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December 18 2013

Kreuzbär

Kreuzbär

Die Getränkegattung “Fassbrause” hat in den letzten Jahren deutlich an Bekanntheit und Verbreitung zugelegt. Eigentlich ist Fassbrause ja eine Berliner Limonade, die wie eine Apfelschorle mit karamellig-malzigen Bestandteilen schmeckt. In dieser Form trinkt man sie überwiegend in Berlin und Brandenburg. Diese Fassbrause enthält weder Alkohol noch Koffein.

Seit 2009 hat die Zahl an Fassbrausen zugenommen: Verschiedene Großbrauereien bietean unter diesem Namen Mischgetränke an, die sich irgendwo zwischen Bionade und Radler einordnen lassen. Mal wird Limonade mit Malzextrakt gemischt, mal mit alkoholfreiem Bier. Einige davon schmecken sogar richtig gut, auch wenn man sich fragt, warum die Brauereien immer nur neue bunte Getränke erfinden, anstelle (wie beispielsweise in den USA) zu erkennen, welche interessanten Biersorten man aus Hopfen und Malz eigentlich alles machen kann. Aber das ist ein Thema für andere Getränkeblogs.

Mit der Berliner Fassbrause haben diese neuen Getränke aber nichts zu tun. Ganz im Gegensatz zum Kreuzberger Eigengewächs namens Kreuzbär: Die schmeckt, wie Fassbrause schmecken soll und taugt dabei sogar als Hacker_innenbrause, es ist nämlich Koffein drin. Wie viel, das steht leider nicht auf der sympathischen, proletarischen 0,33-l-Knolle mit dem Berliner Bär auf dem Label. Darin steckt neben Wasser und braunem Rohrohrzucker noch Zitronen- und Apfelsaftkonzentrat, Gerstenmalz- und Süßholzwurzelextrakt, Kräuteraroma, Kohlensäure und, wie gesagt, Koffein. Das sei nach dem “Originalrezept von 1908″, erfunden vom Chemiker Ludwig Scholvien, wie Wikipedia weiß.

Kreuzbär schmeckt. Wie eine Berliner Fassbrause eben. Ein bisschen weniger süß als die Fassbrausen von Spreequell und Rixdorfer und vor allem ohne den leichten Plastikgeschmack der in PET-Flaschen vertriebenen Massenbrausen. Das enthaltene Koffein haut natürlich nicht so rein wie bei Club Mate und Co., macht sich aber angenehm am frühen Montagmorgen in einem ICE aus Berlin heraus bemerkbar. Und man kommt mit der Sitznachbarin ins Gespräch, wenn man proaktiv erklärt, sich gerade natürlich kein Bierchen geöffnet zu haben.

Gefunden im Kühlschrank eines anderen Koffeinfreunds: Dem empfehlenswerten Café 9 in der Markthalle Neun in Kreuzberg 36.

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July 01 2013

TeaMMate

TeaMMate

Gastbeitrag von @leitmedium

Etwas verloren stand auf dem Tresen des Berliner Cafés A.Horn eine Flasche »TeaMMate«. Das an eine mexikanische Lucha-Libre-Wrestler-Maske erinnernde Etikett sticht optisch durchaus hervor. Gekauft.

Die Rückseite der Flasche und die Facebook-Seite erklären, dass TeaMMate einen sozialen Fokus hat. Im Gegensatz zur gerade erst erschienenen Fair-Trade-Produkt ChariTea Mate kann bei TeaMMate jedoch vorgeschlagen und abgestimmt werden, für welches reagionale soziale Projekt gespendet wird:

TeaMMate sammelt für soziale Projekte in deiner Region und du kannst mitbestimmen, wo das Geld hingeht.

Wenn du eine Idee hast, wer in deinem Kiez am dringensten Unterstützung braucht, dann schicke uns einfach hier eine Nachricht.

Bis zum 31.12.2013 werdet ihr dann per Abstimmung entscheiden, welches Projekt die ersten 50 % des bis dahin erwirtschafteten Gewinns bekommt.

Die 0.5er Glasflasche schäumte beim Öffnen recht stark, obwohl sie seit mehreren Stunden ruhig im Kühlschrank stand. Der erste Schluck wirkt erst fruchtig mit relativ viel Kohlensäure. Dann kommt jedoch ein überraschend herber Geschmack, der an eine Mischung aus Lakritz, verbranntem Zucker und Zigarette erinnert. Es fällt mir schwer, nicht das Wort "eklig" zu verwenden und ich würde mich nicht wundern, wenn es sich gar um eine Fehlproduktion handelt. Mehr als die drei für diese Rezension notwendige Schlucke waren nicht möglich – das erste mal bei einer Flasche Mate.

Die Inhaltsstoffe von TeaMMate sind mit Wasser, Kohlensäure, Glucose-Fructose-Sirup, Zucker, Mate-Extrakt, Aroma Koffein, Zitronensäure und weiteren Aromastoffen durchschnittlich. Einen großen Abzug in der B-Note gibt es für den Zusatz vom zweifelhaften Zusatzstoff E150d.

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June 11 2013

Gekko Mate

Gekko Mate

Gastbeitrag von ilf
In einem Kreuzberger Späti habe ich eher zufällig ein neues Mategetränk entdeckt: Gekko Mate. Scheint’s erst seit wenigen Wochen zu geben.

Entwickelt wurde die Brause in Berlin von einem brasilianisch-deutschen Pärchen. Sie werben mit dem Slogan “a cultura do mate” und beanspruchen, die beste grüne Mate Brasiliens zu verwenden:

Diese auch Taragin genannte Mate der Extraklasse wird vorzugsweise im südamerikanischen Winter (Mai bis September) geerntet und im Gegensatz zur landläufigen gerösteten Mate besonders schonend weiterverarbeitet.

Die behutsam zerkleinerte grüne Mate wird für Monate bei 50 bis 60°C schonend fermentiert und ganz zum Schluß, sehr kurz auf 400°C erhitzt. Das sorgt für ihr urtypisches Aroma. Abhängig von der Region werden verschiedene Granularitäten verarbeitet und konsumiert. In Brasilien vor allem feine Mate mit stark aromatischem Geschmack.

Tatsächlich ist der Mate-Geschmack sehr deutlich, fast fruchtig. Neben Zucker wird außerdem Agavendicksaft verwendet, was das ganze sehr süß macht und zu einem Zuckergehalt von 32 Gramm pro Flasche führt. Der Koffeingehalt ist mit 28mg/100ml fast ein Drittel höher als bei Club Mate (20mg/100ml).

Nette kleine Mate. Neben der Süße, die manchen zu viel sein könnte, schmerzt nur die Zugabe des Farbstoffs Ammoniumsulfit-Zuckercouleur (E 150d).

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March 09 2013

Baola Baobab & Guarana

Baola Baobab & Guarana

Der Glanz, den die Cebit einst ausgestrahlt hat, ist in den letzen Jahren verblasst. Umso überraschter waren wir, dass es in diesem Jahr in Halle 17 zwischen dem neusten Handyhüllen, iPad-Klons und Lüftern und der Lounge des German Mittelstands eine neue Hackerbrause zu entdecken gab. Wir nutzten die Gelegenheit für ein Hintergrundgespräch mit Andreas Triebel über den Baobab-Baum und eine Kostprobe einer brandneuen Baola-Abfüllung.

Seit 2010 versuchen sich Baola am Getränkemarkt. Ihre Limonaden in den Geschmacksrichtungen Baobab-Pur, Baobab-Mango und Baobab-Kirsche sind in Städten wie München, Berlin, Hannover und Hamburg erhältlich und erfreuen sich vor allem bei Anhänger_innen von fairen Produkten wachsender Beliebtheit. Nachhaltigkeit und faires Wirtschaften sind wichtige Stichworte: Als “Social Business” verschreibt sich die in München ansässige gemeinnützige GmbH der Aufgabe, fair gehandeltes und bio-zertifiziertes Baobab-Pulver aus Ländern wie Äthiopien und Kenia zu beziehen. Aber auch die südamerikanischen Mangos, der Rohrzucker und die Kirschen aus der Rhön erfüllen diese Standards. Darüber hinaus sind die trüben Wässerchen auch für Veganer_innen geeignet, da keine Gelatine zur Klärung eingesetzt wird.

Der Baobab, auch als afrikanischer Affenbrotbaum bekannt, übernimmt als Wasserspeicher eine wichtige Funktion im Ökosystem. In Trockenzeiten kann ein Baum seine Umgebung im wahrsten Sinne des Wortes über Wasser halten. Elefanten schlagen mit ihren Stoßzähnen Löcher in den Stamm, um an den im Baum gespeicherten Saft zu kommen. Das Fruchtfleisch, die Samen und die Blätter des Baobab dienen in seinem Verbreitungsgebiet, das von der Sahelzone bis in den Transvaal reicht, als Nahrungsmittel. Die Blätter kann man als Gemüse nutzen, die Samen werden zu Öl verarbeitet und das Fruchtfleisch ist besonders reich an Vitamin C, B und Kalzium. Das Fruchtfleisch, zu einem Pulver verarbeitet, ist die Grundlage der Baola-Limonaden. Die Vermarktung von Baobab-Produkten soll jetzt auch in Europa eine gesunde Nachfrage nach den Früchten erzeugen, so dass mehr dieser langsam wachsenden, aber für das Ökosystem so wichtigen Bäume angepflanzt werden.

Für 2013 hat man sich vorgenommen, auch in der Produktsparte Wachheit etwas anzubieten. Baobab & Guarana wurde rechtzeitig zur Cebit erstmalig abgefüllt. Angepeilt sind Energydrink-würdige 32 mg/100 ml Koffein. Was genau in der ersten Abfüllung der Guarana-Baola steckt, muss noch von einem Forschungsinstitut analysiert werden. Die Süße ist mit 4,3 g Zucker auf 100 ml angenehm gering. Der erste Schluck löst entsprechend keine Geschmacksexplosion aus, macht aber neugierig auf mehr. Herber als Mate, aber nicht so herb wie Skull. Am Ende erinnert mich das Ganze vage an eine nicht so süße Apfelsaftschorle mit dem gewissen Extra. Der Guarana-Extrakt entfaltet seine Wirkung langsam, aber deutlich merkbar. Hackerbrause-Enthusiast_innen, die mit der knallsüßen Gummibärchenbrause nichts anfangen können und etwa stärkeres als Mate suchen, sollten mit der Baobab & Guarana genau das richtige finden.

Außer der Limonade vertreibt Baloa noch weitere Baobab-Produkte, darunter das Pulver aus den Früchten direkt in der Tüte, das dann als Bindemittel verwendet werden kann oder einfach in Joghurt eingerührt oder auf Gemüse gestreut wird. Das könnte ein guter Hack sein, um die Frühstückspizza mit Vitaminen und Kalzium anzureichern.

Beziehen kann man Baola-Limonade im innvationsfreudigen Fachhandel, aber auch über den Onlinestore für 18,90 Euro + Versand für zwölf 0,33l-Mehrwegglasflaschen einer Sorte. Wer auch die koffeinfreien Sorten ausprobieren möchte, kann zum Probiermix greifen. Noch ein bisschen Pulver, Creme und Öl mitbestellen lohnt sich, denn ab 50 Euro ist der Versand frei.

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February 16 2013

Kolle Mate

Kolle Mate

Noch vor zwei Jahren gab es sie nur unter der Ladentheke und neue Informationen waren rar. In den letzten Monaten hörten wir dann so einiges und mittlerweile ist es raus, dass die berüchtigte Zickzack-Mate, der legendäre Super-Joker aus dem Hackerbrausen-Quartett, es nun unter dem neuen Namen Kolle-Mate ganz offiziell in den Getränkehandel geschafft hat. Einige Flaschen aus der ersten Abfüllung haben ihren Weg zu uns gefunden und warten nur darauf, gekostet zu werden.

An dieser Stelle müssen wir allerdings die durchaus angebrachte Begeisterung zügeln und mit wissenschaftlicher Methodik vorgehen. Aus diesem Grund haben wir zwei Probandinnenengruppen gebildet; Eine Gruppe die das Getränk zum ersten mal probieren darf und eine Kontrollgruppe, die bereits mit dem sagenumwobenen Geschmack von Zickzack-Mate vertraut ist. Erstere besteht aus johl, letztere aus yetzt.

yetzt: Als Teil der Kontrollgruppe sticht sofort in den Gaumen, dass Kolle mehr Kohlensäure enthält als Zickzack, was vermutlich auf die professionellere Abfüllung zurückzuführen ist. Davon abgesehen ist der Geschmack der Ur-Zickzack ziemlich gut getroffen, wenn auch das Remake eine Note zitroniger und den Hauch eines Hauches weniger süß ist. Kolle scheint mir eine Mate für den Sommer zu sein, Experimente mit Sirup oder Früchten scheinen sich geradezu von selbst auf die Ideenliste zu setzen. Auf jeden Fall schließt die neue Mate eine geschmackliche Lücke in der Riege der Yerbalimonaden und dürfte baldigen Anklang nicht nur in der koffeinenthusiastischen Brausenkultur finden.

Bleibt zu erwähnen, dass Kolle-Mate nicht nur einen Koffeingehalt von 20mg/100ml aufweist, sondern auch ein Biosiegel hat. Ein gutes Gefühl für kollektive Organisation, fair gehandelte Mate direkt aus brasilianischen Kooperativen und durchweg sympathische Macherinnen ist sowieso inklusive, und der Hack-Appeal einer Brause, die es von der DIY-Küchenmixtur auf die Ladentheke geschafft hat ist unbestreitbar hoch.

johl: Für den Erstbenutzer von Kolle-Mate ohne Zickzack-Hintergrund kommt die Brause leicht und angenehm daher, ein bisschen wie ein in Flaschen abgefüllter Sommermorgen. Spritzig, mit angenehmer Zitrusnote und genau dem richtigen Kohlesäuregehalt. Der Geschmack ist fein, was mir gerade sehr zusagt — an anderen Tagen könnte es durchaus intensiver nach Mate schmecken, aber dafür gibt es auch andere Brausen.

Das Flaschendesign mit dem “Alerta, Alerta!” rufenden Igel (wie es sich für Igel aus Dresden gehört) bringt eine angenehme Mischung aus Niedlichkeit und Aktivismus mit, die sich auch mit etwas Phantasie im Geschmack wiederfindet. Ich bin rundum zufrieden und denke, ich habe ein neues Lieblingsgetränk für die eher kollektiven Momente im Leben gefunden. Kolle Sache.

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December 16 2012

Zickzack heißt jetzt Kolle

Zickzack heißt jetzt Kolle

Erinnert ihr euch and die mysteriöseste aller Maten, Zickzack Mate, die es nur in Dresden und dort auch nur unter ganz bestimmten Ladentheken für Eingeweihte gab? Von diesem Getränk gibt es neues zu berichten.

Zickzack hat den Untergund verlassen und ist ab sofort ein echtes Getränk mit echtem Biosiegel und wird künftig sogar über der Ladentheke verkauft. Auch wenn die Macherinnen der Brause ihre Haltung bewahren wollen und das Getränk im Kollektiv hergestellt wird, hat der Kapitalismus eine nicht ungravierende Auswirkung: Zickzack-Mate kann das Getränk nicht mehr heißen, weil dieser Begriff bereits von Markengrabbern gesquattet wurde als brach liegende Marke registriert ist und der Markeninhaber auf Anfragen nichtmal reagiert. Schäm Dich, Rudolf Wild GmbH & Co. KG!

So kommt es, dass statt Zickzack die Brause nun Kolle-Mate heißt, was einerseits der Name des Menschen ist, der sich das Rezept ausgedacht hat, andererseits eine Referenz auf die Kollektive Organisationsform der Matemachenden. Denn fair, verantwortungsbewusst und fair produziert will die Mate auch weiterhin bleiben. Wenn da mal nicht Uwe Lübbermann die Finger im Spiel hatte.

Übrigens ist wohl ein Buchhändler schuld an der Existenz dieses Getränks, der sich auf der Suche nach einer Brause befand und Kolle dazu angestiftet hat, selbst Mate zu machen.

Noch hatten wir leider nicht die Möglichkeit, Kolle-Mate zu probieren. Vom zitronigen Geschmack scheint die Rezeptur laut Zutatenliste nicht abgerückt zu sein, wenn sie auch weiterhin so grandios schmeckt wie die untergrundige Zickzack wird Kolle Mate wohl der neue Stern am Hackerbrausenhimmel. Eine ausführliche Rezension werden wir jedenfalls nachreichen.

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July 06 2012

Nuka Cola

Nuka Cola

WAR, War never changes.
Mit diesen Worten beginnt die Geschichte von Fallout, die den Spieler in eine postapokalyptische Dystopie unserer eigenen Welt entführt. Nahezu die komplette Erde wurde durch einen Atomkrieg im Jahre 2077 verwüstet und die wenigen, die nicht sofort verbrannten oder den Strahlentod starben, mussten in einer lebensfeindlichen und todbringenden Welt überleben. Weite Teile des Planeten wandelten sich in Ödland, und der (namensgebende) Fallout verteilte die Radioaktivität in jeden Winkel der Erde. Doch jene, die all die Widrigkeiten überlebten, begannen irgendwann den Versuch eine neue Zivilisation aufzubauen. Bald schon erhoben sich die ersten kleinen Siedlungen aus der atomaren Asche.

Fallout (Computerspiel) – Wikipedia

Wenn eine Hackerbrause gleichzeitig ein Item in einem Computerspiel ist und die Kronkorken in der postapokalyptischen Welt der Hintergrundstory als Zahlungsmittel eingesetzt werden, dann kann man das Getränk mit Fug und Recht als dreifach nerdig bezeichnen.

Dankenswerterweise hat uns die gar nicht fiktionale Nuka Cola Company aus den Weiten des Internets drei Flaschen zur Probe zugesendet, weswegen wir in den Überresten einer in Berlin abgestürzten Raumstation  zur Verkostung schreiten konnten.

Es gab: Nuka Cola Classic, Nuka Cola Victory und Nuka Cola Quantum. Um das Ergebnis vorwegzunehmen: Zweimal “naja, geht so” und einmal trafen wir tatsächlich auf ein durchaus interessantes Postapokalyptus-Bonbon für Cola-Bären.

Nuka Cola Classic ist keine Cola, die uns geschmacklich überzeugte. An leckere Markencolas wie Afri oder Vita reichte der flache, uninspirierte Geschmack nicht heran, von engagierten Indie-Brausen wie Premium ganz zu schweigen. Die Cola kommt recht bland daher und erinnert im Abgang an River Cola — eine klassische Supermarktbrause für Menschen, die auch mit Coca-Cola zufrieden wären.

Nuka Cola Victory leidet leider unter der gleichen geschmacklichen Ausdruckslosigkeit. Eine Brause mit Fruchtextrakt und echtem Ginseng — da wäre mehr drin gewesen. Als Sammlerstück (die “Victory”-Variante ist immerhin im Computerspiel eine der selteneren) okay, aber geschmacklich hatten wir in diesem Blog durchaus schon bessere Getränke. Dabei schmeckt Victory nicht schlecht oder gar ekelhaft; es verbleibt einfach ein gewisser uninspirierter Geschmack im Mund, der sich am treffendsten mit “meh!” zusammenfassen lässt.

Nuka Cola Quantum ist streng genommen gar keine Cola, sondern ein Energydrink und verströmt beim Öffnen auch den typischen Geruch. Da wir gegenüber Energygetränken traditionell eher kritisch eingestellt sind, waren die Erwartungen nicht besonders hoch, doch dann… Hoppla! Quantum leuchtet nicht nur blau im Schwarzlicht (“Was ist das?” – “Blaue Cola!” – “Und was macht sie?” – “Sie leuchtet blau!”), sie schmeckt auch irgendwie anders. Unsere Vermutung ist, dass so ein Energydrink schmeckt, der ohne das sonst unvermeidliche Taurin auskommt — ganz ohne die sonst übliche Gummibärenhaftigkeit kann sich das leicht kräftige Aroma des Guaranas entfalten. Quantum überrascht jedenfalls und könnte durchaus geschmacklich als Referenz für Energydrinks herhalten.

Zweimal (geschmacklich) Daumen runter, einmal unerwartet ein Daumen rauf — aber seien wir ehrlich, die meisten Menschen werden Nuka Cola nicht allein wegen des Geschmacks bestellen (ausserhalb des Internets dürfte es dieses Getränk noch nicht geben), sondern als Geschenk für Gamer oder zur Vorbereitung auf die verstrahlte Welt nach dem nächsten Atomkrieg.

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June 12 2012

Guaraná Antarctica

Guaraná Antarctica

O original do Brasil – Ein brasilianisches Original, gefunden in einem österreichischen Supermarkt. Selbstverständlich musste ich Guaraná Antarctica gleich einstecken, denn ich hatte noch nie davon gehört und obwohl kein Koffeingehalt auf der Dose stand dachte ich mir: “Wo Guarana draufsteht, muss doch Hackerbrause drin sein!” Das sollte sich nach einer kleinen Recherche als Fehlschluss herausstellen.

Guaraná Antarctica wird seit 1921 in Brasilien hergestellt, wo es heute hinter Coca-Cola der am zweit häufigsten verkaufte Softdrink ist. Als Repräsentantin brasilianischer Lebensfreude – Fußball, Strand und Karnelval – die Klischees sind bekannt – wird Guaraná Antarctica via Portugal jetzt auch in Europa vertrieben. Dabei vergisst das Marketing selbstredend nicht, die “belebenden Eigenschaften” der Guaranapflanze zu erwähnen.

Wikipedia zitiert jedoch ungenannte Websites, wonach der Koffeeingehalt des Getränkes gerade mal bei 0,9mg/100ml liegt. Zum Vergleich: Colas haben üblicherweise einen Koffeingehalt zwischen 10 und 25mg/100ml. Die Energie kommt hier also hauptsächlich vom Zucker, während eine neue Variante mit Acai einen höheren Koffeingehalt haben soll. Guaraná Antarctica ist damit keine Hackerbrause, schmeckt gekühlt aus der Dose aber trotzdem ziemlich lecker. Der Geschmack der karamellfarbenen Limo geht ein bisschen geht es in Richtung Apfel, Kirsche und Gummibärchen. So schmeckt sie also, die Guaranabeere.

Zum Schluss noch meine Guaraná Antarctica-Lieblingssolgans, wie sie Google von der portugiesisch-sprachigen Wikipedia-Seite in Deutsche übersetzt:

1977 – Jeder hat seinen Hauptsitz in der Natur. (Todo mundo tem sede de natureza.)
1970 – Das Passwort gegen Boko Moko (A senha contra o Boko Moko)
1985 – Guarana Antarctica, Hecht total! (Guaraná Antarctica, o pique total!)

und für @tante:
2010 – Guarana Antarctica Zero: Geschmack wie das Original. Wer zweifelt, bezahlt Affe (Sabor igual ao original. Quem duvida paga mico.)

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April 08 2012

Metamate

Metamate

Gestern bin ich spontan in der Meta Mate gelandet und durfte sogleich beim Eintüten frischer Mate und beim Etikettieren von hellem und dunklem Mier mithelfen, wovon ich als Dankeschön fürs Mithelfen auch eine Tüte mit nach hause nehmen und eine Flasche trinken durfte. Als ausgewiesene Hackerbrausen-Expertin durfte ich auch meinen Senf zu einer experimentellen Matelimonade abgeben.

Die Meta Mate wirklich grandioser Ort, an dem es rund um die Ilex paraguariensis vieles zu probieren, bestaunen und erwerben gibt. Einen Besuch in der Berliner Strassburgerstrasse 16 (Die in Prenzlberg, Google Maps findet unverständlicherweise nur eine in Spandau) kann ich euch wärmstens ans Herz legen.

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March 24 2012

MISCHMASCH

MISCHMASCH

Vor etwa einem Monat entdeckte ich bei meinem Getränkehändlerrundgang in Köln eine Brause, die mir bisher noch nicht bekannt war. Ein schönes hellblaues Etikett mit dem Schriftzug MISCHMASCH lächelte mich aus dem Regal an. Direkt packte ich ein paar Flaschen ein, machte ein Foto und fragte auf Twitter rum, ob diese Brause in unserer Autorenschaft schon bekannt ist.

@PylonC: Haben wir die schon auf @hackerbrause? Ist auch von den fritz-Jungs http://twitpic.com/8oglqp
@johl: @PylonC @hackerbrause Haben wir geschickt bekommen, aber noch keine Rezension. Magst du?
@philipsteffan: @johl @PylonC Wurde gestern von @ihdl zwecks Rezension getestet. :)
@PylonC: @philipsteffan @ihdl Ah, okay. Ich mache dann mal die Gegenprobe ;-)
@yetzt: @PylonC ich fand die sehr lecker und vollmundig. fehlt nur der koffeinschub. ;)

Wie zu erwarten, diese Brause ist neu auf dem Markt. Der Getränkehändler meinte, dass er sie erst am Vortag rein bekam. Und er verriet auch, dass sie von fritz ist. Auf der Webseite wurde die MISCHMASCH am 7. Februar 2012 vorgestellt. Dem Logo ist nicht auf Anhieb anzusehen, dass diese Brause von fritz stammt. Dazu fehlen einfach die beiden bekannten Gesichter, wie bei allen anderen Produkten dieses Herstellers. Erst im Kleingedruckten auf der Rückseite wird klar, dass fritz dahinter steht.

Die MISCHMASCH ist eine klassische Spezi. Vermutlich deshalb auch die Anlehnung in der Farbgebung in hellblau und orange nebst einem runden M, was ein wenig an einen Heilquellenspringbrunnen erinnert. Der Geschmack ist, wie @yetzt schon schrieb, vollmundig. Heraus sticht der intensive Mandarinen-Geschmack, obwohl der Anteil nur 0,5% beträgt. Ansonsten gibt es 4,5% Orangensaft und 3% Zitronensaft dort drin; also insgesamt 8% Saft! Den Rest machen Wasser, Zucker und ein paar Farbstoffe nebst Koffeinaroma aus. Dadurch, dass nur Aroma verwendet wird, knallt diese Brause gar nicht.

Wie für viele Brausen gilt der Tipp: gut gekühlt ist sie am leckersten!

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February 04 2012

Wild Fire

Wild Fire

Nachdem wir ja neulich vom Ohrenbluten Freissefreiheit-Podcast als böse Feminismus-Nazis geoutet wurden, weil wir die sexualisierte Aufmachung von Freiwild kritisiert haben, mal zu einem Getränk, dessen Aufmachung genau andersrum ist: Wild Fire.

Die Brause in der Zebraflasche kommt aus München, nennt sich einen “Urban Drink” ist geschmacklich eine spannende Sache, die sich am besten als Apfelsaft-Cola umschreiben lässt. Das Getränk schmeckt zwar beim ersten Schluck ein wenig Fad, das fruchtige Apfelaroma setzt dann nach einigen Schlucken so richtig ein. Etwas erinnert es an rotes Skull, ist aber süßer.

Drin stecken Apfelsaftkonzentrat, Zitronen- und Phosphorsäure, Vitamin C und Geheimzutaten. Der Koffeingehalt ist leider nicht ausgeschildert, liegt aber laut den Herstellern “zwischen Soft- und Energydrink”, also zwischen 0 und 32mg/100ml.

Völlig großartig ist das Marketing. Statt lasziver Damen oder muskelstrotzender Sportskanonen gibt es Barry:

Es geht also auch ohne Rollenbilderklischees und mit Zebratanga, Spiegelbrille, Holzschuhen und Helm durchaus queer. Erhältlich ist Wild Fire vor allem in und um München, für Exilbayern und Restweltbewohnerinnen gibt es die Brause für 1,10 € pro Flasche im Sechserträger auch per Netzbestellung. Wild Fire ist zwar allem Anschein nach nicht die große Koffeinbombe, aber dennoch eine prima Alternative zu langweiligen Limonaden und geht als Hackerbrause durch.

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January 08 2012

now Black Cola und Orange Cola

now Black Cola und Orange Cola

now steht für New Organic World. Beide Getränke gibt es auch im Bio-Supermarkt, da die Zutaten zum größten Teil aus Bio-Anbau stammen. Die ganze Serie umfasst sieben Getränke, wobei nur die Black Cola und die Orange Cola Koffein enthalten.

Die Black Cola ist beim ersten Schluck ähnlich zu einer Fritz-Cola mit einem Hang zur Premium-Cola. Es schmecken eindeutig der Zucker und der Guarana-Extrakt heraus, wobei dieser vom Bio-Cola Aroma deutlich überlagert wird. Die Citronensäure hält die Cola frisch. Kohlensäure ist nicht im Überfluss vorhanden, sodass die Flasche ohne Bäuerchen schnell leer getrunken werden kann. Verwunderlich ist die auf dem Etikett fehlende Angabe über die 18mg/100ml Koffein im Getränk, die sich nur auf der Webseite findet.

Dazu gesellt sich die Orange Cola, die zusätzlich einen guten Schuss Bio-Orangensaft enthält – und aus irgendeinem Grund auch noch Bio-Orangenaroma.Dadurch schmeckt die Limo wie eine sehr orangige Spezi. Der Koffeinanteil hält sich durch die starke Verdünnung mit Orangensaft bei 3,5mg/100ml in Grenzen.

Die Getränke werden von der Ökobrauerei Neumarkter Lammsbräu in der für Colas und Limos sehr untypischen Oberpfalz abgefüllt und vertrieben. Die 0,33l Flasche wird wohl aus der Bierproduktion wiederverwendet, denn sie enthält den Schriftzug der Brauerei in Glas gegossen.

Wer trotz Bio-Lebensstil nicht auf hochkoffeinhaltige Cola verzichten möchte, so ist man bei den now-Getränken gut aufgehoben.

now steht für New Organic World. Beide Getränke gibt es auch im Bio-Supermarkt, da die Zutaten zum größten Teil aus Bio-Anbau stammen. Die ganze Serie umfasst sieben Getränke, wobei nur die Black Cola und die Orange Cola Koffein enthalten. Die Black Cola ist beim ersten Schluck ähnlich zu einer Fritz-Cola mit einem Hang zur Premium-Cola. Es schmecken eindeutig ...

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December 23 2011

Kurz angetrunken: Pepsi Pink

Kurz angetrunken: Pepsi Pink

Eine wundersame Brause, die direkt aus dem Brausenlabor von Pinkie Pie kommen könnte, erreichte uns auf Umwege aus Japan. Pink Pepsi ist der diesjährige Wintergeschmack von Pepsi Japan, die in der Vergangenheit schon eine Pepsi mit Esskastaniengeschmack (“Mont Blanc Pepsi”) herausgebracht hatten. Der starke Bezug auf die Jahreszeiten, der sich hier in nur jahreszeitlich erhältlichen Brausen manifestiert, ist dabei eine japanische Besonderheit; im klassischen japanischen Haiku soll nach den Regeln der Kunst etwa durch ein Kigo (季語, also Jahreszeitenwort) eine zeitliche Bestimmung in den drei Wortgruppen von 5 – 7 – 5 Lauteinheiten angedeutet werden. Bevor wir jetzt allerdings zu sehr exotisieren: Saisonal verfügbare Getränke gibt es natürlich auch in der westlichen Welt, ganz ohne poetische Jahreszeitenbegeisterung und Haiku — man denke an die Weihnachts-Mate aus dem Hause Loscher.

Pepsi Pink, in Japan seit dem 8. November erhältlich, ist eine mit Kohlensäure versetzte Erdbeermilch (auf gut japanisch “Strawberry Au Lait”, bisweilen auch putzigerweise als “Strawberry Olé” in lateinischen Schriftzeichen geschrieben). Was vielleicht im ersten Moment ekelig klingt, schmeckt erstaunlich lecker, wenn auch etwas süß. Koffein ist nicht in Pepsi Pink enthalten.

Leider können wir an dieser Stelle keinen ausgiebigen Verkostungsbericht, der über “ganz gut” hinaus geht, anbieten und das kam so: Wir konnten eine Pepsi Pink ergattern, weil Nick Farr, Reisender in Sachen Hackerkultur und Organisator von “Hackers on a Plane“, uns eine Flasche mitbrachte, als er von dem letzten Hackerausflug zum Tokyoter Hackerspace  in Wien Station machte. Alles prima und die Flasche wurde ins Handgepäck verstaut, wo sie dann in Deutschland herausgeholt werden sollte, um sie entsprechend zu verkosten. Dabei kam uns leider der internationale Terrorismus in die Quere. Am Flughafen Wien-Schwechat wurde die Laptoptasche geöffnet und mit den im traditionell unfreundlichen Wiener Akzent gesprochenen Worten “Geeeh, des dürfens aber net mit ins Flugzeug nehmen” entnommen.

Nach ein bisschen Bettelei gab es einen Kompromiss: Pepsi Pink, das ja immerhin auch ein gefährlicher Sprengstoff sein könnte, durfte nur als leere Flasche den Luftraum betreten. Es wurde allerdings die Gnade gewährt, kurz einen Schluck von dem Getränk zu nehmen, bevor der Rest im Namen der Sicherheit und als Fanal gegen Al-Kaida ausgeschüttet wurde. Es schmeckte, wie oben erwähnt, erstaunlich lecker.

Eine wundersame Brause, die direkt aus dem Brausenlabor von Pinkie Pie kommen könnte, erreichte uns auf Umwege aus Japan. Pink Pepsi ist der diesjährige Wintergeschmack von Pepsi Japan, die in der Vergangenheit schon eine Pepsi mit Esskastaniengeschmack ("Mont Blanc Pepsi") herausgebracht hatten. Der starke Bezug auf die Jahreszeiten, der sich hier in nur jahreszeitlich erhältlichen ...

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December 16 2011

Perger Cola Orangen-Mix

Perger Cola Orangen-Mix

Der klassische Cola-Mix, weitestgehend einfach ‘Spezi’ genannt, ist für viele Menschen die erste Koffeinerfahrung. Zumindest für mich. Ich kann mich noch an den Moment erinnern, als meine Familie mich für alt genug befand, beim sonntäglichen Ausflug in eine Gaststätte auch ‘oan Spezi’ zu bestellen. Ich fand den Geschmack damals schon faszinierend und war mir sicher, dass dies das leckerste Getränk der Welt sein müsste. Heutzutage habe ich längst die Vorzüge anderer Getränke entdeckt, dennoch gönne ich mir gelegentlich eine Cola-Orangen-Limonade. Heute jedoch zum ersten mal eine in Bio-Qualität, Den Cola-Orangen-Mix aus der Kelterei Perger.

Schon beim öffnen der Flasche ist ein herbes Orangenaroma zu riechen. Der erste Schluck unterscheidet sich deutlich vom Geschmack des Original-Marktführers: Die Perger-Spezi ist deutlich herber und etwas säuerlich, die süße des Karamellzuckers und Traubendicksaftes ist deutlich gemäßigter als bei Vergleichsgetränken, wie ich finde genau richtig um den herben Orangengeschmack schön zur Geltung kommen zu lassen. Der Koffeinanteil ist nicht ausgezeichent und wohl auch eher vernachlässigbar, immerhin wurde auch das Koffein aus Bio-Rohstoff gewonnen und nicht sythetisiert.

Ein nettes Biogetränk mit mehr geschmacklichen als wachmachenden Qualitäten. Der Preis von 1,10 € je 0,3er Flasche ist für ein Bio-Getränk durchaus in Ordnung. Eine Empfehlung also eher für Menschen, die in Spezi-Erinenrungen schwelgen möchten, das Original aber zu pappsüß finden.

Einen Herzlichen Dank an Frank aus München, der uns jeweils eine Flasche Perger und bereits rezensierte Now Cola zugesendet hat.

Der klassische Cola-Mix, weitestgehend einfach 'Spezi' genannt, ist für viele Menschen die erste Koffeinerfahrung. Zumindest für mich. Ich kann mich noch an den Moment erinnern, als meine Familie mich für alt genug befand, beim sonntäglichen Ausflug in eine Gaststätte auch 'oan Spezi' zu bestellen. Ich fand den Geschmack damals schon faszinierend und war mir ...

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December 10 2011

Top Mate

Top Mate

Wir freuen uns, über ein Ereignis mit Seltenheitswert berichten zu können: Eine neue Sorte Mate ist auf den Markt gekommen. Der Newcommer heißt Top-Mate und kommt aus dem Nordrheinwestfälischen Verl.

Eines sticht sofort ins Auge: Top Mate wird in Einwegplastikflaschen abgefüllt und scheint daher mehr auf den Discountermarkt zu zielen als auf den Gastronomiebereich. Bei näherem Hinsehen fällt auf, dass die Aufmachung recht deutlich an Club-Mate angelehnt ist: Blaues Konterfei auf gelbem Grund, blau-roter Fließtext mit URL darunter und sogar der Hinweis Alkoholfrei, laktosefrei, glutenfrei, vegetarisch, vegan findet sich auf dem Top-Mate-Etikett ebenso wie beim Materiarchen aus Münchsteinach. Der Eindruck geht deutlich in Richtung einer Discounter-Club-Mate-Kopie.

Die Zutatenliste zumindest unterscheidet sich jedoch, ebenso der Zucker- und Koffeingehalt. Mit nur 4,12g Zucker ist Top-Mate weniger süß und mit 22mg/100ml leicht koffeinhaltiger als das Loscher-Pendant. Wie auch von Club-Mate gibt es Top-Mate in einer süßeren und koffeinhaligeren Eistee-Variante, die mit 5,12g Zucker und 24mg/100ml Koffein zu Buche schlägt.

Der geschmackliche Unterschied ist äußerst deutlich: Top-Mate schmeckt weniger matig-bitter, weniger süß, weniger sprudelig, eigentlich insgesamt nach weniger. Die Eistee-Variante ist leicht süßlicher und nochmals weniger matig, der Gesamtunterschied zur Standardversion ist aber eher gering. Insgesamt würde ich das ganze als koffeinhaltige Teelimonade mit einem Hauch Mate bezeichnen.

Zum Preis kann ich wenig sagen, da es mir im Handel bislang noch nicht über den Weg gelaufen ist. Die Rezensionexemplare wurden uns vom Hersteller überlassen. (Danke!)

Die Frage, wie sehr Top Mate eine Hackerbause ist, lässt sich nicht so einfach beantworten. Dafür sprechen der hohe Koffeingehalt, die schamlose Raubkopie freie Bearbeitung des Club-Mate-Stils und dass kein Weltumspannendes Getränkekonglomerat sondern eine kleine Firma vor den Toren von Bielefeld das Produkt ersonnen hat. Andererseits verursachen die Plasikflasche und der doch eher seichte, auf Massenkompatibilität getrimmte Geschmack einen Punktabzug. Ob Top Mate die Gunst der koffeinbegeisterten Geeks erringen kann, wird sich wohl eher noch herausstellen. Auf jeden Fall ist Top Mate eine einsteigerinnenfreundliche Mate-Limonade für Menschen, denen Club- oder gar Leetmate zu hart ist.

Wir freuen uns, über ein Ereignis mit Seltenheitswert berichten zu können: Eine neue Sorte Mate ist auf den Markt gekommen. Der Newcommer heißt Top-Mate und kommt aus dem Nordrheinwestfälischen Verl. Eines sticht sofort ins Auge: Top Mate wird in Einwegplastikflaschen abgefüllt und scheint daher mehr auf den Discountermarkt zu zielen als auf den Gastronomiebereich. Bei ...

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December 02 2011

Kofola

Kofola

In der Reihe Hackerbrause Internation widmen wir uns heute einem Urlaubsmitbringsel aus Tschechien. Kofola ist in den frühen 1960er Jahren als tschechoslowakische Alternative zu westlichen, nicht erhältlichen Colas entstanden. Wie auch Dr. Pepper ist Kofola keine Cola im eigentlichen Sinne. Es fehlt die Kolanuss im Sirup, der dafür aber 14 andere Zutaten enthält, darunter laut Wikipedia Apfel-, Kirsch-, Johannisbeer-Extrakte, Kräuter-Aromen und Karamell. Diese verleihen Kofola einen angenehm fruchtig-herben Geschmack mit ordentlicher Karamellnote, ergänzt durch ein leichtes Zitrusaroma bei angenehm niedrigem Zuckergehalt. Pro 100 ml gibt es für eine handelsüblichen Softdrink stattliche 15 mg Koffein. Ich kann schon verstehen, dass die Menschen in Tschechien Kofola eine zweite Chance gegeben haben, nachdem es Anfang der 1990er erstmal out war.
Besonders angetan hat es mir aber die schicke Flasche. Kofola gibt es vor Ort in Plastikflaschen unterschiedlicher Größe. Die schlanke 330 ml Glasvariante hat ein wunderschönes schwarzes Etikett mit einem silbernen Kofola-Logo und stilisierten Wellen in Silber und Gold. Unser Tipp: Beim nächsten Pragbesuch nicht nur die schöne Stadt anschauen, sondern im Supermarkt ein bisschen Design für zu Hause kaufen!

In der Reihe Hackerbrause Internation widmen wir uns heute einem Urlaubsmitbringsel aus Tschechien. Kofola ist in den frühen 1960er Jahren als tschechoslowakische Alternative zu westlichen, nicht erhältlichen Colas entstanden. Wie auch Dr. Pepper ist Kofola keine Cola im eigentlichen Sinne. Es fehlt die Kolanuss im Sirup, der dafür aber 14 andere Zutaten enthält, darunter ...

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November 14 2011

Freiwild Natural Coffein-Drink

Freiwild Natural Coffein-Drink

Limoaden, die in Richtung Saftschorle gehen und mit Koffein experimentieren. Das könnte was werden, dachte ich mir neulich bei Dr. Go. Dessen Brombeer-Heidelbeer-Geschmack war aber so gar nicht mein Ding. Bei der Verköstigung einer mir bisher unbekannten Brause aus dem Schwarzwald stellt sich aber heraus, dass die Spur richtig war. Apfel, Sauerkirsche und Apfelbeeren (Aronia) treffen meinen Geschmack sehr gut. Koffein und Gurana-Extrakt sind in ausreichenden Mengen (31,5 mg/100 ml) vorhanden. Es schmeckt lecker, es macht munter, ich sollte vollkommen zufrieden sein.

Geht aber nicht. Geht gar nicht. Denn was Namensgebung und Etikett betrifft ist das Gesöff nichts anderes als sexistische Kackscheiße. Allein schon der Name Freiwild. Dazu dann eine vollbusige Schwarzwaldschönheit mit Bollenhut und tiefem Ausschnitt auf dem Etikett. Das ist so plump, dass sogar der Deutsche Werberat schon 2009 dagegen protestierte. Die Freiwild-Macher reagierten auf diese “Zensur” mit ganz typischen Argumenten:

Das Image und das Selbstverständnis von Freiwild bezog sich auf Menschen, die jung im Geiste, selbstbewusst, tough und sexy sind – Frauen wie Männer. Der Vorwurf war einfach irrwitzig, in ihrem Team waren ja auch Frauen. Und die Freiwildtruppe war ein Paradebeispiel dafür, wie Frauen und Männer gemeinsam an einem Strang ziehen, weil sie alle an die Sache geglaubt haben. Größere Distanz zu Frauenverachtung kann man kaum haben.

Als junge Existenzgründer mit “frecher Geschäftsidee” (no shit) steht man eben über den Dingen. Die Kritiker haben die witzige Bedeutung nicht verstanden. Und außerdem sind einige ihrer besten Freunde schwul sogar Frauen im Team!!!11einself.

Vergessen wir es einfach. Falls ein anderer Brausehersteller aber auf die Idee kommen sollte, Apfel-Kirsch-Schorle mit Koffein zu versetzen, würde ich das sehr begrüßen.

Limoaden, die in Richtung Saftschorle gehen und mit Koffein experimentieren. Das könnte was werden, dachte ich mir neulich bei Dr. Go. Dessen Brombeer-Heidelbeer-Geschmack war aber so gar nicht mein Ding. Bei der Verköstigung einer mir bisher unbekannten Brause aus dem Schwarzwald stellt sich aber heraus, dass die Spur richtig war. Apfel, Sauerkirsche und Apfelbeeren ...

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October 25 2011

Байкал

Байкал

Mit bislang keine Wort erwähnt haben wir die trendige Tannenbrause Wostok, die schon seit längerem durch die Berliner Spätis geistert. Der Grund ist einfach: Kein Koffein. Auch das Original, die sowjetische Limonade namens Байкал (Baikal) steht nicht im Ruf besonders wach zu machen, aber immerhin durch allerhand unübliche Zutaten das Gemüt zu heben. 

Schwer zu sagen, ob die braune Brause tatsächlich noch dem Rezept aus Sowjetzeiten entspricht. Zutaten wie die auch als Droge verwendbare Borstige Taigawurzel, Johanniskraut, Süßholz, Eukalyptus, Lorbeer, Schwarztee und Kardamon klingen zumindest interessant. Der Geschmack ist süß-herb-würzig-krautig, vollmundig und durchaus lecker. Die Hipster-Nachmache auch Berlin geht geschmacklich zwar in eine ähnliche Richtung, kommt aber nicht ganz ran.

Der Hackerbrausen-Appeal steckt eher im Detail, mit interessanten Zutaten das eigene Wohlbefinden zu optimieren ist wohl spätestens seit Guarana und Mate in der Hackerbrausenkultur angelegt. Eine signifikante psychoaktive Wirkung war aber leider nicht zu verspüren. Beim Gedanken an die Wachmachqualitäten fühle ich mich an einen Seyfried-Comic erinnert, in dem potemkinsche Schneelandschaften aus Kokain angelegt werden, weil die Menschen in der Sowjetunion kein Interesse an dessen antriebssteigernder Eigenschaft haben und lieber schläfrig machenden Vodka trinken.

Immerhin wurde das 1973 vom sowjetischen Staatsinstitut für nichtalkoholische Getränke, Bierbraukunst und Weinbau der Akademie der Landwirtschaft erfundene Baikal zu den Olympischen Spielen 1980 in Moskau als Alternative zu Pepsi positioniert.

Zu bekommen scheint die Kräuterbrause hier leider nicht zu sein, auch wenn es sich vielleicht lohnt, russische Spezialitätengeschäfte zu durchstöbern. Wer eine Bezugsquelle kennt, möge sich doch bitte in den Kommentaren melden.

Vielen Dank an Simon fürs Mitbringen und Zuschicken!

Mit bislang keine Wort erwähnt haben wir die trendige Tannenbrause Wostok, die schon seit längerem durch die Berliner Spätis geistert. Der Grund ist einfach: Kein Koffein. Auch das Original, die sowjetische Limonade namens Байкал (Baikal) steht nicht im Ruf besonders wach zu machen, aber immerhin durch allerhand unübliche Zutaten das Gemüt zu heben.  Schwer zu ...

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September 25 2011

Rockstar Recovery (Zitrone)

Rockstar Recovery (Zitrone)

Derzeit wüten wir sogar etwas im Lager der eher skeptisch betrachteten Energy-Drinks. Meinen Selbstversuch mit Rockstar Recovery möchte ich euch nicht vorhenthalten.

Den Lacher vorweg: It’s got Electrolytes. So steht es in werbender Form auf der Dose. Und in der Tat schmeckt Die Rockstar-Brause so, wie ich mit Brawndo vorstelle: Dünn, kohlensäurelos und chemiezitronensauer. Die 3% Zitronensaft aus Zitronensaftkonzentrat haben mir dabei ganz schön auf den Magen geschlagen und für stundenlanges Sodbrennen gesorgt.

Der Koffeingehalt von Energydrinktypischen 32mg/100ml ist auf die Halbliterdose gerechnet zwar eine ganz schöne Menge, doch eine Hackerbrause würde ich dieses reizende Hipstergetränk nicht nennen. Dann doch lieber Klowasser.

Derzeit wüten wir sogar etwas im Lager der eher skeptisch betrachteten Energy-Drinks. Meinen Selbstversuch mit Rockstar Recovery möchte ich euch nicht vorhenthalten. Den Lacher vorweg: It\'s got Electrolytes. So steht es in werbender Form auf der Dose. Und in der Tat schmeckt Die Rockstar-Brause so, wie ich mit Brawndo vorstelle: Dünn, kohlensäurelos und chemiezitronensauer. Die ...

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September 14 2011

ONe – The Functional Drink

ONe – The Functional Drink

“Ideal zum Mixen” soll dieser Drink sein, laut Homepage. Das so angepriesene Getränk versteht sich als “coffeinhaltiges Erfrischungsgetränk auf Pflanzen-Vitamin-Basis” und enthält unter anderem die Vitamine B und C sowie Guarana-Koffein. Nach einem ernüchternden Blick auf die Zutatenliste sieht mensch dann doch, dass es sich eher um ein Getränk auf Wasser- und Zuckerbasis handelt, wie so viele.

Aber nun zum Geschmack – “Öm” oder “Nöm”, das ist hier die Frage! Nach dem Öffnen verströmt ein süßlicher Gummibärchen(?)-Geruch, wie nach dem Öffnen von Red Bull. Leider/zum Glück habe ich schon lange keinen Red Bull mehr getrunken, so dass mir nur ein vager Vergleich möglich ist. Beim Kauf von ONe dachte ich erst, es wäre eine Brause, aber es ist anscheinend doch ein Energy Drink – oder? Riecht und schmeckt jedenfalls so. Aber wieviel Koffein ist drin? Steht nicht auf der Flasche, ist also nicht kennzeichnungspflichtig, somit wohl unter 15mg/100ml (§47a LMBG). Red Bull hat da schon eher 32mg/100ml. Es ist also eher wie ein Energy Drink ohne viel Energy. Hmmm.

Fazit: schmeckt nicht besonders, hat nicht besonders viel Koffein und die Aufmachung als Nahrungsergänzung klappt irgendwie auch nicht – ich werde hier in meiner Meinung bestätigt. Die Flasche hat inklusive Pfand 1,50 Euro gekostet (bei meinen Dealer Fulda-Getränke). Vielleicht hol ich mir bei Bedarf nach einer Mischkomponente für die nächste Party doch lieber die 1-Liter-Energie-Drink-Flasche von Netto. Prost!

\"Ideal zum Mixen\" soll dieser Drink sein, laut Homepage. Das so angepriesene Getränk versteht sich als \"coffeinhaltiges Erfrischungsgetränk auf Pflanzen-Vitamin-Basis\" und enthält unter anderem die Vitamine B und C sowie Guarana-Koffein. Nach einem ernüchternden Blick auf die Zutatenliste sieht mensch dann doch, dass es sich eher um ein Getränk auf Wasser- und Zuckerbasis handelt, ...

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