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February 16 2013

Kolle Mate

Kolle Mate

Noch vor zwei Jahren gab es sie nur unter der Ladentheke und neue Informationen waren rar. In den letzten Monaten hörten wir dann so einiges und mittlerweile ist es raus, dass die berüchtigte Zickzack-Mate, der legendäre Super-Joker aus dem Hackerbrausen-Quartett, es nun unter dem neuen Namen Kolle-Mate ganz offiziell in den Getränkehandel geschafft hat. Einige Flaschen aus der ersten Abfüllung haben ihren Weg zu uns gefunden und warten nur darauf, gekostet zu werden.

An dieser Stelle müssen wir allerdings die durchaus angebrachte Begeisterung zügeln und mit wissenschaftlicher Methodik vorgehen. Aus diesem Grund haben wir zwei Probandinnenengruppen gebildet; Eine Gruppe die das Getränk zum ersten mal probieren darf und eine Kontrollgruppe, die bereits mit dem sagenumwobenen Geschmack von Zickzack-Mate vertraut ist. Erstere besteht aus johl, letztere aus yetzt.

yetzt: Als Teil der Kontrollgruppe sticht sofort in den Gaumen, dass Kolle mehr Kohlensäure enthält als Zickzack, was vermutlich auf die professionellere Abfüllung zurückzuführen ist. Davon abgesehen ist der Geschmack der Ur-Zickzack ziemlich gut getroffen, wenn auch das Remake eine Note zitroniger und den Hauch eines Hauches weniger süß ist. Kolle scheint mir eine Mate für den Sommer zu sein, Experimente mit Sirup oder Früchten scheinen sich geradezu von selbst auf die Ideenliste zu setzen. Auf jeden Fall schließt die neue Mate eine geschmackliche Lücke in der Riege der Yerbalimonaden und dürfte baldigen Anklang nicht nur in der koffeinenthusiastischen Brausenkultur finden.

Bleibt zu erwähnen, dass Kolle-Mate nicht nur einen Koffeingehalt von 20mg/100ml aufweist, sondern auch ein Biosiegel hat. Ein gutes Gefühl für kollektive Organisation, fair gehandelte Mate direkt aus brasilianischen Kooperativen und durchweg sympathische Macherinnen ist sowieso inklusive, und der Hack-Appeal einer Brause, die es von der DIY-Küchenmixtur auf die Ladentheke geschafft hat ist unbestreitbar hoch.

johl: Für den Erstbenutzer von Kolle-Mate ohne Zickzack-Hintergrund kommt die Brause leicht und angenehm daher, ein bisschen wie ein in Flaschen abgefüllter Sommermorgen. Spritzig, mit angenehmer Zitrusnote und genau dem richtigen Kohlesäuregehalt. Der Geschmack ist fein, was mir gerade sehr zusagt — an anderen Tagen könnte es durchaus intensiver nach Mate schmecken, aber dafür gibt es auch andere Brausen.

Das Flaschendesign mit dem “Alerta, Alerta!” rufenden Igel (wie es sich für Igel aus Dresden gehört) bringt eine angenehme Mischung aus Niedlichkeit und Aktivismus mit, die sich auch mit etwas Phantasie im Geschmack wiederfindet. Ich bin rundum zufrieden und denke, ich habe ein neues Lieblingsgetränk für die eher kollektiven Momente im Leben gefunden. Kolle Sache.

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May 27 2012

Matikati

Matikati

Dass es Wachmacherinnen nicht nur zum Trinken gibt, haben wir ja schon des öfteren festgestellt. Nun endlich gibt es die vielversprechende Kombination aus Kakao und Mate in Form einer Schokolade: Die Matikati aus der Metamate.

Die Matikati gibt es als Milchschokolade, vegane Bitterschokolade und mit weißer Schokolade, die durch den satten Anteil von drei Prozent Mate schlicht grüne Schokolade genannt wird. Probiert habe ich die dunkle Variante. Trotz des hohen Kakaoanteils schmeckt die Schokolade großartig weich, leicht süßlich und nicht zu bitter. Unverkennbar ist die herbe Mate-Note, die gerade dann schön hervorsticht, wenn die Schokolade im Mund schmilzt.

Die Schokolade wird in kleiner Manufaktur von Hand hergestellt. Dementsprechend hoch sind die Qualität, aber auch der Preis: Die einzelnen Rippen, die sich hervorragend zum durchprobieren der Sorten eignen, sind für jeweils einen Euro zu haben, ganze Tafeln kosten entsprechend mehr. Entsprechend eignet sich die Schoki auch mehr zum Auf-der-Zunge-zergehen-lassen als zum Futtern.

Die Matikati verdient auf jeden Fall das Prädikat Süßkram mit Hackappeal.

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May 07 2012

Schlaflos durchs Weltall

Schlaflos durchs Weltall

Wir sind wieder wach, nach einer langen, freudenvollen und wunderbaren re:publica. Auf Grund der berüchtigen koffeininduzierten Dysphorie wird es hier aber erstmal kein Review der Veranstaltung oder unseres Talks geben (gegen den Trend!).

Bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Mitschnitt unseres Talks im Netz landet, gibt es unsere Folien als PDF, deren ansehnliche Gestaltung wir demnächst in ein neues Blogdesign umsetzen werden.

Danke an all die Menschen, die unseren Talk besucht, den matematischen Matekuchen probiert, uns in viele spannende Gespräche verwickelt und ausgiebig beflauscht haben.

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April 08 2012

Metamate

Metamate

Gestern bin ich spontan in der Meta Mate gelandet und durfte sogleich beim Eintüten frischer Mate und beim Etikettieren von hellem und dunklem Mier mithelfen, wovon ich als Dankeschön fürs Mithelfen auch eine Tüte mit nach hause nehmen und eine Flasche trinken durfte. Als ausgewiesene Hackerbrausen-Expertin durfte ich auch meinen Senf zu einer experimentellen Matelimonade abgeben.

Die Meta Mate wirklich grandioser Ort, an dem es rund um die Ilex paraguariensis vieles zu probieren, bestaunen und erwerben gibt. Einen Besuch in der Berliner Strassburgerstrasse 16 (Die in Prenzlberg, Google Maps findet unverständlicherweise nur eine in Spandau) kann ich euch wärmstens ans Herz legen.

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March 22 2012

Schlafos durchs Weltall: Hackerbause auf der re:publica

Schlafos durchs Weltall: Hackerbause auf der re:publica

Hurra! Wir (johl und yetzt vom Blog sowie Jana und Moritz vom Quartett) werden auf der re:publica über Hackerbrausen reden und auch ein wenig Hands-on-Hacking betreiben:

Seit fast drei Jahren beschäftigen wir uns auf http://hacker.brau.se mit der magischen Welt koffeinhaltiger und anderweitig bewusstseinserweiternder Erfrischungs- und Genußgetränke und deren Symphatisantensumpf, auch jenseits der großen Player wie Club-Mate und fritz kola. Seit Ende 2011 gibt es unser Wissen konzentriert als Buch bei O’Reilly (“Hackerbrause kurz&geek”) und als Quartettspiel.

Unser Vortrag bietet einen kurzen Flug durch die geschichtlichen Ursprünge der Koffeingetränke und die Entstehung der Hackerbrausenkultur, Analyse der Bedeutung koffeinhaltiger Getränke für den harten Hacker- und Webworkeralltag und die entstehende Ökonomie der Hackerbrausen inklusive aktueller brausepolitischer Fragen.

Dabei dringen wir vor in bislang unerforschte Territorien mit noch unbekannten Koffeinpflanzen und anderen Wachmachern. Koffeinhaltiges Kochen, Backen und Mixen mit Hands-on-hacking-Appeal runden unseren Vortrag ab. Teile des Vortrags werden mit einem hochkomplexen kryptographischen Zufallszahlengenerator (Quartettspiel) dynamisch generiert. Lachen Sie! Staunen Sie! Und vor allem: Werden Sie wach!

 

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February 02 2012

Klackerlaken

Klackerlaken

Zwar nicht koffeinhaltig, aber nicht völlig unrelatiert sind die Klackerlaken (oder Materlaken oder Drinkenlights) von Mey Lean Kronemann: LED-Throwies die die Fähigkeit zum rappeln, klackern und umherwuseln erworben haben und sich besonders gut aus Mateflaschendeckeln und Kolakronkorken bauen lassen.

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December 31 2011

Mate Eigenbrause

Mate Eigenbrause

Der Hackerbrause DIY-Workshop auf dem 28c3 liegt hinter uns. Alle, die es lange genug ausgehalten haben, konnten ein paar Schlucke frischgebrauter Mate probieren. Das Ergebnis war auf jeden Fall zu warm, weil wir nicht genug Zeit zum Kühlen eingeplant hatten. Weil der Tee zu lange gezogen hatte, war die Mate zu herb und insgesamt sehr teeig geraten. Die Lösung könnten Teebeutel sein! Die Süße ist in der Mischung mit Agavensaft, Melasse und Zucker sehr lecker geworden. Etwas mehr Zitronensäure hätte es für meinen Geschmack sein können. Auf jeden Fall ist die selbstgemachte Mate nach dem Rezept von Dave, die wir auch in unserem Buch aufgeschrieben haben, ein guter Ausgangspunkt für weitere Experimente und individuelles Geschmackstuning. Und weil Open Source DIY heißt, von anderen zu lernen, habe ich noch mal das Rezept und eine genaue Anleitung aufgeschrieben, in der schon erste Lehren aus dem Workshop eingeflossen sind.

Eine offene Frage ist noch, ob man das ganze irgendwie klären kann. Wie ihr auf dem Foto seht, ist die Mate ziemlich trüb. Industriell werden meines Wissens nach Gelatine oder Eiweiß zum Klären genommen, was ich jetzt nicht so lecker finde. Vielleicht müssen besonders feinporige Filter zum Einsatz kommen? Oder wir belassen es einfach bei DIY Mate Naturtrüb.

Das “Dave Mate”-Rezept aus dem Buch

Dave-Mate (ergibt etwa 1 Liter)

  • 1 l Wasser
  • 50 ml (3 1⁄2 EL oder 20 g) Teeblätter Yerba Mate
  • 15 ml Agavensirup
  • 15 ml Zuckerlösung
  • 1,25 g (1⁄4 TL) Melasse
  • 1,25 g (1⁄4 TL) Guarana-Pulver
  • 0,6125 g (1/8 TL) Zitronensäure
  • ein Tröpfchen Orangenbitter
  • Auf die Einkaufsliste müssen also folgende Items:

  • eine Tüte Yerba Mate (im Teeladen, Biomarkt oder Reformhaus)
  • Agavensirup (im gut sortieren Supermarkt*, Biomarkt oder Reformhaus)
  • Melasse (im gut sortieren Supermarkt, Biomarkt oder Reformhaus)
  • Guranapulver (im gut sortieren Supermarkt, Biomarkt oder Reformhaus)
  • Zucker (Supermarkt)
  • Zitronensäure (Supermarkt, bei den Backzutaten suchen)
  • Orangenbitter (beim Cocktail-/Barzubehör im gut sortieren Supermarkt)
  • Die Zutaten kosten zusammen zwischen 20 und 30 Euro. Das ist aber der Erstanschaffungspreis, denn die Zutaten reichen für viele Liter selbstgebraute Hackerbrause. Nur den Zucker und Tee müsst ihr mal nachkaufen.

    Mit gut sortiertem Supermarkt sind größere Läden der üblichen Einzelhandelsketten gemeint. Wenn ihr die Sachen dort nicht findet schaut in den Lebensmittel- und Feinkostabteilungen von Kaufhof, Karstatt und co. Oder bestellt die Zutaten im Internet.

    Tools

    Neben den Zutaten müsst ihr auch die richtigen Tools zur Verfügung haben. Nachdem wir das Rezept getestet haben, konnten wir sehen, was man wirklich braucht und was verzichtbar ist:

  • ein großer Topf (Größe je nach Braumenge)
  • kleiner Topf für die Zuckerlösung
  • große Teefilter, in die der Mate-Tee eingefüllt wird
  • Rührlöffel
  • Wasserkocher
  • Herdplatte
  • Thermometer (oder schätzen, wann das Wasser 75° C erreicht hat)
  • Messbecher
  • Waage
  • Schöpfkelle
  • Sodasprudler
  • Trichter
  • Becher, Gläser oder gespülte Flaschen mit Deckel
  • Alles vorhanden? Dann kommen wir jetzt zur Zubereitung, die eigentlich ziemlich einfach ist.

    Zubereitung

    Wasser auf etwa 75 °C erhitzen und darin die Yerba-Mate etwa 5 Minuten ziehen lassen. Am besten füllt man die Teebätter dazu in (mehrere) Teefilter, das erspart umständliches Filtern und sorgt dafür, dass die Blätter nach den 5 Minuten auch aus dem Wasser genommen werden können.
    Für die Zuckerlösung einen Teil Zucker in einem Teil heißem Wasser auflösen. Zusammen mit dem Agavensirup, der Melasse, der Zitronensäure, dem Orangenbitter und dem Guarana-Pulver in den Tee geben und umrühren.

    Jetzt muss die Mischung erst einmal kalt werden. Lange genug warten, den Topf raus oder in einen Bottich voller Eis stellen. Es wird in jedem Fall etwas dauern. Geduld! Wenn das Getränk nicht kalt ist, nimmt es nicht genug Kohlensäure auf.

    Mit einem handelsüblichen Trinkwassersprudler kann man nach dem Abkühlen die Mischung zum Sprudeln bringen. Jetzt kommen also die Schöpfkelle und der Trichter zum Einsatz. Beim Sprudeln solltet ihr ein bisschen vorsichtig sein, um nicht alles zu verspritzen.

    Der Hackerbrause DIY-Workshop auf dem 28c3 liegt hinter uns. Alle, die es lange genug ausgehalten haben, konnten ein paar Schlucke frischgebrauter Mate probieren. Das Ergebnis war auf jeden Fall zu warm, weil wir nicht genug Zeit zum Kühlen eingeplant hatten. Weil der Tee zu lange gezogen hatte, war die Mate zu herb und insgesamt ...

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    Tags: Eigenbrau
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