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March 09 2013

Baola Baobab & Guarana

Baola Baobab & Guarana

Der Glanz, den die Cebit einst ausgestrahlt hat, ist in den letzen Jahren verblasst. Umso überraschter waren wir, dass es in diesem Jahr in Halle 17 zwischen dem neusten Handyhüllen, iPad-Klons und Lüftern und der Lounge des German Mittelstands eine neue Hackerbrause zu entdecken gab. Wir nutzten die Gelegenheit für ein Hintergrundgespräch mit Andreas Triebel über den Baobab-Baum und eine Kostprobe einer brandneuen Baola-Abfüllung.

Seit 2010 versuchen sich Baola am Getränkemarkt. Ihre Limonaden in den Geschmacksrichtungen Baobab-Pur, Baobab-Mango und Baobab-Kirsche sind in Städten wie München, Berlin, Hannover und Hamburg erhältlich und erfreuen sich vor allem bei Anhänger_innen von fairen Produkten wachsender Beliebtheit. Nachhaltigkeit und faires Wirtschaften sind wichtige Stichworte: Als “Social Business” verschreibt sich die in München ansässige gemeinnützige GmbH der Aufgabe, fair gehandeltes und bio-zertifiziertes Baobab-Pulver aus Ländern wie Äthiopien und Kenia zu beziehen. Aber auch die südamerikanischen Mangos, der Rohrzucker und die Kirschen aus der Rhön erfüllen diese Standards. Darüber hinaus sind die trüben Wässerchen auch für Veganer_innen geeignet, da keine Gelatine zur Klärung eingesetzt wird.

Der Baobab, auch als afrikanischer Affenbrotbaum bekannt, übernimmt als Wasserspeicher eine wichtige Funktion im Ökosystem. In Trockenzeiten kann ein Baum seine Umgebung im wahrsten Sinne des Wortes über Wasser halten. Elefanten schlagen mit ihren Stoßzähnen Löcher in den Stamm, um an den im Baum gespeicherten Saft zu kommen. Das Fruchtfleisch, die Samen und die Blätter des Baobab dienen in seinem Verbreitungsgebiet, das von der Sahelzone bis in den Transvaal reicht, als Nahrungsmittel. Die Blätter kann man als Gemüse nutzen, die Samen werden zu Öl verarbeitet und das Fruchtfleisch ist besonders reich an Vitamin C, B und Kalzium. Das Fruchtfleisch, zu einem Pulver verarbeitet, ist die Grundlage der Baola-Limonaden. Die Vermarktung von Baobab-Produkten soll jetzt auch in Europa eine gesunde Nachfrage nach den Früchten erzeugen, so dass mehr dieser langsam wachsenden, aber für das Ökosystem so wichtigen Bäume angepflanzt werden.

Für 2013 hat man sich vorgenommen, auch in der Produktsparte Wachheit etwas anzubieten. Baobab & Guarana wurde rechtzeitig zur Cebit erstmalig abgefüllt. Angepeilt sind Energydrink-würdige 32 mg/100 ml Koffein. Was genau in der ersten Abfüllung der Guarana-Baola steckt, muss noch von einem Forschungsinstitut analysiert werden. Die Süße ist mit 4,3 g Zucker auf 100 ml angenehm gering. Der erste Schluck löst entsprechend keine Geschmacksexplosion aus, macht aber neugierig auf mehr. Herber als Mate, aber nicht so herb wie Skull. Am Ende erinnert mich das Ganze vage an eine nicht so süße Apfelsaftschorle mit dem gewissen Extra. Der Guarana-Extrakt entfaltet seine Wirkung langsam, aber deutlich merkbar. Hackerbrause-Enthusiast_innen, die mit der knallsüßen Gummibärchenbrause nichts anfangen können und etwa stärkeres als Mate suchen, sollten mit der Baobab & Guarana genau das richtige finden.

Außer der Limonade vertreibt Baloa noch weitere Baobab-Produkte, darunter das Pulver aus den Früchten direkt in der Tüte, das dann als Bindemittel verwendet werden kann oder einfach in Joghurt eingerührt oder auf Gemüse gestreut wird. Das könnte ein guter Hack sein, um die Frühstückspizza mit Vitaminen und Kalzium anzureichern.

Beziehen kann man Baola-Limonade im innvationsfreudigen Fachhandel, aber auch über den Onlinestore für 18,90 Euro + Versand für zwölf 0,33l-Mehrwegglasflaschen einer Sorte. Wer auch die koffeinfreien Sorten ausprobieren möchte, kann zum Probiermix greifen. Noch ein bisschen Pulver, Creme und Öl mitbestellen lohnt sich, denn ab 50 Euro ist der Versand frei.

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July 06 2012

Nuka Cola

Nuka Cola

WAR, War never changes.
Mit diesen Worten beginnt die Geschichte von Fallout, die den Spieler in eine postapokalyptische Dystopie unserer eigenen Welt entführt. Nahezu die komplette Erde wurde durch einen Atomkrieg im Jahre 2077 verwüstet und die wenigen, die nicht sofort verbrannten oder den Strahlentod starben, mussten in einer lebensfeindlichen und todbringenden Welt überleben. Weite Teile des Planeten wandelten sich in Ödland, und der (namensgebende) Fallout verteilte die Radioaktivität in jeden Winkel der Erde. Doch jene, die all die Widrigkeiten überlebten, begannen irgendwann den Versuch eine neue Zivilisation aufzubauen. Bald schon erhoben sich die ersten kleinen Siedlungen aus der atomaren Asche.

Fallout (Computerspiel) – Wikipedia

Wenn eine Hackerbrause gleichzeitig ein Item in einem Computerspiel ist und die Kronkorken in der postapokalyptischen Welt der Hintergrundstory als Zahlungsmittel eingesetzt werden, dann kann man das Getränk mit Fug und Recht als dreifach nerdig bezeichnen.

Dankenswerterweise hat uns die gar nicht fiktionale Nuka Cola Company aus den Weiten des Internets drei Flaschen zur Probe zugesendet, weswegen wir in den Überresten einer in Berlin abgestürzten Raumstation  zur Verkostung schreiten konnten.

Es gab: Nuka Cola Classic, Nuka Cola Victory und Nuka Cola Quantum. Um das Ergebnis vorwegzunehmen: Zweimal “naja, geht so” und einmal trafen wir tatsächlich auf ein durchaus interessantes Postapokalyptus-Bonbon für Cola-Bären.

Nuka Cola Classic ist keine Cola, die uns geschmacklich überzeugte. An leckere Markencolas wie Afri oder Vita reichte der flache, uninspirierte Geschmack nicht heran, von engagierten Indie-Brausen wie Premium ganz zu schweigen. Die Cola kommt recht bland daher und erinnert im Abgang an River Cola — eine klassische Supermarktbrause für Menschen, die auch mit Coca-Cola zufrieden wären.

Nuka Cola Victory leidet leider unter der gleichen geschmacklichen Ausdruckslosigkeit. Eine Brause mit Fruchtextrakt und echtem Ginseng — da wäre mehr drin gewesen. Als Sammlerstück (die “Victory”-Variante ist immerhin im Computerspiel eine der selteneren) okay, aber geschmacklich hatten wir in diesem Blog durchaus schon bessere Getränke. Dabei schmeckt Victory nicht schlecht oder gar ekelhaft; es verbleibt einfach ein gewisser uninspirierter Geschmack im Mund, der sich am treffendsten mit “meh!” zusammenfassen lässt.

Nuka Cola Quantum ist streng genommen gar keine Cola, sondern ein Energydrink und verströmt beim Öffnen auch den typischen Geruch. Da wir gegenüber Energygetränken traditionell eher kritisch eingestellt sind, waren die Erwartungen nicht besonders hoch, doch dann… Hoppla! Quantum leuchtet nicht nur blau im Schwarzlicht (“Was ist das?” – “Blaue Cola!” – “Und was macht sie?” – “Sie leuchtet blau!”), sie schmeckt auch irgendwie anders. Unsere Vermutung ist, dass so ein Energydrink schmeckt, der ohne das sonst unvermeidliche Taurin auskommt — ganz ohne die sonst übliche Gummibärenhaftigkeit kann sich das leicht kräftige Aroma des Guaranas entfalten. Quantum überrascht jedenfalls und könnte durchaus geschmacklich als Referenz für Energydrinks herhalten.

Zweimal (geschmacklich) Daumen runter, einmal unerwartet ein Daumen rauf — aber seien wir ehrlich, die meisten Menschen werden Nuka Cola nicht allein wegen des Geschmacks bestellen (ausserhalb des Internets dürfte es dieses Getränk noch nicht geben), sondern als Geschenk für Gamer oder zur Vorbereitung auf die verstrahlte Welt nach dem nächsten Atomkrieg.

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July 02 2012

Colas aus Österreich

Colas aus Österreich

Bei einem Supermarkteinkauf im Land des roten Bullen habe ich mich in der Getränkeabteilung nach leckeren Hackerbrausen umgeschaut, die es in Deutschland nicht gibt. Fündig bin ich bei den Colas geworden und habe je eine Dose S Budget Engery Cola und Black Jack Cola mitgenommen. Ersteres ist eine Eigenmarke von Spar. Eine Cola mit 26 mg Koffein auf 100 ml, die dazu noch Taurin und Guranaextrakt enthält. Die Budget Energy Cola wird in 250 ml Dosen verkauft, deren Design in erster Linie Sparsamkeit symbolisieren soll. Die Black Jack Cola dagegen kommt in einer schwarzen 0,33l Dose daher. Auf der Dose erfahren wir leider nichts über den Koffeingehalt, und auch der Blick auf die Website bleibt ergebnislos. Gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen. Nur irgendwas mit Flash, Autoplay und flacher Werbung für die männliche Zielgruppe (“Ein Mann muss tun was ein Mann tun muss!”).

Beim Geschmackstest hinterlässt Black Jack Cola keinen positiven Eindruck. Die Cola schmeckt klebrig-süß und ist nicht besonders aromatisch. Sie besticht weder durch ihre Würze noch durch die Säure. Ich gehe davon aus, dass der Koffeinerhalt irgendwo um die 20 mg/100 ml liegt. Eine Mackerbrause, die man ruhigen Gewissens im Regal stehen lassen kann.

Der erste Schluck aus der Budget-Dose dagegen ist “huiiiii!”. Das schmeckt anders als herkömmliche Colas. Aber schmeckt es gut? Lasst es mich so sagen: Während die Mischung aus Cola und Mate – wie von yetzt neulich beschrieben – ziemlich mau ist, kommt bei Energy + Cola wenigstens was raus. Das Ergebnis ist erwartungsgemäß ziemlich süß und eigen(artig), auch wenn das Gummibärchenaroma mit Cola als Gegenspielerin nicht ganz so penetrant ist wie bei reinen Energiedrinks. Trotzdem würde ich sagen, dass Leute, die Energiedrinks nicht mögen, auf Dauer auch an dieser Variante keine Freude finden werden. Was denn Hallo-Wach-Effekt angeht lohnt sich der Kauf aber auf jeden Fall. Taurin, Koffein, Guarana und Zucker machen sich schnell bemerkbar.

Fazit: Die Black Jack Cola kann man getrost im Regal stehen lassen, die Budget-Energy-Cola sollten neugierige und müde Menschen mal probieren, wenn sie an einem österreichischen Spar vorbei kommen.

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May 21 2012

BioZisch Nature Energy, Mad Bat Bio Energy, IXSO

BioZisch Nature Energy, Mad Bat Bio Energy, IXSO

Noch immer ein recht neues Segment sind Energydrinks aus dem Bioladen. Doch taugen die Ackerbrausen zu Hackerbrausen? Drei derzeit verfügbare Getränke mit Biosiegel und der Zielgruppe Wachbleibende wurden getrunken.

Wenn auch kein Energy-Drink, ein spannendes Getränk ist auf jeden Fall IXSO, in dessen Herstellungsprozess Gerstenmalz fermentiert wird. Dementsprechend ist auch der Geschmack malzig-herb, was nicht so ganz zum Apfel-Trauben-Geschmack passen will. Bitter-Sauer und im Nachgang etwas staubig wirkt das Ganze ziemlich unruhig. Der Koffeingehalt ist eher gering und wird nicht ausgewiesen, die unbepfandete Dose mag nicht so ganz ins Bio-Konzept passen.

Im dosenförmigen Getränkekarton daher kommt Der Bio-Energydrink namens Mad Bat. Mit 26mg/100ml liegt der Koffeingehalt nur knapp über dem üblicher Koffeinbrausen, der Geschmacknote befindet sich irgendwo zwischen Tee und Traubensaft mit leichtem Guarana-Einschlag. Kohlensäure ist kein drin, daher wirkt das Getränk nicht nur herb-süßlich sondern auch ziemlich fade.

BioZisch nature energy befindet sich in der bewährten Longneckflasche und ist mit 32mg/100ml als einziges Getränk der Runde ebenso koffeinhaltig wie herkömmliche Energy-Drinks. Das Koffein kommt aber wohl vollständig aus Mate und Guarana Gummibärchengeschmack steckt auch hier nicht drin, im Gegenteil: die Brause ist bitter und herb mit sehr subtilem Traubensüßeeinschlag, geschmacklich geht es in Richtung Grapefruit-Ingwer. Die Zutatenliste ließt sich wie ein Amoklauf durch den Kräutergarten: Zitronengras, Wermut, Brennessel, Rosmarin, Kakaoschalen, Eukalyptus, Acerola… Die Wilde Mischung schmeckt nur leider garnicht, ein wenig Rohrzucker oder zumindest Agavensaft würde dem Getränk sehr gut tun. Was das einsame Facebook-Logo auf dem Etikett soll ist im übrigen völlig unklar.

Quo vadis, Bio-Energydrinks? Nun, immerhin ist keine Herstellerin bislang in die Gummibärchenfalle getappt, auch zu süß sind die Getränke nicht und von gustatorischer Homöopathie kann keine Rede sein. Überzeugend ist allerdings keine der Brausen. Hier hat der Biosektor noch immer einiges zu lernen.

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April 07 2012

Schweizer Oster-Edition

Schweizer Oster-Edition

Zur Zeit findet in Basel (Schweiz) die jährliche CCC-Veranstaltung EasterHegg statt. Einen Grund mal in den nächsten coop zu gehen und nach Getränken Ausschau zu halten. Die Auswahl ist sehr mau. An Nischenbrausen gibt es hier nichts, nur das übliche Programm der Platzhirschen. In der Ecke der Energy-Drinks sind mir nur zwei unbekannte dosenähnliche Pappbehälter in die Hände gefallen.

C-ICE wirbt mit dem Slogan “Swiss Cannabis Ice Tea ist der Kult-Drink mit dem feinen Duft erstklassiger Schweizer Hanfblüten”. Das Getränk von thurella ist auf Schwarzteebasis mit 5% Anteil eines Sirup aus Hanfblütenaroma aufgesetzt. Geschmacklich kommt es dem bekannteren Lipton Ice-Tea nahe. Der Hanfblütenextrakt ist nicht raus zu schmecken. Einen Wachmacherkick gibt es durch das Getränk nicht.

Das andere Getränk, der “bio Botanic Energy” ist eine Hausmarke von coop. Der Hersteller ist die Holderhof Produkte AG, die dieses Getränk nicht auf ihrer Webseite listet – aber dafür einen alten Bekannten, den “Alpen Yod’l”, der bereits im Februar 2011 von uns getestet wurde. Aufgrund des ähnlichen Geschmacks durch Guarana-Zusatz und der gleichen Menge von 32g/100ml Koffein ist sehr stark davon auszugehen, dass coop eine No-Name Abfüllung des “Alpen Yod’l” verkauft. Die Abfüllung findet übrigens in Österreich statt.

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March 09 2012

halal

halal

Hier trifft sich also muslimische Tradition mit der westlich verorteten Leistungs- und Partykultur: Wo, wenn nicht in Kreuzberg lässt sich ein so wunderbares kuturelles Mashup finden wie ein Energy-Drink namens halal. Das zertifiziertermaßen nach islamischem Recht gestattete Getränk wird in der Schweiz produziert und ist derzeit in mehreren Berliner Spätis zu bekommen.

Das Dosedesign ist wunderbar schlicht, lediglich der Name des Getränks weist in pseudoarabischen Lettern auf das Alleinstellungsmerkmal der Brause hin. Ein Werbeplakat zum Getränk fasst es zusammen mit den Worten “Einfach erlaubt!”

Doch schmeckt ein halaler Energy-Drink anders als das unzertifizierte Leitkulturpendant? Nicht im geringsten. Kein Wunder, denn die Zutaten sind die selben wie in anderen Energy-Drinks auch. Halal hebt sich geschmacklich nicht von anderen Gummibärchenwässerchen ab.

Lässt sich trinken und wirkt, wieso also nicht? In irgendwelchen Gefährderdateien islamismusparanoider Innenminister stehen überwachungskritische Netzeingeborene ja vermutlich sowieso schon. Wer also statt in der Macchiato-Taverne mal im Shisha-Café das Internetz vollschreiben möchte, findet mit diesem Wachmacher womöglich ganz neue Freunde.

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February 13 2012

Lidl mixxed up Fire und Ice

Lidl mixxed up Fire und Ice

Wir lieben Rezensionen, die uns unverlangt eingesandt werden! Besonders toll, wenn sie dann noch von … sagen wir mal … Prominenten verfasst werden, wie dem Berliner Hacker und Abgeordneten Simon Kowalewski, der sich schon seit einiger Zeit beschwert, dass Energydrinks bei uns nicht ganz so gut wegkommen. Also hat er uns etwas geschrieben.

 

Mit Lidl verbindet mich eine Hassliebe: Ihre Eigenmarke “mixxed up” bringt immer wieder spannende Hackerbrausen in die Welt, die nach kürzester Zeit, man schafft es gerade so, abhängig zu werden, abverkauft und vergriffen sind. Also Beispiel soll die “Strong Cola” von vor einigen Monaten dienen, die mit 30mg Koffein pro Schluck die üblichen Platzhirsche locker auf die Ränge verwies und dennoch in der 1,5-Liter-Flasche weniger als 1 Euro kostete.

Die Hassliebe, die mich mit Lidl verbindet, geht natürlich noch weiter. Aber ich denke, dass die ganze Thematik inzwischen schon lange genug köchelt, dass sich jeder eine eigene Meinung bilden konnte. Ich mag meinen Kiezlidl sehr gerne, wegen der Produkte, aber auch wegen der Menschen, die dort arbeiten, die vermutlich bei keinem anderen “normalen” Supermarkt einen Job bekommen hätten und einfach eine tolle Stimmung im Laden machen. Gebeutelt wirken sie jedenfalls nicht, und das habe ich z.B. bei Alnatura schon ganz anders erlebt…

Jetzt gibt es bei Lidl zwei Neuzugänge, die vermutlich auch bald wieder von den Paletten verschwunden sein werden: “Energy Drink Fire” und “Ice”. Sie werden in den vom Dauersortiment-Energy-Drink bekannten Fläschchen á 330ml verkauft, haben, wie dieser, die Maximalkoffeindosis von 32mg/100ml und kosten mit 39 Cent plus Pfand 5 Cent mehr als das Normalzeug. Der Geschmack ist aber genial und hebt sich von der Masse der Energiegetränke ab: Fire schmeckt fruchtig nach Kranbeere und hat im Abgang eine wohlige Chili-Schärfe zu bieten, Ice ist auffallend sauer und sogar leicht mentholig. Das Gummibärchensaft-Aroma bleibt hingegen deutlich im Hintergrund.

Also zwei Daumen, einen warmen und einen kalten, hoch, und ich würde fast sagen, ich hätte meine neue favorisierte Vitamin-B12-Quelle gefunden, wenn es hier nicht wieder heißen würde: “Bevorraten Sie sich”.

Danke, Simon!

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November 12 2011

Red Bull Red, Blue und Silver Edition

Red Bull Red, Blue und Silver Edition

Der Energydrink-Marktführer Red Bull versucht sich an einer Erweiterung seiner Produktpalette und wirft in Österreich eine Special Edition auf den Markt. Die haben wir natürlich ausprobiert.

Heidelbeere klingt am wenigsten schlimm und wird daher als erstes einem Versuch unterzogen. Der Dose entströmt nach dem öffnen ein süßliches Aroma, das durchaus etwas an Heidelbeere erinnert. Der Geschmack ist leicht süßlich, das versprochene Heidelbeer-Aroma schmeckt auch leicht durch. Insgesamt ist der Geschmack beim Trinken ein wenig flach, intensiver ist aber vor allem der leicht säuerliche Nachgeschmack.

Die Rote Dose, die nach Kranbeere schmecken soll, tut dies auch. Erstaunlicher Weise trinkbarer als die ungenießbar sauren Cranberries es vermuten lassen. Viel von der roten Billigfrucht, die in der Lebensmitteltechnik auch gerne mal für Kirschgeschmack benutzt wird, kann also nicht drin stecken. Der Geschmack ist ähnlich süßlich wie jener der Heidelbeerdose, der saure Nachgeschmack einen Hauch weniger intensiv.

Zu guter Letzt noch die silberne Dose mit Limettengeschmack. Die schmeckt nur einen Hauch nach Limette, dafür unerwartet Herb; erstaunlich lecker und meinem Geschmacksempfinden nach die trinkbarste der drei Sorten.

Eigentlich sind diese experimentellen Geschmacksrichtungen aus dem Haus des roten Wasserbüffels eine spannende Entwicklung jenseits des Gummibärchengeschmacks, jedoch sind die Geschmäcke der Sonderdosen nicht so innovativ und vollmundig wie bei Red Bull Simply Cola, sondern eher eine fast etwas lieblose Variation von Koffeinbombe und Fruchtgeschmack. Wie auch immer, wer Energy-Drinks sucht, die zumindest mehr nach Frucht als nach Energy-Drink schmecken, liegt mit diesen Koffeinlimonaden richtig.

Danke an Georg fürs Zuschicken.

Der Energydrink-Marktführer Red Bull versucht sich an einer Erweiterung seiner Produktpalette und wirft in Österreich eine Special Edition auf den Markt. Die haben wir natürlich ausprobiert. Heidelbeere klingt am wenigsten schlimm und wird daher als erstes einem Versuch unterzogen. Der Dose entströmt nach dem öffnen ein süßliches Aroma, das durchaus etwas an Heidelbeere erinnert. Der ...

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October 01 2011

Monster Energy

Monster Energy

Ein weiterer Energy-Drink der neuen Generation nennt sich Monster Energy. Die üblich gewordene Halbliterdose kommt in schwarz daher und hat sogar etwas Mathematik parat:

“Wir sind runter ins Labor und haben die zweifache Menge unseres Energy- Gebräus aufgekocht! Die dabei entstandene Killermischung kickt deshalb doppelt so stark wie andere 250ml Energy Drinks”

Wow. Ein halber Liter hat doppelt so viel Koffein wie ein Viertelliter mit dem selben Koffeingehalt von 32mg/100ml. Ich muss zugeben: die haben in der Grundschule aufgepasst.

Monster pusht dich mit einem fetten Kick, hat aber einen fetten Geschmack, und lässt sich ganz leicht runterschütten.

Das Gebräu schmeckt erstmal ungewöhnlich süß-fruchtig-karamellig, erinnert mehr an Kaugummi oder Root-Beer als an Gummibärchen und hat einen Nachgeschmack zwischen Taurin und Kinderzahnpasta. Auch diese Dose wirbt mit Guarana, obwohl nur eine mogelpackungsverdächtige geringe Menge “Guaranasamenextrakt” drin steckt, die mit 0,002% angegeben ist. Guaranageschmack: Null.

Der Straßenpreis von 1,60 Euro ist für die Halbliterdose fällt nicht groß aus dem Rahmen, die Webseite zur Brause ist völlig Informationsfrei und richtet sich mit Sport, Bands, Prominenten und sexualisiert gekleideten Damen wohl an eine heteronormativ-männlich sozialisierte Zielgruppe. Geschmacklich ist das Monster keine große Leuchte und als Hackerbrause eher untauglich.

 

Ein weiterer Energy-Drink der neuen Generation nennt sich Monster Energy. Die üblich gewordene Halbliterdose kommt in schwarz daher und hat sogar etwas Mathematik parat: \"Wir sind runter ins Labor und haben die zweifache Menge unseres Energy- Gebräus aufgekocht! Die dabei entstandene Killermischung kickt deshalb doppelt so stark wie andere 250ml Energy Drinks\" Wow. Ein halber ...

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Relentless (Origin)

Relentless (Origin)

Einer der derzeit wohl am liebsten getrunkenen Energy-Drinks nennt sich Relentless und kommt aus dem unbarmherzigen Hause Coca-Cola.

Die in Hipsterfraktur gehaltene Halbliterdose ist theoretisch wiederverschließbar, falls der Plastikverschluß beim Öffnen nicht in zwei Teile zerspringt und dann die innere Hälfte munter in der Brause badet. Aus dem Plastikteil zu trinken fühlt sich einfach nur falsch an. Könnte mal wer die Produktdesigngeniuses darauf hinweisen, dass es für genau diese Funktion Flaschen gibt?

Der erste Schluck geht in Richtung der üblichen Gummibärchennote, doch dann: Nichts. Leicht sauer mit Taurineinschlag, aber irgendwie auch völlig geschmacklos. Keine Frucht, keine Süße, keine Elektrolyte, nicht mal das sonst so markante Guarana, das immerhin in verkaufsargumentativen Spuren enthalten sein soll. Als wäre das Ganze die DIN-genormte Grundsubstanz eines Energy-Drinks und in der Füllanlage wäre vergessen worden, die Unterscheidungsmerkmale beizumengen. Der originelle Sortenname Origin trifft also zu und eine Brause die mal angenehm nach nicht schmeckt ist durchaus nicht uninteressant.

Kaum zu erwähnen, dass auch dieser Halbliterbomber die üblichen 32mg/100ml an Koffein mitbringt.  Eine Hackerbrause aus dem Coca-Cola-Imperium? Die Zahlen sprechen dafür, das Herz eher dagegen. Wer sich ohne die Geschmacksnerven zu reizen erbarmungslos wach knallen möchte, ist mit dieser Brause aber gut beraten.

Einer der derzeit wohl am liebsten getrunkenen Energy-Drinks nennt sich Relentless und kommt aus dem unbarmherzigen Hause Coca-Cola. Die in Hipsterfraktur gehaltene Halbliterdose ist theoretisch wiederverschließbar, falls der Plastikverschluß beim Öffnen nicht in zwei Teile zerspringt und dann die innere Hälfte munter in der Brause badet. Aus dem Plastikteil zu trinken fühlt sich einfach nur ...

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September 25 2011

Rockstar Recovery (Zitrone)

Rockstar Recovery (Zitrone)

Derzeit wüten wir sogar etwas im Lager der eher skeptisch betrachteten Energy-Drinks. Meinen Selbstversuch mit Rockstar Recovery möchte ich euch nicht vorhenthalten.

Den Lacher vorweg: It’s got Electrolytes. So steht es in werbender Form auf der Dose. Und in der Tat schmeckt Die Rockstar-Brause so, wie ich mit Brawndo vorstelle: Dünn, kohlensäurelos und chemiezitronensauer. Die 3% Zitronensaft aus Zitronensaftkonzentrat haben mir dabei ganz schön auf den Magen geschlagen und für stundenlanges Sodbrennen gesorgt.

Der Koffeingehalt von Energydrinktypischen 32mg/100ml ist auf die Halbliterdose gerechnet zwar eine ganz schöne Menge, doch eine Hackerbrause würde ich dieses reizende Hipstergetränk nicht nennen. Dann doch lieber Klowasser.

Derzeit wüten wir sogar etwas im Lager der eher skeptisch betrachteten Energy-Drinks. Meinen Selbstversuch mit Rockstar Recovery möchte ich euch nicht vorhenthalten. Den Lacher vorweg: It\'s got Electrolytes. So steht es in werbender Form auf der Dose. Und in der Tat schmeckt Die Rockstar-Brause so, wie ich mit Brawndo vorstelle: Dünn, kohlensäurelos und chemiezitronensauer. Die ...

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September 18 2011

Umfrage: Was ist euer Lieblingsenergydrink?

Umfrage: Was ist euer Lieblingsenergydrink?

Auch wenn unsere letzte Umfrage noch etwas läuft, hier schon wieder die nächste, aber auch letzte: wir möchten gerne wissen, welchen Energy-Drink ihr am liebsten trinkt. Die edle Flügelbrühe oder das Alkoholmischsubstitut vom Discounter? Lasst es uns wissen!

Auch wenn unsere letzte Umfrage noch etwas läuft, hier schon wieder die nächste, aber auch letzte: wir möchten gerne wissen, welchen Energy-Drink ihr am liebsten trinkt. Die edle Flügelbrühe oder das Alkoholmischsubstitut vom Discounter? Lasst es uns wissen!

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September 14 2011

ONe – The Functional Drink

ONe – The Functional Drink

“Ideal zum Mixen” soll dieser Drink sein, laut Homepage. Das so angepriesene Getränk versteht sich als “coffeinhaltiges Erfrischungsgetränk auf Pflanzen-Vitamin-Basis” und enthält unter anderem die Vitamine B und C sowie Guarana-Koffein. Nach einem ernüchternden Blick auf die Zutatenliste sieht mensch dann doch, dass es sich eher um ein Getränk auf Wasser- und Zuckerbasis handelt, wie so viele.

Aber nun zum Geschmack – “Öm” oder “Nöm”, das ist hier die Frage! Nach dem Öffnen verströmt ein süßlicher Gummibärchen(?)-Geruch, wie nach dem Öffnen von Red Bull. Leider/zum Glück habe ich schon lange keinen Red Bull mehr getrunken, so dass mir nur ein vager Vergleich möglich ist. Beim Kauf von ONe dachte ich erst, es wäre eine Brause, aber es ist anscheinend doch ein Energy Drink – oder? Riecht und schmeckt jedenfalls so. Aber wieviel Koffein ist drin? Steht nicht auf der Flasche, ist also nicht kennzeichnungspflichtig, somit wohl unter 15mg/100ml (§47a LMBG). Red Bull hat da schon eher 32mg/100ml. Es ist also eher wie ein Energy Drink ohne viel Energy. Hmmm.

Fazit: schmeckt nicht besonders, hat nicht besonders viel Koffein und die Aufmachung als Nahrungsergänzung klappt irgendwie auch nicht – ich werde hier in meiner Meinung bestätigt. Die Flasche hat inklusive Pfand 1,50 Euro gekostet (bei meinen Dealer Fulda-Getränke). Vielleicht hol ich mir bei Bedarf nach einer Mischkomponente für die nächste Party doch lieber die 1-Liter-Energie-Drink-Flasche von Netto. Prost!

\"Ideal zum Mixen\" soll dieser Drink sein, laut Homepage. Das so angepriesene Getränk versteht sich als \"coffeinhaltiges Erfrischungsgetränk auf Pflanzen-Vitamin-Basis\" und enthält unter anderem die Vitamine B und C sowie Guarana-Koffein. Nach einem ernüchternden Blick auf die Zutatenliste sieht mensch dann doch, dass es sich eher um ein Getränk auf Wasser- und Zuckerbasis handelt, ...

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September 05 2011

Afri Power

Afri Power

Ein Cola-Energydrink auf dem Hause Afri verspricht mehr Koffein (32mg/100ml) bei Afri-typischem Geschmack. Das Getränk, derzeit noch als Afri Red im Handel, demnächst aber wohl umbenannt in Afri Power, muss natürlich getestet werden.

Schon der Geruch nach dem Öffnen ist säuerlich, der erste Schluck ist ernüchtentd: Sauer! Dosengeschmack! Wah! Das Geschmackserlebnis ist völlig missglückt und hängt irgendwo zwischen biligem Energydrink und Multivitamintablette. Dass das Getränk nach Cola schmecken soll, ist allenfalls zu erahnen. Im Gaumen zwickt ein komischer Nachgeschmack. Die Gewöhnung nach ein paar Schlucken macht die Pansche zwar halbwegs schmerzfrei trinkbar, doch auch das schicke schwarz-rote Dosendesign und die schlauen Slogans machen dieses Gebräu nicht lecker.

Alles steckt in Afri-Cola scheint hier zuzutreffen. Afri Red schmeckt nach allem, aber nicht gut. “Mit fruchtiger Note” in your Face! Afri scheint die Marke der Fehlentscheidungen zu bleiben. Statt eines puren Colageschmacks wird hier mit Energydrinkkomplex eine Lohas-Partypeople-Zielgruppe angesprochen, die mit Widerlichkeiten eigentlich schon überversorgt ist. Furchtbar! Statt der dreiundzwanzigeckigen Palme ausnahmsweise mal treu zu bleiben, wird hier auf einen Zug aufgesprungen, der mehr Castortransport als Orientexpress ist und schon bei Spezi Energy an die Wand gefahren ist.

Lange habe ich nichts ähnlich enttäuschendes mehr im Mund gehabt. Warum tun Menschen sowas? Gibt es kein internationales Übereinkommen gegen solche Grausamkeiten? Ich prangere das an!

Afri Power eignet sich höchstens als Mutprobe auf ansonsten langweiligen Parties. Wer kein Alternative hat, sollte die Dose schnell in sich hinein kippen und möglichst von der Zunge fernhalten. Um den Geschmack wieder loszuwerden trinke ich nun eine Flasche Skull.

Ein Cola-Energydrink auf dem Hause Afri verspricht mehr Koffein (32mg/100ml) bei Afri-typischem Geschmack. Das Getränk, derzeit noch als Afri Red im Handel, demnächst aber wohl umbenannt in Afri Power, muss natürlich getestet werden. Schon der Geruch nach dem Öffnen ist säuerlich, der erste Schluck ist ernüchtentd: Sauer! Dosengeschmack! Wah! Das Geschmackserlebnis ist völlig missglückt und ...

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July 16 2011

Volt Cola

Volt Cola

Nicht nur eine Hommange, sondern die mehr oder minder offizielle Nachfolgerin der legendären Jolt Cola hört auf den Namen Volt Cola und wird vom ehemaligen Jolt-Importeur vertrieben.Beeindruckender Weise wurden hier alle Register gezogen um Volt Cola zur durchschlagenden Wachmacherin aufzubauen. Der Koffeingehalt wurde auf Energydrink-übliche 32mg/100ml erhöht statt einer 0,3er-Dose kommt Volt Cola in einer 0,5er Dose daher. Der Zuckeranteil entspricht eher dem späteren Jolt-Rezept, mit fast 12% Zuckeranteil (gegenüber etwa 11% in der späten Jolt) sorgt nur noch der gesteigerte Koffeingehalt für eine nicht allzu pappige Süße. Die Anleihen an der Legende Jolt sind ansonsten auch geschmacklich recht gut gelungen.

Im Webshop des Herstellers ist Volt bei entsprechender Menge für pfandfreie 1,09 EUR je Dose unheimlich günstig, im Einzelhandel dürfte der Preis aber um einiges höher ausfallen. Volt Cola verkörpert den Geist einer vollblütigen Hackerbrause. Wer also ein Substitut zum Backen der berüchtigten Jolt Pancakes sucht, ist auch mit Volt gut beraten.

3 Dosen Volt wurden uns dankenswerter Weise vom Hersteller zugeschenkt.

Nicht nur eine Hommange, sondern die mehr oder minder offizielle Nachfolgerin der legendären Jolt Cola hört auf den Namen Volt Cola und wird vom ehemaligen Jolt-Importeur vertrieben.Beeindruckender Weise wurden hier alle Register gezogen um Volt Cola zur durchschlagenden Wachmacherin aufzubauen. Der Koffeingehalt wurde auf Energydrink-übliche 32mg/100ml erhöht statt einer 0,3er-Dose kommt Volt Cola in ...

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June 07 2011

Französische Energydrinks

Französische Energydrinks

Bei einem kurzfristigen Frankreichaufenthalt überkam mich der Wunsch nach einer koffeinhaltigen Erfrischung. Club-Mate gibt es dort leider nicht und wunderbare Hackerbrausen auch nicht. Jedoch ist das Coca-Cola Sortiment etwas größer und bietet neben der altbekannten Vanille- und Cherry-Coke auch welche mit den Geschmacksrichtungen Orange und Limette.
Im Energy-Drink-Regal gab es dann zwei Dosen zu entdecken, die ich in Deutschland noch nicht sah. Auf dem Bild zur linken ist “Guarana Force” zu sehen. Der Hauptbestandteil ist – wie der Name vermuten lässt – Guarana. Dementsprechend ist der Koffeingehalt mit 15mg/100ml nicht ganz so hoch. Das rechte Getränk trägt den Namen “Taurine Force”. Dem Logo nach zu urteilen ist es ein Eigenprodukt der Supermarktkette “Carrefour”, wo diese Getränke gekauft wurden. Mit den 32mg/100ml Koffein und sehr viel Taurin kommt es geschmacklich sehr nah an Red Bull ran.
Zumindest das Guarana Force lässt sich als kleiner Wachmacher gut gekühlt am Mittelmeerstrand genießen. Aber beim Wein kennen sich die Franzosen besser aus.

Bei einem kurzfristigen Frankreichaufenthalt überkam mich der Wunsch nach einer koffeinhaltigen Erfrischung. Club-Mate gibt es dort leider nicht und wunderbare Hackerbrausen auch nicht. Jedoch ist das Coca-Cola Sortiment etwas größer und bietet neben der altbekannten Vanille- und Cherry-Coke auch welche mit den Geschmacksrichtungen Orange und Limette. Im Energy-Drink-Regal gab es dann zwei Dosen zu entdecken, ...

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May 19 2011

Landidyllengeschmacksprobe

Landidyllengeschmacksprobe

Am vergangenen Wochenende kam durch einen glücklichen Zufall das Team dieses Blogs wieder ein Mal vollständig zusammen, genauer gesagt in der ländlichen Idylle des Ortes Hüll nahe der Elbe zwischen Hamburg und Nordsee. An die energiereiche Versorgung mit Club-Mate wurde vorbildlich gedacht, aber wir wollten euch auch etwas neues präsentieren. Somit führte uns der Weg in den nächstbesten Supermarkt, um zu erkundschaften, welche Energy-Drinks die Dorfjugend zu sich nimmt, die nicht in dem privilegierten Status ist, in einer Stadt mit eigener Hipster-Brause aufzuwachsen. Im Einkaufsbeutel landeten:

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v.l.n.r. yetzt, Pylon, ihdl, johl

Dr Pepper

Kommen wir zu den Klassikern unter den Kolas. Komischerweise haben wir Dr Pepper bisher noch nicht getestet gehabt, dabei gibt es das Getränk in den USA bereits seit 1885! Ursprünglich wurde das beinhaltende Koffein aus der Kola-Nuss gewonnen, heute ist es wie oft üblich natürliches oder synthetisches Koffein. Geschmacklich lässt sich Dr Pepper nur sehr schwer einordnen. Auf der deutschen Umverpackung des bei Schweppes hergestellten Getränks wird es leider nicht so deutlich – auf der amerikanischen Flasche ist eine umkreiste 23 zu sehen. Diese steht für die Anzahl der verschieden Geschmacksstoffe im Getränk. Man könnte auch meinen, dass damit die Dauer in Stunden gemeint ist, wie lange die Geschmacksnerven gekillt sind. Nichtsdestotrotz, hauptsache es ist laut FAQ Kosher.

Wie viel Koffein in Dr Pepper steckt, ist schwer zu sagen. Offiziell ist nichts zu finden. Es gibt einige Tabellen in den USA, die es mit 41mg/8.2 fl oz angeben. Umgerechnet wären das etwa 17mg/100ml, was dann jedoch über den in der EU kennzeichnungspflichtigen Wert von 15mg/100ml liegen würde. Auszugehen ist also eher von einem in Europa für Kolas üblichen Wert von etwa 10 bis 15mg/100ml Koffein.

T400 Energy

Bereits die riesige 1,5l Flasche sticht im Regal hervor. Dazu in einer reißerischen Aufmachung, die eher an eine Batteriewerbung erinnert. Andererseits ruft der Titel “T400” Assoziationen zum Terminator hervor… Dabei steht der Name lediglich für die Menge an Taurin im Getränk, ergo 400mg/100ml. Der Koffeingehalt ist kennzeichnungspflichtig mit 30mg/100ml angegeben – vermutlich mit einer Ausnahmegenehmigung als Energy-Drink, die bis zu 32mg/100ml Koffein enthalten dürfen. Andernfalls ist die seit 2004 laufende Produktion im nordischen Kiel kaum möglich.

Die flashige Webseite des Getränks gibt sich sportlich, aber wurde seit einem Jahr (und vermutlich kurz nach dem Release) nicht mehr gepflegt. Der auf der Webseite stark umworbene Twitter-Account @T400_Energy bietet ganze drei Tweets und hat sieben Follower. Die Netzgemeinde kann schon mal nicht die Zielgruppe sein.

Ziel ist wohl eher ein billiger Ersatz für Vodka-Redbull-Mischgetränke zu sein. Denn mit den 1,89€ für die 1,5l ist mehr drin beim Komasaufen.

Sonne Brause

Die Sonne Brause hat sich in unseren Einkaufskorb verirrt. Vermutlich, da sie uns einfach angelacht hat. Optisch und olfaktorisch kommt dieses Getränk einem Haushaltsreiniger sehr nahe – geschmacklich glücklicherweise nicht. Im heimischen Emsland ist diese Brause auch unter dem alternativen Namen “Regina” bekannt und laut Wikipedia Grundzutat für das Biermischgetränk “Tango”. Wir kannten es schlicht noch nicht.

XL Energy Drink und XL Cranberry Energy

Der XL Energy Drink und sein einziger getesteter geschmacklicher Ableger XL Cranberry Energy wird seit 2000 in Polen produziert. Der Koffeingehalt liegt bei grenzwertigen 32mg/100ml und der Tauringehalt ist wie beim T400 bei 400mg/100ml. Kalt schmeckt dieser Energy-Drink recht erfrischend aber auch sehr süß. Die 99¢ pro Dose sind ein akzeptabler Preis.

Ob dieses rosa Wasser Wunder bewirkt?

sexergy

Oft gesehen, aber nie probiert. Musste also unbedingt nachgeholt werden. Preislich ist es mit 1,59€/Dose das teuerste Getränk in dieser Testrunde, was daran liegen könnte, dass es aus der Schweiz stammt. Andererseits vermittelt die Webseite einen Hauch von Luxus durch scheinbar glückliche Personen in schicker Abendgarderobe. Wer das nötige Kleingeld besitzt, kann sich auch spezial gebrandete Artikel im Onlinestore einkaufen. Zur Auswahl stehen schweizerisch typisch eine Rolex für schlappe 59.000€, ein Rennwagen im sechsstelligen Bereich, Hubschrauber oder eine Luxusyacht für knapp 4 Millionen. Den Privatjet gibt es nur auf Anfrage. (WTF‽)

Zurück zum Getränk und seinen Specs. 30mg Koffein auf 100ml gewonnen hauptsächlich aus dem beinhaltenden Guaraná. Dazu mindestens 8% Kirschsaft und ein wenig Holundersaft. Grundsätzlich nichts besonderes, aber sex sells.

Fazit

Nichts, was uns vom Hocker gerissen hat. Deshalb bleiben wir bei Hackerbrausen.

PS: Macht das, was yetzt im obigen Bild auf dem T-Shirt stehen hat. ;-)

Am vergangenen Wochenende kam durch einen glücklichen Zufall das Team dieses Blogs wieder ein Mal vollständig zusammen, genauer gesagt in der ländlichen Idylle des Ortes Hüll nahe der Elbe zwischen Hamburg und Nordsee. An die energiereiche Versorgung mit Club-Mate wurde vorbildlich gedacht, aber wir wollten euch auch etwas neues präsentieren. Somit führte uns der ...

flattr this!

February 11 2011

Alpen Yod’l

Alpen Yod’l

Wir ihr bald wissen werdet, dass ich bereits erklärt habe, sind die unzähligen gummibärchenideologiekonformen Energy-Drinks ja nicht so unser Thema, doch bei Alpen Yod’l (Vorsicht, Flash mit grusligem Sound) lohnt es sich, eine Ausnahme zu machen.

Alpen Yod’l klingt zwar namentlich sehr creepy, doch der Geschmack des Getränks mag durchaus zu entschädigen. Der erste Schluck erstaunt mit einer unerwartet herben und minzigen Kräuternote. In seiner Gesamtheit ist der Geschmack säuerlich-kräuteresk, etwa wie eine Mischung aus Ricola und Almdudler mit einem unverkennbaren Minzeinschlag.

Kein Wunder, denn zu den Zutaten zählen Zitronenmelisse, Apfel- und Pfefferminze sowie Holunder, die allesamt aus biologischem Anbau stammen. Den Koffeingehalt von energydrinküblichen 32mg/100ml bekommt das Getränk offenbar ausschließlich aus Bio-Guarana.

Die Brause ist uneingeschränkt trink- und für Kräuterlimobegeisterte durchaus genießbar. Zu Preis und Verfügbarkeit kann ich nichts sagen, da mir das verkostete Exemplar ohne weitere Hinweise überlassen wurde; Scheinbar befindet sich der Verkaufsschwerpunkt aber in Österreich sowie der Schweiz. An dieser Stelle vielen Dank an den edlen anonymen Spender aus Göttingen für die Überlassung.

Das Prädikat Hackerbrause ist für dieses Getränk durchaus nicht unangebracht, der Bio-Faktor bekommt aber einen Knick durch die Aludose.

Wir ihr bald wissen werdet, dass ich bereits erklärt habe, sind die unzähligen gummibärchenideologiekonformen Energy-Drinks ja nicht so unser Thema, doch bei Alpen Yod'l (Vorsicht, Flash mit grusligem Sound) lohnt es sich, eine Ausnahme zu machen. Alpen Yod'l klingt zwar namentlich sehr creepy, doch der Geschmack des Getränks mag durchaus zu entschädigen. Der erste ...

December 12 2010

Pure Cofain

Lang ist es her, dass ich was wirklich erwähnenswertes gefunden habe. Doch ausgerechnet im Wendland, im beschaulichen Städtchen Dannenberg habe ich ein Getränk namens Pure Cofain entdeckt.

Pure Cofain kommt aus Österreich, dem Pionierland des Koffeingenusses. Der Name ist nicht übertrieben: 69,9 mg Koffein je 100ml stecken in diesem Getränk. Der an Zigarettenschachteln erinnernde Warnaufdruck ist durchaus nicht übertrieben, denn dabei handelt es sich nahezu um die doppelte Koffeinmenge eines durchschnittlichen Energy-Drinks.

Schon beim öffnen der Dose ist ein deutlicher Kaffeegeruch wahrnehmbar, der an Kafe-Cola erinnert. Der erste Schluck ist irgendwie Bittersauer mit einem deutlichen Espresso-Koffein-Aroma im Nachgang. Obwohl das Getränk vollgepumpt ist mit allerlei Süßmachern von Dextrose, Saccharose und Maltodextrin bis Fruktose, schmeckt es nicht süß, sondern am ehesten nach gesüßtem dünnen kalten Espresso mit Kohlensäure. Ein doch sehr gewöhnungsbedürftiger Geschmack.

Die Koffeinwirkung ist nicht ignorierbar sondern setzt mit der Wucht eines Anonymous-DDoS ein. Für einen Preis von 1,50 für die 250ml-Dose gibt es eine Menge Koffein fürs Geld, Das Prädikat Hackerbrause ist wohlverdient. Zielgruppe dürften am ehesten Menschen sein, denen Kaffee noch zu lasch ist; für das Geschmackserlebnis würde ich diese Brause nicht erwerben.

Lang ist es her, dass ich was wirklich erwähnenswertes gefunden habe. Doch ausgerechnet im Wendland, im beschaulichen Städtchen Dannenberg habe ich ein Getränk namens Pure Cofain entdeckt. Pure Cofain kommt aus Österreich, dem Pionierland des Koffeingenusses. Der Name ist nicht übertrieben: 69,9 mg Koffein je 100ml stecken in diesem Getränk. Der an Zigarettenschachteln erinnernde Warnaufdruck ist durchaus nicht übertrieben, denn dabei handelt es sich nahezu um die doppelte Koffeinmenge eines durchschnittlichen Energy-Drinks. Schon beim öffnen der Dose ist ein deutlicher Kaffeegeruch wahrnehmbar, der an Kafe-Cola erinnert. Der erste Schluck ist irgendwie Bittersauer mit einem deutlichen Espresso-Koffein-Aroma im Nachgang. Obwohl das Getränk vollgepumpt ist mit allerlei Süßmachern von Dextrose, Saccharose und Maltodextrin bis Fruktose, schmeckt es nicht süß, sondern am ehesten nach gesüßtem dünnen kalten Espresso mit Kohlensäure. Ein doch sehr gewöhnungsbedürftiger Geschmack. Die Kof

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May 28 2010

Fünf

Fünf

Minimalistisch kommt die Flasche daher, die ich von Joke und Anhang zum Geburtstag zugeschickt bekommen habe. Schlicht 5 heißt das im Stil einer Bundesstraßenbeschriftung aufgemachte Getränk aus Husum (Vorsicht, grusliges Flash).Dank des kurzen Namens kaum im Netz auffindbar weiß ich nicht mehr über das Getränk als draufsteht. Es ist eine Menge Koffein drin (32mg/100ml) und damit lässt es sich grob in die Gattung der Energy-Drinks einordnen. Fruchtig ist der Geschmack, nach Traube und Guave und ziemlich lecker. Garnicht, wie ich es von einem Energy-Drink erwarten würde, ziemlich einmalig (das geschmacklich Ähnlichste dürfte rotes Skull sein), obwohl da doch ein kräftiger Hauch von Taurin durchdringt.

Zu Preis und Bezugsquellen kann ich nix sagen, eine Empfehlung, gerade für diejenigen, die sich weder mit Cola noch mit Mate anfreunden können, kann ich aber absolut ungetrübt aussprechen. Vielen Dank für dieses grandiose Geburtstagsgeschenk!

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Schweinderl