresten einer in Berlin abgestürzten Raumstation  zur Verkostung schreiten konnten.

Es gab: Nuka Cola Classic, Nuka Cola Victory und Nuka Cola Quantum. Um das Ergebnis vorwegzunehmen: Zweimal “naja, geht so” und einmal trafen wir tatsächlich auf ein durchaus interessantes Postapokalyptus-Bonbon für Cola-Bären.

Nuka Cola Classic ist keine Cola, die uns geschmacklich überzeugte. An leckere Markencolas wie Afri oder Vita reichte der flache, uninspirierte Geschmack nicht heran, von engagierten Indie-Brausen wie Premium ganz zu schweigen. Die Cola kommt recht bland daher und erinnert im Abgang an River Cola — eine klassische Supermarktbrause für Menschen, die auch mit Coca-Cola zufrieden wären.

Nuka Cola Victory leidet leider unter der gleichen geschmacklichen Ausdruckslosigkeit. Eine Brause mit Fruchtextrakt und echtem Ginseng — da wäre mehr drin gewesen. Als Sammlerstück (die “Victory”-Variante ist immerhin im Computerspiel eine der selteneren) okay, aber geschmacklich hatten wir in diesem Blog durchaus schon bessere Getränke. Dabei schmeckt Victory nicht schlecht oder gar ekelhaft; es verbleibt einfach ein gewisser uninspirierter Geschmack im Mund, der sich am treffendsten mit “meh!” zusammenfassen lässt.

Nuka Cola Quantum ist streng genommen gar keine Cola, sondern ein Energydrink und verströmt beim Öffnen auch den typischen Geruch. Da wir gegenüber Energygetränken traditionell eher kritisch eingestellt sind, waren die Erwartungen nicht besonders hoch, doch dann… Hoppla! Quantum leuchtet nicht nur blau im Schwarzlicht (“Was ist das?” – “Blaue Cola!” – “Und was macht sie?” – “Sie leuchtet blau!”), sie schmeckt auch irgendwie anders. Unsere Vermutung ist, dass so ein Energydrink schmeckt, der ohne das sonst unvermeidliche Taurin auskommt — ganz ohne die sonst übliche Gummibärenhaftigkeit kann sich das leicht kräftige Aroma des Guaranas entfalten. Quantum überrascht jedenfalls und könnte durchaus geschmacklich als Referenz für Energydrinks herhalten.

Zweimal (geschmacklich) Daumen runter, einmal unerwartet ein Daumen rauf — aber seien wir ehrlich, die meisten Menschen werden Nuka Cola nicht allein wegen des Geschmacks bestellen (ausserhalb des Internets dürfte es dieses Getränk noch nicht geben), sondern als Geschenk für Gamer oder zur Vorbereitung auf die verstrahlte Welt nach dem nächsten Atomkrieg.

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July 02 2012

Colas aus Österreich

Colas aus Österreich

Bei einem Supermarkteinkauf im Land des roten Bullen habe ich mich in der Getränkeabteilung nach leckeren Hackerbrausen umgeschaut, die es in Deutschland nicht gibt. Fündig bin ich bei den Colas geworden und habe je eine Dose S Budget Engery Cola und Black Jack Cola mitgenommen. Ersteres ist eine Eigenmarke von Spar. Eine Cola mit 26 mg Koffein auf 100 ml, die dazu noch Taurin und Guranaextrakt enthält. Die Budget Energy Cola wird in 250 ml Dosen verkauft, deren Design in erster Linie Sparsamkeit symbolisieren soll. Die Black Jack Cola dagegen kommt in einer schwarzen 0,33l Dose daher. Auf der Dose erfahren wir leider nichts über den Koffeingehalt, und auch der Blick auf die Website bleibt ergebnislos. Gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen. Nur irgendwas mit Flash, Autoplay und flacher Werbung für die männliche Zielgruppe (“Ein Mann muss tun was ein Mann tun muss!”).

Beim Geschmackstest hinterlässt Black Jack Cola keinen positiven Eindruck. Die Cola schmeckt klebrig-süß und ist nicht besonders aromatisch. Sie besticht weder durch ihre Würze noch durch die Säure. Ich gehe davon aus, dass der Koffeinerhalt irgendwo um die 20 mg/100 ml liegt. Eine Mackerbrause, die man ruhigen Gewissens im Regal stehen lassen kann.

Der erste Schluck aus der Budget-Dose dagegen ist “huiiiii!”. Das schmeckt anders als herkömmliche Colas. Aber schmeckt es gut? Lasst es mich so sagen: Während die Mischung aus Cola und Mate – wie von yetzt neulich beschrieben – ziemlich mau ist, kommt bei Energy + Cola wenigstens was raus. Das Ergebnis ist erwartungsgemäß ziemlich süß und eigen(artig), auch wenn das Gummibärchenaroma mit Cola als Gegenspielerin nicht ganz so penetrant ist wie bei reinen Energiedrinks. Trotzdem würde ich sagen, dass Leute, die Energiedrinks nicht mögen, auf Dauer auch an dieser Variante keine Freude finden werden. Was denn Hallo-Wach-Effekt angeht lohnt sich der Kauf aber auf jeden Fall. Taurin, Koffein, Guarana und Zucker machen sich schnell bemerkbar.

Fazit: Die Black Jack Cola kann man getrost im Regal stehen lassen, die Budget-Energy-Cola sollten neugierige und müde Menschen mal probieren, wenn sie an einem österreichischen Spar vorbei kommen.

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