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July 01 2013

TeaMMate

TeaMMate

Gastbeitrag von @leitmedium

Etwas verloren stand auf dem Tresen des Berliner Cafés A.Horn eine Flasche »TeaMMate«. Das an eine mexikanische Lucha-Libre-Wrestler-Maske erinnernde Etikett sticht optisch durchaus hervor. Gekauft.

Die Rückseite der Flasche und die Facebook-Seite erklären, dass TeaMMate einen sozialen Fokus hat. Im Gegensatz zur gerade erst erschienenen Fair-Trade-Produkt ChariTea Mate kann bei TeaMMate jedoch vorgeschlagen und abgestimmt werden, für welches reagionale soziale Projekt gespendet wird:

TeaMMate sammelt für soziale Projekte in deiner Region und du kannst mitbestimmen, wo das Geld hingeht.

Wenn du eine Idee hast, wer in deinem Kiez am dringensten Unterstützung braucht, dann schicke uns einfach hier eine Nachricht.

Bis zum 31.12.2013 werdet ihr dann per Abstimmung entscheiden, welches Projekt die ersten 50 % des bis dahin erwirtschafteten Gewinns bekommt.

Die 0.5er Glasflasche schäumte beim Öffnen recht stark, obwohl sie seit mehreren Stunden ruhig im Kühlschrank stand. Der erste Schluck wirkt erst fruchtig mit relativ viel Kohlensäure. Dann kommt jedoch ein überraschend herber Geschmack, der an eine Mischung aus Lakritz, verbranntem Zucker und Zigarette erinnert. Es fällt mir schwer, nicht das Wort "eklig" zu verwenden und ich würde mich nicht wundern, wenn es sich gar um eine Fehlproduktion handelt. Mehr als die drei für diese Rezension notwendige Schlucke waren nicht möglich – das erste mal bei einer Flasche Mate.

Die Inhaltsstoffe von TeaMMate sind mit Wasser, Kohlensäure, Glucose-Fructose-Sirup, Zucker, Mate-Extrakt, Aroma Koffein, Zitronensäure und weiteren Aromastoffen durchschnittlich. Einen großen Abzug in der B-Note gibt es für den Zusatz vom zweifelhaften Zusatzstoff E150d.

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April 23 2013

MATE LEAKS: ChariTea Mate

MATE LEAKS: ChariTea Mate

Zusammen mit Krithika von Meta-Mate konnten wir eine neue Mate-Sorte probieren. Von ihr stammt auch diese Rezension. Danke!

Im Sortiment von ChariTea findet sich seit neuestem auch ein Getränk auf Mate-Basis. Wir hatten exklusiv die Möglichkeit noch vor dem offiziellem Verkaufsstart eine Flasche zu probieren.

Die unetikettierte Flasche, die wir in die Finger bekommen haben, führt leider weder Zutaten noch Koffeingehalt auf. Jemand aus dem Verkauf gab uns allerdings zu verstehen, dass der Koffeingehalt etwa dem von Club-Mate entsprechen soll und dass wie bei anderen ChariTeas leicht mit Fruchtsäften und Agave gesüßt wird. Sobald das Produkt auf dem Markt ist checken wir diese Angaben noch mal.

Passend zur ChariTea-Philosophie wird Bio-Fair-Trade-Mate aus Argentinien verwendet und auf all die guten Taten hingewiesen, die mit diesem Tee möglich werden. Die genaue Herkunft (Anbaugebiet, Kooperative) ihrer Mate konnte auf Anfrage allerdings doch nicht genannt werden. Da Mate in Argentinien fast ausschliesslich industriell in Plantagen produziert wird, vermuten wir eine ähnliche Herkunft wie bei Kraus, eine erfolgreiche Bio-Fair-Trade-Marke auf dem dortigen Markt.

Der erste Schluck der ChariTea Mate ist vergleichsweise süß, dann folgt aber im Nachgang ein zitroniger Geschmack, der die Süße sehr harmonisch ausbalanciert. Ganz am Ende schmeckten wir auch die Mate deutlich heraus.  ChariTea Mate schmeckt lecker erfrischend und ist eine sommerliche Mate-Alternative für alle, die weniger Zucker mögen und eine schmackhaftere, aber weniger sprudelige Bio-Mate als etwa BioZisch bevorzugen.

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March 09 2013

Baola Baobab & Guarana

Baola Baobab & Guarana

Der Glanz, den die Cebit einst ausgestrahlt hat, ist in den letzen Jahren verblasst. Umso überraschter waren wir, dass es in diesem Jahr in Halle 17 zwischen dem neusten Handyhüllen, iPad-Klons und Lüftern und der Lounge des German Mittelstands eine neue Hackerbrause zu entdecken gab. Wir nutzten die Gelegenheit für ein Hintergrundgespräch mit Andreas Triebel über den Baobab-Baum und eine Kostprobe einer brandneuen Baola-Abfüllung.

Seit 2010 versuchen sich Baola am Getränkemarkt. Ihre Limonaden in den Geschmacksrichtungen Baobab-Pur, Baobab-Mango und Baobab-Kirsche sind in Städten wie München, Berlin, Hannover und Hamburg erhältlich und erfreuen sich vor allem bei Anhänger_innen von fairen Produkten wachsender Beliebtheit. Nachhaltigkeit und faires Wirtschaften sind wichtige Stichworte: Als “Social Business” verschreibt sich die in München ansässige gemeinnützige GmbH der Aufgabe, fair gehandeltes und bio-zertifiziertes Baobab-Pulver aus Ländern wie Äthiopien und Kenia zu beziehen. Aber auch die südamerikanischen Mangos, der Rohrzucker und die Kirschen aus der Rhön erfüllen diese Standards. Darüber hinaus sind die trüben Wässerchen auch für Veganer_innen geeignet, da keine Gelatine zur Klärung eingesetzt wird.

Der Baobab, auch als afrikanischer Affenbrotbaum bekannt, übernimmt als Wasserspeicher eine wichtige Funktion im Ökosystem. In Trockenzeiten kann ein Baum seine Umgebung im wahrsten Sinne des Wortes über Wasser halten. Elefanten schlagen mit ihren Stoßzähnen Löcher in den Stamm, um an den im Baum gespeicherten Saft zu kommen. Das Fruchtfleisch, die Samen und die Blätter des Baobab dienen in seinem Verbreitungsgebiet, das von der Sahelzone bis in den Transvaal reicht, als Nahrungsmittel. Die Blätter kann man als Gemüse nutzen, die Samen werden zu Öl verarbeitet und das Fruchtfleisch ist besonders reich an Vitamin C, B und Kalzium. Das Fruchtfleisch, zu einem Pulver verarbeitet, ist die Grundlage der Baola-Limonaden. Die Vermarktung von Baobab-Produkten soll jetzt auch in Europa eine gesunde Nachfrage nach den Früchten erzeugen, so dass mehr dieser langsam wachsenden, aber für das Ökosystem so wichtigen Bäume angepflanzt werden.

Für 2013 hat man sich vorgenommen, auch in der Produktsparte Wachheit etwas anzubieten. Baobab & Guarana wurde rechtzeitig zur Cebit erstmalig abgefüllt. Angepeilt sind Energydrink-würdige 32 mg/100 ml Koffein. Was genau in der ersten Abfüllung der Guarana-Baola steckt, muss noch von einem Forschungsinstitut analysiert werden. Die Süße ist mit 4,3 g Zucker auf 100 ml angenehm gering. Der erste Schluck löst entsprechend keine Geschmacksexplosion aus, macht aber neugierig auf mehr. Herber als Mate, aber nicht so herb wie Skull. Am Ende erinnert mich das Ganze vage an eine nicht so süße Apfelsaftschorle mit dem gewissen Extra. Der Guarana-Extrakt entfaltet seine Wirkung langsam, aber deutlich merkbar. Hackerbrause-Enthusiast_innen, die mit der knallsüßen Gummibärchenbrause nichts anfangen können und etwa stärkeres als Mate suchen, sollten mit der Baobab & Guarana genau das richtige finden.

Außer der Limonade vertreibt Baloa noch weitere Baobab-Produkte, darunter das Pulver aus den Früchten direkt in der Tüte, das dann als Bindemittel verwendet werden kann oder einfach in Joghurt eingerührt oder auf Gemüse gestreut wird. Das könnte ein guter Hack sein, um die Frühstückspizza mit Vitaminen und Kalzium anzureichern.

Beziehen kann man Baola-Limonade im innvationsfreudigen Fachhandel, aber auch über den Onlinestore für 18,90 Euro + Versand für zwölf 0,33l-Mehrwegglasflaschen einer Sorte. Wer auch die koffeinfreien Sorten ausprobieren möchte, kann zum Probiermix greifen. Noch ein bisschen Pulver, Creme und Öl mitbestellen lohnt sich, denn ab 50 Euro ist der Versand frei.

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February 16 2013

Kolle Mate

Kolle Mate

Noch vor zwei Jahren gab es sie nur unter der Ladentheke und neue Informationen waren rar. In den letzten Monaten hörten wir dann so einiges und mittlerweile ist es raus, dass die berüchtigte Zickzack-Mate, der legendäre Super-Joker aus dem Hackerbrausen-Quartett, es nun unter dem neuen Namen Kolle-Mate ganz offiziell in den Getränkehandel geschafft hat. Einige Flaschen aus der ersten Abfüllung haben ihren Weg zu uns gefunden und warten nur darauf, gekostet zu werden.

An dieser Stelle müssen wir allerdings die durchaus angebrachte Begeisterung zügeln und mit wissenschaftlicher Methodik vorgehen. Aus diesem Grund haben wir zwei Probandinnenengruppen gebildet; Eine Gruppe die das Getränk zum ersten mal probieren darf und eine Kontrollgruppe, die bereits mit dem sagenumwobenen Geschmack von Zickzack-Mate vertraut ist. Erstere besteht aus johl, letztere aus yetzt.

yetzt: Als Teil der Kontrollgruppe sticht sofort in den Gaumen, dass Kolle mehr Kohlensäure enthält als Zickzack, was vermutlich auf die professionellere Abfüllung zurückzuführen ist. Davon abgesehen ist der Geschmack der Ur-Zickzack ziemlich gut getroffen, wenn auch das Remake eine Note zitroniger und den Hauch eines Hauches weniger süß ist. Kolle scheint mir eine Mate für den Sommer zu sein, Experimente mit Sirup oder Früchten scheinen sich geradezu von selbst auf die Ideenliste zu setzen. Auf jeden Fall schließt die neue Mate eine geschmackliche Lücke in der Riege der Yerbalimonaden und dürfte baldigen Anklang nicht nur in der koffeinenthusiastischen Brausenkultur finden.

Bleibt zu erwähnen, dass Kolle-Mate nicht nur einen Koffeingehalt von 20mg/100ml aufweist, sondern auch ein Biosiegel hat. Ein gutes Gefühl für kollektive Organisation, fair gehandelte Mate direkt aus brasilianischen Kooperativen und durchweg sympathische Macherinnen ist sowieso inklusive, und der Hack-Appeal einer Brause, die es von der DIY-Küchenmixtur auf die Ladentheke geschafft hat ist unbestreitbar hoch.

johl: Für den Erstbenutzer von Kolle-Mate ohne Zickzack-Hintergrund kommt die Brause leicht und angenehm daher, ein bisschen wie ein in Flaschen abgefüllter Sommermorgen. Spritzig, mit angenehmer Zitrusnote und genau dem richtigen Kohlesäuregehalt. Der Geschmack ist fein, was mir gerade sehr zusagt — an anderen Tagen könnte es durchaus intensiver nach Mate schmecken, aber dafür gibt es auch andere Brausen.

Das Flaschendesign mit dem “Alerta, Alerta!” rufenden Igel (wie es sich für Igel aus Dresden gehört) bringt eine angenehme Mischung aus Niedlichkeit und Aktivismus mit, die sich auch mit etwas Phantasie im Geschmack wiederfindet. Ich bin rundum zufrieden und denke, ich habe ein neues Lieblingsgetränk für die eher kollektiven Momente im Leben gefunden. Kolle Sache.

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December 15 2012

Latin Biorhythm Mate

Latin Biorhythm Mate

Bei Krithika von Meta-Mate haben wir uns ganz herzlich für die folgende Rezension einer ausgefallenen Mate aus Japan zu bedanken. Dankeschön!

“Play! Eat! Drink Mate!” Das ist mal ein Slogan, den Marketingexpertinnen und -experten auch gern mal zum Slogan des Jahres ernennen können, mit dem Coca-Cola sich seit der Markteinführung von Latin Biorythm Mate 2011 in Japan auf dem Mate-Sektor tummelt! Wir hatten das Glück, zwei Flaschen in die Finger zu bekommen und wurden positiv davon überrascht, wie wenig diese Mate nach Coca-Cola schmeckt.

Leider ist die Plastikflasche, die im formschönen Regenbogen-Batik-Hippie-Design daherkommt und das Logo der “Japanese Mate Association” trägt, fast durchgehend auf japanisch beschriftet, so dass wir nicht ausmachen konnten, wieviel Koffein das Getränk enthält. Als wir uns ein Glas davon einschütteten waren wir jedenfalls fest davon überzeugt, gleich den un-mate-haftesten Geschmack voll typischer Coca-Cola-Chemikalien auf der Zunge zu spüren und wurden dann eines besseren belehrt: Es schmeckt genau wie ein Tee aus gerösteter Mate!

Keine Zuckerzusätze, keine Kohlensäure, keine Zusatzstoffe, einfach geröstete, stark rauchige Mate in einer Flasche. Coca Cola versucht hier ganz offensichtlich mit der riesigen Matcha- und Grüntee-Industrie in Japan (wo der Markt von Grüntee-Eisteegetränlen in Flaschen geradezu üerschwemmt wird) mitzuhalten, indem sie einfach mal was neues einführen. Es lohnt sich auch mal nach den Werbespots für dieses Produkt zu googlen, denn irgendwie wird hier eine Verbindung zu der Strandpartykultur Rio de Janeieros mit Bikinis, Fleischgelagen und Sambatanz hergestellt, was nicht so recht zu Mate passen will.

Coca-Cola: Mate Cha – Latin Biorhythm from We Are We Are on Vimeo.

Fazit: Pluspunkte dafür, dass wir es hier mit einem authentischen Mate-Drink zu tun haben und das Regenbogendesign mögen wir auch. Auch wenn es von Coca Cola ist.

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August 19 2012

Buenos Mate

Buenos Mate

Wie im vergangenen Sommer herrscht in Berlin wieder ein Notstand an Club-Mate. Umso begeisterter war ich, im Getränkemarkt am Platz der Club-Mate zwei Stapel Kisten eines bisher mir unbekannten Mate-Getränks zu entdecken: Buenos Mate. Die blassgelbe Sonne auf pastellblauem Grund im Logo verspricht in der Kombination mit dem Namen eine Erfrischung an warmen Sommertagen. Zwei Flaschen landeten im Einkaufswagen und eine wurde direkt vor der Tür geöffnet.

Im warmen Zustand schmeckt die Buenos Mate wie ein Icetea aus dem Supermarkt. Nicht übersüßt und nach ausgekühltem Tee. Nach einem Tag im Kühlschrank wurde die zweite Flasche getestet. Allein durch das Kühlen ist der Geschmack eher zum gewohnten Mate-Kaltgetränk gewandert, einzuordnen zwischen Club-Mate und Flora Power. Es ist etwas herber als Club-Mate. Von den bisher gekosteten Mategetränke-Ablegern gehört sie nach meinem Geschmack in die Sorte der gut trinkbaren.

Hersteller ist die Buenos GmbH & Co. KG aus dem hessischen Bad Homburg vor der Höhe. Laut Handelsregister wurde die Firma erst am 28.06.2012 gegründet. Die Buenos Mate wird derzeit laut Webseite hauptsächlich in Mittel- und Norddeutschland vertrieben – umso erstaunter bin ich, dass sie den Weg nach Berlin gefunden hat.

In der Buenos Mate ist ein Koffeingehalt von 20mg/100ml. Das Koffein stammt jedoch nicht aus der Mate, sondern aus grünen Kaffeebohnen. Zur Abrundung des Geschmacks kommen Zitronensaft und Rohrzucker hinzu. Ich könnte mir diese Mate durchaus gut als Mixgetränk für Tschunk vorstellen.

Interessant ist auch das Schwestergetränk Lapacho, das ich bisher nicht gefunden habe. Über Hinweise zu Bezugsquellen oder Einsendungen zum Testen freuen wir uns!

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July 06 2012

Nuka Cola

Nuka Cola

WAR, War never changes.
Mit diesen Worten beginnt die Geschichte von Fallout, die den Spieler in eine postapokalyptische Dystopie unserer eigenen Welt entführt. Nahezu die komplette Erde wurde durch einen Atomkrieg im Jahre 2077 verwüstet und die wenigen, die nicht sofort verbrannten oder den Strahlentod starben, mussten in einer lebensfeindlichen und todbringenden Welt überleben. Weite Teile des Planeten wandelten sich in Ödland, und der (namensgebende) Fallout verteilte die Radioaktivität in jeden Winkel der Erde. Doch jene, die all die Widrigkeiten überlebten, begannen irgendwann den Versuch eine neue Zivilisation aufzubauen. Bald schon erhoben sich die ersten kleinen Siedlungen aus der atomaren Asche.

Fallout (Computerspiel) – Wikipedia

Wenn eine Hackerbrause gleichzeitig ein Item in einem Computerspiel ist und die Kronkorken in der postapokalyptischen Welt der Hintergrundstory als Zahlungsmittel eingesetzt werden, dann kann man das Getränk mit Fug und Recht als dreifach nerdig bezeichnen.

Dankenswerterweise hat uns die gar nicht fiktionale Nuka Cola Company aus den Weiten des Internets drei Flaschen zur Probe zugesendet, weswegen wir in den Überresten einer in Berlin abgestürzten Raumstation  zur Verkostung schreiten konnten.

Es gab: Nuka Cola Classic, Nuka Cola Victory und Nuka Cola Quantum. Um das Ergebnis vorwegzunehmen: Zweimal “naja, geht so” und einmal trafen wir tatsächlich auf ein durchaus interessantes Postapokalyptus-Bonbon für Cola-Bären.

Nuka Cola Classic ist keine Cola, die uns geschmacklich überzeugte. An leckere Markencolas wie Afri oder Vita reichte der flache, uninspirierte Geschmack nicht heran, von engagierten Indie-Brausen wie Premium ganz zu schweigen. Die Cola kommt recht bland daher und erinnert im Abgang an River Cola — eine klassische Supermarktbrause für Menschen, die auch mit Coca-Cola zufrieden wären.

Nuka Cola Victory leidet leider unter der gleichen geschmacklichen Ausdruckslosigkeit. Eine Brause mit Fruchtextrakt und echtem Ginseng — da wäre mehr drin gewesen. Als Sammlerstück (die “Victory”-Variante ist immerhin im Computerspiel eine der selteneren) okay, aber geschmacklich hatten wir in diesem Blog durchaus schon bessere Getränke. Dabei schmeckt Victory nicht schlecht oder gar ekelhaft; es verbleibt einfach ein gewisser uninspirierter Geschmack im Mund, der sich am treffendsten mit “meh!” zusammenfassen lässt.

Nuka Cola Quantum ist streng genommen gar keine Cola, sondern ein Energydrink und verströmt beim Öffnen auch den typischen Geruch. Da wir gegenüber Energygetränken traditionell eher kritisch eingestellt sind, waren die Erwartungen nicht besonders hoch, doch dann… Hoppla! Quantum leuchtet nicht nur blau im Schwarzlicht (“Was ist das?” – “Blaue Cola!” – “Und was macht sie?” – “Sie leuchtet blau!”), sie schmeckt auch irgendwie anders. Unsere Vermutung ist, dass so ein Energydrink schmeckt, der ohne das sonst unvermeidliche Taurin auskommt — ganz ohne die sonst übliche Gummibärenhaftigkeit kann sich das leicht kräftige Aroma des Guaranas entfalten. Quantum überrascht jedenfalls und könnte durchaus geschmacklich als Referenz für Energydrinks herhalten.

Zweimal (geschmacklich) Daumen runter, einmal unerwartet ein Daumen rauf — aber seien wir ehrlich, die meisten Menschen werden Nuka Cola nicht allein wegen des Geschmacks bestellen (ausserhalb des Internets dürfte es dieses Getränk noch nicht geben), sondern als Geschenk für Gamer oder zur Vorbereitung auf die verstrahlte Welt nach dem nächsten Atomkrieg.

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July 01 2012

Isis Bio Fresh Cola

Isis Bio Fresh Cola

In der Welt der Biobrausen hat sich etwas getan: Von der bislang eher fürs Saftsortiment bekannten Firma Beutelsbacher gibt es eine Brausenreihe, in der seit Mai diesen Jahres mit Isis Bio Fresh eine Cola zu finden ist.

Die Cola schmeckt recht würzig und vielschichtig, die Süße ist leicht karamellig. Der Guaranagehalt ist, besonders im Abgang, deutlich erschmeckbar. In Sachen Säure setzen die Beutelsbacher auf Limetten statt Phosphor, was sich im Geschmack ebenfalls niederschlägt.

Der Koffeingehalt liegt mit 10mg/100ml im eher homöopathischen Bereich. Mit 80 Cent je Flasche ist die Brause durchaus erschwinglich, der Schraubverschluss ist im Drittelliterbereich ein durchaus sinnvolles Novum. Als Wachmachbrause ist
diese Cola eher bedingt geeignet, ein deutliche Plus ist aber das Geschmackserlebnis.

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April 07 2012

Schweizer Oster-Edition

Schweizer Oster-Edition

Zur Zeit findet in Basel (Schweiz) die jährliche CCC-Veranstaltung EasterHegg statt. Einen Grund mal in den nächsten coop zu gehen und nach Getränken Ausschau zu halten. Die Auswahl ist sehr mau. An Nischenbrausen gibt es hier nichts, nur das übliche Programm der Platzhirschen. In der Ecke der Energy-Drinks sind mir nur zwei unbekannte dosenähnliche Pappbehälter in die Hände gefallen.

C-ICE wirbt mit dem Slogan “Swiss Cannabis Ice Tea ist der Kult-Drink mit dem feinen Duft erstklassiger Schweizer Hanfblüten”. Das Getränk von thurella ist auf Schwarzteebasis mit 5% Anteil eines Sirup aus Hanfblütenaroma aufgesetzt. Geschmacklich kommt es dem bekannteren Lipton Ice-Tea nahe. Der Hanfblütenextrakt ist nicht raus zu schmecken. Einen Wachmacherkick gibt es durch das Getränk nicht.

Das andere Getränk, der “bio Botanic Energy” ist eine Hausmarke von coop. Der Hersteller ist die Holderhof Produkte AG, die dieses Getränk nicht auf ihrer Webseite listet – aber dafür einen alten Bekannten, den “Alpen Yod’l”, der bereits im Februar 2011 von uns getestet wurde. Aufgrund des ähnlichen Geschmacks durch Guarana-Zusatz und der gleichen Menge von 32g/100ml Koffein ist sehr stark davon auszugehen, dass coop eine No-Name Abfüllung des “Alpen Yod’l” verkauft. Die Abfüllung findet übrigens in Österreich statt.

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March 31 2012

Rio Mate

Rio Mate

Auch wenn immer neue Colas, Brausen und andere Zuckerwässerchen auf den Markt kommen: In Sachen Mate-Tee gibt es nach wie vor nur wenige Hersteller, die versuchen, in die Domäne von Club Mate vorzudringen. Aber nun: Ein neuer Herausforderer erscheint!

Beim kurzen Sprung in den nächsten Edeka für ein paar Last-Minute-Backzutaten fiel mir eine Palette „Rio Mate“ auf. Die 0,5-Liter-Flasche aus Plastik kostet 69 Cent plus Einwegpfand. Optisch macht der Hersteller auf Brasilien: Das „Rio“ ist mit der Flagge Brasiliens hinterlegt, in einer Raute ist die bekannte Christusfigur zu sehen, die auf dem Corcovado in Rio de Janeiro steht.

Der Zusatz „Original“ verwirrt etwas, da unklar ist, was hier originär sein soll – die Rezeptur, die Herkunft? Oder will man sich von den bereits lauernden Fälschungen abgrenzen? Vermutlich plant der Hersteller weitere Sorten und stellt uns hier erst einmal seine Standard-Mate vor. (Am Rande: Mit dem gleichnamigen Produkt Rio Mate des kanadischen Herstellers treehugger hat diese deutsche Rio Mate wohl nichts zu tun. Wer ist hier das Original?)

Öffnen wir die Flasche mal nach so viel äußerlicher Betrachtung. Erster Eindruck: Ganz anders als Club Mate. Und auch eigentlich ganz anders als die anderen Sorten wie Flora oder 1337, die sich ja durch ihren intensiveren Tee-Geschmack auszeichnen. Rio Mate ist eindeutig ein Eistee. Wären Lipton oder Nestea mit einer Mate auf den Markt gekommen, dann könnte sie so schmecken. Rio Mate bekommt es dabei hin, gleichzeitig herb, sauer und süß zu sein und hinterlässt auch keinen klebrigen Nachgeschmack. Der Geruch ist nicht so einfach einzuordnen, es riecht fast ein bisschen wie ein süßliches Bier. Insgesamt erinnert es eher an Loschers Zweit-Mate „Ice-Tea Kraftstoff“ und ein bisschen an Berliner Fassbrause.

Rio Mate verdient auf jeden Fall eine Chance, denn der Hersteller (die bisher nicht aufgefallene Husum Water International GmbH in Husum – Vorsicht: schlimme Flash-Website mit Sound) hat hier nicht versucht, den Club-Mate-Geschmack zu kopieren, sondern ein eigenständiges Erfrischungsgetränk zusammengemischt. Rio Mate enthält 20 mg Koffein und 5,6 g Zucker (aus Invertzuckersirup) auf 100 ml und wurde außer bei Edeka in Berlin bereits bei Kaufland und natürlich im Getränkemekka Hamburg gesichtet.

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March 24 2012

MISCHMASCH

MISCHMASCH

Vor etwa einem Monat entdeckte ich bei meinem Getränkehändlerrundgang in Köln eine Brause, die mir bisher noch nicht bekannt war. Ein schönes hellblaues Etikett mit dem Schriftzug MISCHMASCH lächelte mich aus dem Regal an. Direkt packte ich ein paar Flaschen ein, machte ein Foto und fragte auf Twitter rum, ob diese Brause in unserer Autorenschaft schon bekannt ist.

@PylonC: Haben wir die schon auf @hackerbrause? Ist auch von den fritz-Jungs http://twitpic.com/8oglqp
@johl: @PylonC @hackerbrause Haben wir geschickt bekommen, aber noch keine Rezension. Magst du?
@philipsteffan: @johl @PylonC Wurde gestern von @ihdl zwecks Rezension getestet. :)
@PylonC: @philipsteffan @ihdl Ah, okay. Ich mache dann mal die Gegenprobe ;-)
@yetzt: @PylonC ich fand die sehr lecker und vollmundig. fehlt nur der koffeinschub. ;)

Wie zu erwarten, diese Brause ist neu auf dem Markt. Der Getränkehändler meinte, dass er sie erst am Vortag rein bekam. Und er verriet auch, dass sie von fritz ist. Auf der Webseite wurde die MISCHMASCH am 7. Februar 2012 vorgestellt. Dem Logo ist nicht auf Anhieb anzusehen, dass diese Brause von fritz stammt. Dazu fehlen einfach die beiden bekannten Gesichter, wie bei allen anderen Produkten dieses Herstellers. Erst im Kleingedruckten auf der Rückseite wird klar, dass fritz dahinter steht.

Die MISCHMASCH ist eine klassische Spezi. Vermutlich deshalb auch die Anlehnung in der Farbgebung in hellblau und orange nebst einem runden M, was ein wenig an einen Heilquellenspringbrunnen erinnert. Der Geschmack ist, wie @yetzt schon schrieb, vollmundig. Heraus sticht der intensive Mandarinen-Geschmack, obwohl der Anteil nur 0,5% beträgt. Ansonsten gibt es 4,5% Orangensaft und 3% Zitronensaft dort drin; also insgesamt 8% Saft! Den Rest machen Wasser, Zucker und ein paar Farbstoffe nebst Koffeinaroma aus. Dadurch, dass nur Aroma verwendet wird, knallt diese Brause gar nicht.

Wie für viele Brausen gilt der Tipp: gut gekühlt ist sie am leckersten!

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March 16 2012

Manhattan Special

Manhattan Special

It was once ubiquitous on the streets of New York City.  Made since 1895, this thick and sweet drink of coffee, seltzer and a lot of sugar was a rite of passage for a few generations of New Yorkers.  Today, Manhattan Special mostly survives from the pleasant memories of retirees and a small but growing segment of local hackers who prefer its candylike taste to Club-Mate.

However, it seems that finding Manhattan Special is about as difficult as finding Club-Mate in New York.  You can easily order it online, but finding a store that carries it in Manhattan is rather difficult feat.  A message posted on their retail locator went unanswered.   I looked in several delis throughout the lower half of Manhattan, half of whom admitted to knowing about it without giving me a lead on where I could find it.  Even local aficionados of the drink couldn’t tell me exactly where they found it, only that it “should be” available at one out of every five random bodegas in Brooklyn.  I was about to give up when I managed to stumble across a deli that carried it through seamless.com.

For as much hassle as I went through to find it, I ended up expecting something a bit more special and nuanced.  Unfortunately, it’s rather unremarkable.  Just as Club-Mate’s flavor resembles the tea it comes from, a vague notion of coffee flavor comes through in the taste of Manhattan Special.  Those who drink coffee with a lot of sugar will likely find it pleasing, though others may find their palates offended by the bold texture and overpowering sweetness.  It’s little wonder that children seem to love it, while adults might find it a bit hard to take.  It’s only lightly carbonated, and tends to go flat unusually quickly.  The flavor seems like it could very easily be replicated with thick bland coffee, seltzer and sugar.

Served cold or at room temperature doesn’t seem to make much of a difference in terms of flavor, though I would strongly recommend against opening an unchilled bottle.

As far as caffeine content, there doesn’t seem to be a noticeable difference between Manhattan Special and a like amount of coffee.  Admittedly, after the fourth one, I began to enjoy the flavor much more but I had to resort to Club-Mate to keep myself awake.

If you can find it, it’s definitely worth trying once but I find it hard to believe that it’ll emerge to be a legendary Hacker drink.

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March 09 2012

halal

halal

Hier trifft sich also muslimische Tradition mit der westlich verorteten Leistungs- und Partykultur: Wo, wenn nicht in Kreuzberg lässt sich ein so wunderbares kuturelles Mashup finden wie ein Energy-Drink namens halal. Das zertifiziertermaßen nach islamischem Recht gestattete Getränk wird in der Schweiz produziert und ist derzeit in mehreren Berliner Spätis zu bekommen.

Das Dosedesign ist wunderbar schlicht, lediglich der Name des Getränks weist in pseudoarabischen Lettern auf das Alleinstellungsmerkmal der Brause hin. Ein Werbeplakat zum Getränk fasst es zusammen mit den Worten “Einfach erlaubt!”

Doch schmeckt ein halaler Energy-Drink anders als das unzertifizierte Leitkulturpendant? Nicht im geringsten. Kein Wunder, denn die Zutaten sind die selben wie in anderen Energy-Drinks auch. Halal hebt sich geschmacklich nicht von anderen Gummibärchenwässerchen ab.

Lässt sich trinken und wirkt, wieso also nicht? In irgendwelchen Gefährderdateien islamismusparanoider Innenminister stehen überwachungskritische Netzeingeborene ja vermutlich sowieso schon. Wer also statt in der Macchiato-Taverne mal im Shisha-Café das Internetz vollschreiben möchte, findet mit diesem Wachmacher womöglich ganz neue Freunde.

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February 21 2012

KA Karribean Kola

KA Karribean Kola

Bei einem Kurzaufenthalt in London entdeckten wir diese Brause, die nicht nur in den “Cornershops” — also den britischen Spätis — sondern auch bei der Supermarktkette Tesco verkauft wird.

Die exotische Kola kommt stilecht aus dem karibischen Cumbernauld in Schottland von der Firma A.G. Barr plc. Dort ist man auch für die quietschorange Brause Irn-Bru verantwortlich, die zu Schottland gehört wie frittierte Marsriegel und Trainspotting.

Um die große Enttäuschung gleich zu Beginn abzuhaken: KA Karribean Kola ist koffeinfrei. Aber der Geschmack! Im Abgang hat diese Cola eine mitreissend fruchtige Note, die begeistert, ohne pappig den Mund zu verkleben, ein bisschen wie eine schottische Karibikbrise. Seit dem Melonengeschmack von fritz fand ich keine — meinetwegen auch vollständig künstliche — Fruchtnote so überzeugend wie diese … wenn ich nur wüsste, wie ich sie benennen könnte!

Die Zutatenliste (Carbonated Water, Sugar, Citric Acid, Colour (E150d), Flavourings, Preservative (E211)) schweigt sich darüber allerdings bescheiden aus. Auch eine kurze Recherche im Internet ergab lediglich, dass andere Menschen ebenfalls rätseln, was da den Gaumen kitzelt. Die Theorien reichen von Ananassaft bis Kokosnuss — was beides hinkommen könnte.

Ich hätte wirklich gern mehr von dieser karibischen Kola und ihrem rätselhaften Geschmack, dann aber bitte mit Koffein, um es zu einer echten Hackerbrause zu machen. Insgesamt zeigt KA Karribean Kola aber für mich klar, wohin Aromenexperimente bei Brausen in der Zukunft gehen könnten.

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February 13 2012

Lidl mixxed up Fire und Ice

Lidl mixxed up Fire und Ice

Wir lieben Rezensionen, die uns unverlangt eingesandt werden! Besonders toll, wenn sie dann noch von … sagen wir mal … Prominenten verfasst werden, wie dem Berliner Hacker und Abgeordneten Simon Kowalewski, der sich schon seit einiger Zeit beschwert, dass Energydrinks bei uns nicht ganz so gut wegkommen. Also hat er uns etwas geschrieben.

 

Mit Lidl verbindet mich eine Hassliebe: Ihre Eigenmarke “mixxed up” bringt immer wieder spannende Hackerbrausen in die Welt, die nach kürzester Zeit, man schafft es gerade so, abhängig zu werden, abverkauft und vergriffen sind. Also Beispiel soll die “Strong Cola” von vor einigen Monaten dienen, die mit 30mg Koffein pro Schluck die üblichen Platzhirsche locker auf die Ränge verwies und dennoch in der 1,5-Liter-Flasche weniger als 1 Euro kostete.

Die Hassliebe, die mich mit Lidl verbindet, geht natürlich noch weiter. Aber ich denke, dass die ganze Thematik inzwischen schon lange genug köchelt, dass sich jeder eine eigene Meinung bilden konnte. Ich mag meinen Kiezlidl sehr gerne, wegen der Produkte, aber auch wegen der Menschen, die dort arbeiten, die vermutlich bei keinem anderen “normalen” Supermarkt einen Job bekommen hätten und einfach eine tolle Stimmung im Laden machen. Gebeutelt wirken sie jedenfalls nicht, und das habe ich z.B. bei Alnatura schon ganz anders erlebt…

Jetzt gibt es bei Lidl zwei Neuzugänge, die vermutlich auch bald wieder von den Paletten verschwunden sein werden: “Energy Drink Fire” und “Ice”. Sie werden in den vom Dauersortiment-Energy-Drink bekannten Fläschchen á 330ml verkauft, haben, wie dieser, die Maximalkoffeindosis von 32mg/100ml und kosten mit 39 Cent plus Pfand 5 Cent mehr als das Normalzeug. Der Geschmack ist aber genial und hebt sich von der Masse der Energiegetränke ab: Fire schmeckt fruchtig nach Kranbeere und hat im Abgang eine wohlige Chili-Schärfe zu bieten, Ice ist auffallend sauer und sogar leicht mentholig. Das Gummibärchensaft-Aroma bleibt hingegen deutlich im Hintergrund.

Also zwei Daumen, einen warmen und einen kalten, hoch, und ich würde fast sagen, ich hätte meine neue favorisierte Vitamin-B12-Quelle gefunden, wenn es hier nicht wieder heißen würde: “Bevorraten Sie sich”.

Danke, Simon!

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February 04 2012

Wild Fire

Wild Fire

Nachdem wir ja neulich vom Ohrenbluten Freissefreiheit-Podcast als böse Feminismus-Nazis geoutet wurden, weil wir die sexualisierte Aufmachung von Freiwild kritisiert haben, mal zu einem Getränk, dessen Aufmachung genau andersrum ist: Wild Fire.

Die Brause in der Zebraflasche kommt aus München, nennt sich einen “Urban Drink” ist geschmacklich eine spannende Sache, die sich am besten als Apfelsaft-Cola umschreiben lässt. Das Getränk schmeckt zwar beim ersten Schluck ein wenig Fad, das fruchtige Apfelaroma setzt dann nach einigen Schlucken so richtig ein. Etwas erinnert es an rotes Skull, ist aber süßer.

Drin stecken Apfelsaftkonzentrat, Zitronen- und Phosphorsäure, Vitamin C und Geheimzutaten. Der Koffeingehalt ist leider nicht ausgeschildert, liegt aber laut den Herstellern “zwischen Soft- und Energydrink”, also zwischen 0 und 32mg/100ml.

Völlig großartig ist das Marketing. Statt lasziver Damen oder muskelstrotzender Sportskanonen gibt es Barry:

Es geht also auch ohne Rollenbilderklischees und mit Zebratanga, Spiegelbrille, Holzschuhen und Helm durchaus queer. Erhältlich ist Wild Fire vor allem in und um München, für Exilbayern und Restweltbewohnerinnen gibt es die Brause für 1,10 € pro Flasche im Sechserträger auch per Netzbestellung. Wild Fire ist zwar allem Anschein nach nicht die große Koffeinbombe, aber dennoch eine prima Alternative zu langweiligen Limonaden und geht als Hackerbrause durch.

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January 20 2012

bios Coola

bios Coola

Die am Flaschenhals angebrachte Warnung Ohne Koffein ist zu beachten. Denn dieses weitere Getränk aus dem Bio-Laden enthält tatsächlich 0 (in Worten: Null) mg Koffein, auch wenn der Name Coola vom Hersteller bios GmbH etwas anderes vermuten lässt. Es wirbt mit dem Slogan “Belebendes, gebrautes Bio-Erfrischungsgetränk”. Die Herstellung entsteht durch Fermentation des enthaltenen Gerstenmalz und dem Agavendicksaft zu einem süßen Getränk, ähnlich wie bei den Fassbrausen. Würde man Hopfen beigeben, hätte das Getränk einen Alkoholgehalt.

Geschmacklich kommt es einer “echten” koffeinhaltigen Kola sehr nahe, was an dem nicht näher spezifizierten, aber dafür 100%igem Bio-Aroma liegen könnte. Insbesondere im kalten Zustand fließt die Coola angenehm die Kehle runter. Eine schöne Bio-Alternative zu den koffeinfreien Kapitalistenbrausen.

Die bios GmbH aus dem an der Ostseeküste gelegenen Stralsund hat noch weitere, fruchtige auf Basis der Fermentation entstandene Getränke im Angebot. Eine gewisse Ähnlichkeit zu bionade ist gegeben.

Die am Flaschenhals angebrachte Warnung Ohne Koffein ist zu beachten. Denn dieses weitere Getränk aus dem Bio-Laden enthält tatsächlich 0 (in Worten: Null) mg Koffein, auch wenn der Name Coola vom Hersteller bios GmbH etwas anderes vermuten lässt. Es wirbt mit dem Slogan “Belebendes, gebrautes Bio-Erfrischungsgetränk”. Die Herstellung entsteht durch Fermentation des enthaltenen Gerstenmalz und ...

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December 25 2011

Voelkel BioZisch Guarana-Cola

Voelkel BioZisch Guarana-Cola

Wenn einem der tägliche Arbeitsweg schon in den Prenzlauer Berg verschlägt, kann man auch mal in einem der vielen Bio-Supermärkte dort reingehen und eines der hier schon öfters angefragten Getränke erwerben: Voelkel BioZisch Guarana-Cola.

Das Familienunternehmen Voelkel, seit über 75 Jahren bekannt für Naturkostsäfte, bietet im Sortiment einige interessante Fruchtsaftgetränke, die über den puren Saft hinaus gehen. Die Guarana-Cola ist der einzige Fruchtsaft mit einem Aufputschmittel. Das Guarana macht im Getränk 1% aus, was nur so wenig Koffein abgibt, dass die Menge nicht angegeben werden braucht. Wie der Name bereits vermuten lässt, sind dem Saft Guaranaextrakt und Cola-Aroma zugesetzt. Zu den Hauptbestandteilen zählen natürliches Mineralwasser, Traubensüsse, Apfelsaft, Zitronensaft und Caramel – bis auf das Wasser ist alles aus kontrolliert biologischem Anbau.

Es ist ein leicht bekömmliches Getränk, das stark nach Guarana schmeckt. Der Kohlensäureanteil ist so gering, dass es nur leicht, aber völlig ausreichend prickelt. Auf wenige °C runtergekühlt ist es eine angenehme Bio-Abwechslung zu vielen anderen Brausen auf dem Markt.

Wenn einem der tägliche Arbeitsweg schon in den Prenzlauer Berg verschlägt, kann man auch mal in einem der vielen Bio-Supermärkte dort reingehen und eines der hier schon öfters angefragten Getränke erwerben: Voelkel BioZisch Guarana-Cola. Das Familienunternehmen Voelkel, seit über 75 Jahren bekannt für Naturkostsäfte, bietet im Sortiment einige interessante Fruchtsaftgetränke, die über den puren Saft hinaus ...

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December 24 2011

Der Tschunk-Rächer: El Vengador Mate-Chunk

Der Tschunk-Rächer: El Vengador Mate-Chunk

Es war auf der letzten Gartenparty dieses Jahr, an der man noch lange ohne viel zu frieren nachts draußen sitzen konnte. Da wurde mir eine Flasche eines völlig unbekannten Getränks überreicht, das sich als alkoholhaltiges Koffeingetränk herausstellte. Dazu der in der Hacker-Szene vermutlich am weitesten verbreitete Cocktail: der Tschunk oder Chunk (je nach Gusto). Wohlwollend nahm ich das Getränk entgegen und testete es auf seine Tauglichkeit.

Persönlich bin ich ein Liebhaber von Tschunks mit Textur – die Limetten müssen in guter Zahl vorhanden sein und der Rohrzucker muss beim Schlürfen durch den Strohhalm knistern. Der “El Vengador Mate-Chunk” hat beides nicht: keine Limetten und keinen Zucker. Und die Mate ist auch keine Club-Mate, sondern eine Eigenproduktion. Dieser wird ein Schluck weißer Rum hinzugefügt und in Flaschen abgefüllt unter das Volk gebracht. Es schmeckt nach bitterer Mate und – ehrlich gesagt – billigem Fusel.

Klickt man sich durch die mit Rechtschreibfehlern gespickte Flash-Webseite (Achtung: Sound-Effekte) dieses Getränks, erfährt man ein wenig über den Hintergrund. Der “Rächer” stammt aus Berlin-Neukölln und die Produzenten waren nach deren eigener Angabe von der Tschunk-Zubereitung in nicht-nüchterndem Zustand überfordert – wenn man schon den Tschunk nicht mehr zubereitet kriegt, sollte man mit dem Verzehr aufhören. Also musste ein Fertiggetränk her, was sich – rein zufällig – in verschlossenen 250ml Flaschen unter das Volk bringen lässt. Ganz nebenbei müssen im Gegensatz zu einem handproduzierten Tschunk keine besonderen Auflagen von Seiten des Ordnungsamtes für den offenen Ausschank erfüllt werden.

Im Handel gibt es den El Vengador Mate-Chunk seit “diesem Herbst”, womit 2011 gemeint ist. Drin enthalten sind die eigene Mate mit stattlichen 24mg Koffein auf 100ml und 25% Rum, was 10% vol. Alkohol auf die ganze Flasche ausmacht. Auf deren Twitter-Stream war nur zwischen Mitte September und Ende Oktober etwas los. Aktuell ist es unklar, ob es El Vengador noch gibt oder ob der Rächer erst zur nächsten sommerlichen Hauptstadtpartysaison in (wie bereits angekündigt) veränderter Rezeptur wieder auf den Markt schlägt.

Zum Abschluss ein Zitat von deren Webseite zur Geschichte des Tschunk:

Der originale “TSCHUNK” ist ein amtlicher Cocktail auf CLUB-M*** Basis mit Rum, Limetten und einer Menge Zucker, eine Art “modifizierter Caipirinha” also, der mit der steigenden Popularitaet dieser (wirklich sehr guten!) MATE-LIMO Einzug in deutsche Hackerstuben hiel – Mittel-franken (das ist da wo oben erwaehnte Limonade wohnt) meets Brasil in front of a Computer-Display, so zu sagen. Auf einschlaegigen Conventions und Events wurde der TSCHUNK neben CLUB-M*** pur in Grossmengen schnell zum Hausgetraenk der Szene – ALKOHOL & KOFFEIN, say no more …

Es war auf der letzten Gartenparty dieses Jahr, an der man noch lange ohne viel zu frieren nachts draußen sitzen konnte. Da wurde mir eine Flasche eines völlig unbekannten Getränks überreicht, das sich als alkoholhaltiges Koffeingetränk herausstellte. Dazu der in der Hacker-Szene vermutlich am weitesten verbreitete Cocktail: der Tschunk oder Chunk (je nach Gusto). ...

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December 23 2011

Kurz angetrunken: Pepsi Pink

Kurz angetrunken: Pepsi Pink

Eine wundersame Brause, die direkt aus dem Brausenlabor von Pinkie Pie kommen könnte, erreichte uns auf Umwege aus Japan. Pink Pepsi ist der diesjährige Wintergeschmack von Pepsi Japan, die in der Vergangenheit schon eine Pepsi mit Esskastaniengeschmack (“Mont Blanc Pepsi”) herausgebracht hatten. Der starke Bezug auf die Jahreszeiten, der sich hier in nur jahreszeitlich erhältlichen Brausen manifestiert, ist dabei eine japanische Besonderheit; im klassischen japanischen Haiku soll nach den Regeln der Kunst etwa durch ein Kigo (季語, also Jahreszeitenwort) eine zeitliche Bestimmung in den drei Wortgruppen von 5 – 7 – 5 Lauteinheiten angedeutet werden. Bevor wir jetzt allerdings zu sehr exotisieren: Saisonal verfügbare Getränke gibt es natürlich auch in der westlichen Welt, ganz ohne poetische Jahreszeitenbegeisterung und Haiku — man denke an die Weihnachts-Mate aus dem Hause Loscher.

Pepsi Pink, in Japan seit dem 8. November erhältlich, ist eine mit Kohlensäure versetzte Erdbeermilch (auf gut japanisch “Strawberry Au Lait”, bisweilen auch putzigerweise als “Strawberry Olé” in lateinischen Schriftzeichen geschrieben). Was vielleicht im ersten Moment ekelig klingt, schmeckt erstaunlich lecker, wenn auch etwas süß. Koffein ist nicht in Pepsi Pink enthalten.

Leider können wir an dieser Stelle keinen ausgiebigen Verkostungsbericht, der über “ganz gut” hinaus geht, anbieten und das kam so: Wir konnten eine Pepsi Pink ergattern, weil Nick Farr, Reisender in Sachen Hackerkultur und Organisator von “Hackers on a Plane“, uns eine Flasche mitbrachte, als er von dem letzten Hackerausflug zum Tokyoter Hackerspace  in Wien Station machte. Alles prima und die Flasche wurde ins Handgepäck verstaut, wo sie dann in Deutschland herausgeholt werden sollte, um sie entsprechend zu verkosten. Dabei kam uns leider der internationale Terrorismus in die Quere. Am Flughafen Wien-Schwechat wurde die Laptoptasche geöffnet und mit den im traditionell unfreundlichen Wiener Akzent gesprochenen Worten “Geeeh, des dürfens aber net mit ins Flugzeug nehmen” entnommen.

Nach ein bisschen Bettelei gab es einen Kompromiss: Pepsi Pink, das ja immerhin auch ein gefährlicher Sprengstoff sein könnte, durfte nur als leere Flasche den Luftraum betreten. Es wurde allerdings die Gnade gewährt, kurz einen Schluck von dem Getränk zu nehmen, bevor der Rest im Namen der Sicherheit und als Fanal gegen Al-Kaida ausgeschüttet wurde. Es schmeckte, wie oben erwähnt, erstaunlich lecker.

Eine wundersame Brause, die direkt aus dem Brausenlabor von Pinkie Pie kommen könnte, erreichte uns auf Umwege aus Japan. Pink Pepsi ist der diesjährige Wintergeschmack von Pepsi Japan, die in der Vergangenheit schon eine Pepsi mit Esskastaniengeschmack ("Mont Blanc Pepsi") herausgebracht hatten. Der starke Bezug auf die Jahreszeiten, der sich hier in nur jahreszeitlich erhältlichen ...

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